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Master live

Abschlussarbeit 2.0

Eigentlich dachte ich, ich sei nach meiner Bachelorarbeit bereits abgehärtet. Vor einigen Stunden musste ich aber feststellen, dass ich damit grundlegend falsch lag. Nachdem ich ein halbes Jahr fast ausschließlich der Konzeption meines Forschungsprojekts für die Masterarbeit gewidmet habe, beginnt im Mai meine Forschungsphase. Und wenn alles gut läuft, kann ich im September mein Masterstudium beenden. Etwas Panik bekam ich schon, als ich meine Anmeldung zur Masterarbeit vorbereitete. Ein Fallschirmsprung wäre mir lieber gewesen – und ich habe Höhenangst, das will also schon was heißen.
Trotz meiner angespannten Nerven war es mir wichtig, die Arbeit noch vor meiner Forschungsphase anzumelden, damit ich mich voll auf die Forschung konzentrieren kann. Leider fiel dies mit der Abwesenheit der zuständigen Dozenten zusammen, da diese alle eine Konferenz in Spanien besuchten. Ich bin gespannt, ob meine Zeitplanung trotzdem noch aufgeht. Obwohl sich bei mir allmählich eine gewisse Torschlusspanik einstellt, freue ich mich sehr auf diese Arbeit! Der Schwerpunkt meiner Forschung liegt auf der Inszenierung von Geschichte auf Mittelaltermärkten. Dabei untersuche ich auch, welche Vorstellungen es von der Epoche „Mittelalter“ gibt, und welche realen Vorbilder beziehungsweise fiktiven Elemente berücksichtigt werden. Zudem interessiert mich die Präsentation für die Besucher. Ich möchte die Mitwirkenden des Marktes außerdem unter dem Aspekt der „Szene“ betrachten, also inwiefern man von einer eigenen kulturellen Szene sprechen kann wie beispielsweise bei Gothics oder Punks, und was diese ausmacht. Vor mir liegt eine spannende und ereignisreiche Zeit, die ich in vollen Zügen genießen möchte!

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Apr 18, 2019

Master live

Sklavenhandel am Londoner Hafen

Während meines Besuchs in London habe ich einen Tag alleine verbracht, weil meine Freundin Veranstaltungen an der Uni besuchte. Ich bin zu den Docklands gegangen, einem Stadtteil im Osten. Die namensgebenden Docks waren früher Teil des Londoner Hafens. Davon ist nicht mehr viel zu sehen, denn das Viertel wurde saniert und besteht heute vor allem aus schicken Geschäften, Restaurants und Wohnungen.
Nachdem ich ein paar Stunden durch die Gassen und an den Kanälen entlang spaziert bin, habe ich das dortige Museum besucht, das die Geschichte des Hafens aufbereitet. In dieser riesigen Ausstellung hat mich am meisten der Teil interessiert, der sich kritisch mit der kolonialen Vergangenheit Englands auseinandersetzt. Es wurde aufgezeigt, dass der heutige Reichtum Großbritanniens hauptsächlich auf der Ausbeutung kolonialisierter Länder basiert. Dabei ging es nicht nur um die Aneignung von Rohstoffen, wie etwa Zucker, sondern auch darum, wie Zehntausende von Menschen verschleppt wurden, um als Sklaven verkauft und ihr Leben lang ausgebeutet zu werden. Dabei wurden Familien getrennt, Menschen misshandelt und wie Ware behandelt.
Mir ist aufgefallen, wie unkritisch und unreflektiert heute teilweise immer noch mit dieser Tatsache umgegangen wird. Ein sehr reicher, einflussvoller Mann, der zu Hochzeiten über 500 Sklaven besaß, wird bis heute mit einer Statue im Hafengebiet geehrt – ohne jeglichen kritischen Kommentar! Ich finde, bei vielen Denkmalen und Statuen, auch in Deutschland, sollten die Inschriften mal überprüft werden. Denn teilweise bilden diese Inhalte eine Perspektive ab, die einfach nicht mehr zeitgemäß ist.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Apr 17, 2019
Autor: Franca
Rubrik: studium
Apr 17, 2019

Master live

Besuch in London

Eine Freundin von mir studiert gerade in London und ich habe sie dort besucht. Mein Fazit: Die Stadt ist  sehr beeindruckend. Ich war vor ein paar Jahren schon einmal dort, aber nur für wenige Tage auf der Durchreise. Dieses Mal hatte ich Gelegenheit, mir mehr anzuschauen. Besonders interessant, wenn auch sehr touristisch, ist der Stadtteil Camden Town. Es erinnert mich ein bisschen an Leipzig. Dort gibt es einen alten Pferdestall mit vielen rund angeordneten Pferde-Boxen. Diese werden heute als Marktstände genutzt, es gibt viel Vintage-Kleidung, besonderes Essen, Schmuck und Musik.

Außerdem waren wir in der Tate Gallery, einem riesigen Kunstmuseum mit unvorstellbar vielen Ausstellungsstücken. Und das Beste ist: In ganz Großbritannien sind die Museen kostenlos! Wir haben uns eine Ausstellung über Magischen Realismus angeschaut, die sehr gut war. An einem Abend haben wir noch die Uni meiner Freundin angeschaut, die tatsächlich eine eigene Bar hat, in der sich die Studierenden abends nach den Vorlesungen treffen. Mit Billiardtisch und allem Drum und Dran. Eine durchschnittliche Cafeteria oder Mensa kann mit sowas nicht mithalten. Man merkt einfach, dass in England mehr Geld in den Universitäten steckt, was natürlich auch an den unglaublich hohen Studiengebühren liegt.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Mar 26, 2019
Autor: Franca
Rubrik: studium
Mar 26, 2019