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Was tun nach dem Abi?

"Flieg, kleiner Falke, flieg!"

Heute haben wir in Kunst mit dem neuen Thema „Wie sieht Ihre momentane Lebenssituation aus?" begonnen. Mithilfe von Gipsfiguren sollten wir unsere derzeitige Gefühlswelt darstellen. Zunächst galt es, eine Mind-Map zu erstellen. Da sich ja alle im Moment im Abi-Stress befinden und wie die Verrückten für die Klausuren büffeln, waren Begriffe wie „Müdigkeit", „Angst", „Stress", „Chaos" und „anstrengend" keine Seltenheit. Es fielen aber auch positive Begriffe, denn gerade in dieser stressigen Phase wünscht man sich doch nichts sehnlicher, als „faul" in der „Sonne" am „Strand" zu liegen. Das war also Schritt eins.

Schritt zwei lautete: „Formulieren Sie eine Bild-Idee und fertigen Sie entsprechende Skizzen an!" Mit meiner Figur arbeitete ich den Kontrast zwischen dem anstrengenden Lernen und der neuen Energie, die wir wie hungrige Wölfe in uns aufsaugen werden, wenn wir die Prüfungen endlich hinter uns haben, heraus. Die Haltung der Figur repräsentiert den Aufbruch in ein neues Lebenskapitel: Man kann sich das so vorstellen, dass die Figur anfangs zusammengekauert in irgendeiner Ecke saß (lernen, lernen, lernen!), aber sich nun aus dieser geduckten Haltung befreit. Mit einem Bein versucht sie bereits, aufzustehen. Der Oberkörper und der Kopf erheben sich langsam, aber sicher und fest, dazu entschlossen, den neuen Herausforderungen ins Auge zu sehen. Die Arme streckt die Figur dabei kraftvoll nach hinten von sich - so als ob sie jeden Moment wie ein Falke in den Himmel der Freiheit hinaufschnellen würde!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 18, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Mar 18, 2009

Was tun nach dem Abi?

"Handeln für zukünftige Werbetanten"

Wer hätte gedacht, dass ein gemütlicher Stadtbummel zu einer Unterrichtsstunde à la „Handeln für zukünftige Werbetanten“ wird? Ich hatte zwei Freistunden und wollte die Zeit sinnvoll nutzen. In der Stadt wollte ich mir ein neues Buch kaufen (zwar nehmen die Abivorbereitungen viel Zeit in Anspruch, aber das ist ja noch lange kein Grund um intellektuell auf der Strecke zu bleiben) und ein wenig auf Schnäppchenjagd gehen (ich kaufe nämlich favorisiert „einfache“ Klamotten, die ich dann zu Hause ganz nach meinen Vorstellungen als „Wannabe-Designerin“ zu Ende kreiere).

Hätte ich mein Horoskop gelesen, hätte sicherlich „heute ist Ihr absoluter Glückstag“ oder so ähnlich in der Zeitung gestanden, denn ich erblickte auf Anhieb ein viel versprechendes Buch. Und auch in dem ersten Kleidungsgeschäft, das ich mit meinen Laseraugen „scannte“, fand ich eine schlichte Jeans, die unüberhörbar „verpass mir ein Make-Over!“ schrie, und einen wunderschönen Mantel. Im Gegensatz zur Jeans war dieser allerdings schon perfekt oder FAST perfekt – es fehlten alle Knöpfe! Ich wusste aber, dass ich es bereuen würde, wenn ich den Laden OHNE diesen Mantel verlassen würde, und ich wollte mir den Tag nicht von ein paar nicht vorhandenen Knöpfen vermiesen lassen. Und, so dachte ich, wenn ich meine Konzepte beziehungsweise Produkte später einmal vermarkten möchte, dann muss ich schließlich auch fit im Handeln sein. Ich gab also mein bestes und wandte ein paar Tricks an, die ich mir von meiner Oma abgeguckt hatte und BINGO – Praxis ist eben doch die beste Theorie!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 12, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Mar 12, 2009

Was tun nach dem Abi?

Liebes Tagebuch!

Jetzt habe ich endlich die erste Abiklausur hinter mir, im Fach Englisch! Du kannst dir sicherlich vorstellen, wie aufgeregt ich vorher war. Es war aber nicht das „Oh-mein-Gott-ich-schreib-jetzt-Abi"-Gefühl, sondern eher das flatterige Gefühl, das man hat, wenn man das erste Mal in den Urlaub fliegt.

Na ja, genau genommen war es ja auch wie ein fünfeinhalbstündiger Kurzurlaub - entweder in die USA oder nach Südafrika: Jeder Schüler durfte nämlich zwischen zwei Aufgabenvorschlägen wählen. In einem Text ging es um die Einwanderung aus Lateinamerika in die USA, der andere handelte von einem Roman, der die Geschichte einer indischen Familie zur Zeit der Apartheid in Südafrika erzählt. Zwar wollte ich schon immer einmal in die USA reisen, aber der Südafrika-Text hat mir in dem Moment irgendwie mehr zugesagt.

Jetzt stell dir vor: Während ich die Aufgaben so nach und nach bearbeitete, musste ich feststellen, dass ich eigentlich viel zu viel gelernt hatte! Ich hatte das Gefühl, dass ich mit meinem Wissen die ganze Welt hätte einwickeln können, aber dass nur ein kleiner Hinterhof als Geschenk eingepackt werden musste. „Besser zu viel als zu wenig", würde meine Oma jetzt sagen.

Ach ja ... Ende März schreib ich noch Latein und Bio, und dann muss ich fast drei Monate warten, bis ich endlich weiß, wie ich bei den Klausuren denn überhaupt abgeschnitten habe. Schrecklich!

So, ich verabschiede mich nun erst einmal von meinen Englisch-Lernzetteln!

Ciao, deine Jacqueline

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 6, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Mar 6, 2009