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Master live

Meine Zeit im Kloster

Nachdem meine Ferienzeit zuhause viel zu schnell vorüberging, war ich einige Tage im Gästehaus des Klosters Arenberg bei Koblenz zu Gast. Die Begegnung mit den Dominikanerinnen und den Angestellten im Gästehaus war sehr bereichernd für mich. Die Gastfreundschaft und Herzlichkeit durfte ich während meines gesamten Aufenthalts genießen.
Die Reaktionen in meinem Umfeld auf meine Ankündigung, für drei Tage ins Kloster zu gehen, fielen allerdings sehr unterschiedlich aus. Einige bestärkten mich darin, andere begegneten mir mit Unverständnis. Was möchte ich denn dort? Meine Antwort: zur Ruhe kommen. Da mein Privatleben und auch die Uni in den vergangenen Monaten sehr stressig, geradezu überladen waren, hatte meine Achtsamkeitspraxis sehr gelitten. Schon bevor ich ins Kloster ging, hatte ich mich in Achtsamkeit geübt und meditiert, es war allerdings zunehmend im Alltag untergegangen.
Im Kloster konnte ich mich wieder auf meine „innere Mitte“ besinnen. Dazu beigetragen hat auch die Atmosphäre. Ich weiß nicht wieso, aber sakrale Bauten jedweder Religion üben auf mich immer eine sehr beruhigende Wirkung aus. Meine Tage in Arenberg bestanden überwiegend aus Lesen, Malen, Spaziergängen im Klostergarten, Meditation und die Einnahme der Mahlzeiten im kleinen Speisesaal. Dort wurde schweigend gegessen – eine völlig neue Erfahrung für mich. Ich suchte die Einsamkeit und befasste mich vor allem mit mir selbst. Ich wollte innerlich zur Ruhe zu kommen und neues Vertrauen in meine Intuition schöpfen, die ich trotz akademischer Laufbahn wieder mehr in mein Leben integrieren möchte.

Master live

Transgender und Intersexualität

Als freie Journalistin habe ich schon über ganz verschiedene Themen berichtet – vom Strickwettbewerb über unsere Stadtentwicklung bis hin zu Zero Waste. Doch gerade erlebe ich zum ersten Mal, dass mir ein Thema richtig ans Herz geht. Für das Regionalmagazin, bei dem ich seit der ersten Ausgabe beschäftigt bin, schreibe ich momentan einen Artikel über Intersexualität und Transgender. Als meine Kollegin mich mit diesem Thema beauftragte, war ich sofort begeistert. Ich finde es spannend, wie sehr wir Menschen uns teilweise voneinander unterscheiden und wie wenig in den meisten Fällen darüber berichtet wird. In meinem Artikel sollte es um Menschen gehen, die sich im falschen Körper fühlen oder solche, die sich nicht eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zugehörig fühlen.
Nachdem ich mich gründlich eingelesen und verschiedene Dokus geschaut habe, ist mir klar geworden, wie häufig das vorkommt. Allein in Deutschland leben Schätzungen zufolge über 82.500 intersexuelle Menschen. Ich kann mir kaum vorstellen, mit welchen Schwierigkeiten sie in unserer Gesellschaft täglich zu kämpfen haben. Männer- oder Frauentoilette? Muskelshirt oder Sommerkleid? Langes Haar oder Buzzcut? Wie kann es überhaupt sein, dass man sich immer und überall entscheiden muss, nur weil wir männlich und weiblich von Äußerlichkeiten abhängig machen?
Durch meine Recherche ist mir klar geworden, dass ich froh sein kann, mit meiner angeborenen biologischen Identität gefühlsmäßig übereinzustimmen und zufrieden zu sein. Es machte mich traurig, zu erfahren, welch große Ablehnung manche gegenüber ihrem äußeren Ich empfinden. Und noch viel trauriger macht mich die Tatsache, dass manche die Existenz solcher Menschen einfach verleugnen. Meine Freundin und Mitbewohnerin beispielsweise meinte letztens, dass sie Gender Studies schwachsinnig fände, weil es nun einmal nur Männlein und Weiblein und nichts dazwischen gebe. Mir dagegen ist es sehr wichtig, jedem Menschen ohne Vorurteile zu begegnen und nicht bloß in Schwarz-Weiß-Mustern zu denken.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  09.04.2018
Autor: Noelle
Rubrik: studium
09.04.2018

Master live

Ferien in Deutschland und Brasilien

Inzwischen scheint es Ewigkeiten her zu sein, dass ich Prüfungen geschrieben habe – dabei ist gerade ein Monat vergangen. Nach den Prüfungen habe ich es erst einmal genossen, frei zu haben, mich mit Freunden zu treffen und auszuschlafen. Nach einer Woche Entspannung in Leipzig bin ich zu meinen Eltern gefahren. Dort habe ich Verwandte besucht und Bewerbungen geschrieben. Denn auch im Master Psychologie müssen wir insgesamt drei Monate Praktikum machen. Ich hatte die Qual der Wahl: Forschungspraktikum, Praktikum im Ausland, Praktikum in der Psychiatrie, Praktikum in einer sozialen Einrichtung ...
Da ich nicht alles machen kann, habe ich mich zunächst für ein klinisches Praktikum beworben und lasse mir noch offen, welche Richtung ich für mein zweites Praktikum einschlagen möchte. Gerade könnte ich mir hierfür gut vorstellen, ein längeres Erasmus-Forschungspraktikum in Italien zu machen und dort eventuell auch meine Masterarbeit zu schreiben. Auf meine Bewerbung habe ich bereits eine positive Rückmeldung erhalten und konnte einen Termin für ein Vorstellungsgespräch nach meinem Urlaub ausgemachen.
Entsprechend entspannt flog ich nach Brasilien. Wir haben eine wunderbare Woche in Rio de Janeiro verbracht. Wir genossen den Blick vom Zuckerhut (einem Berg), hörten Bossa Nova live, gingen in Ipanema an den Strand, tranken Kaffee im idyllischen Santa Teresa oder im berühmten, alt-ehrwürdigen Café Colombo und bewunderten die Pflanzen im botanischen Garten.
Allerdings hat es mich sehr nachdenklich gestimmt, wie ungleich in Rio das Geld verteilt ist. Ein Beispiel: Die Straßen und die U-Bahn schimmern vor Sauberkeit und Neuheit, die Fahrkarten sind aber so teuer, dass einige Leute auf der Straße schlafen, um zu ihrer Arbeit laufen zu können. Sie können es sich schlicht nicht leisten, nach Hause zu fahren. Das ist doch völlig absurd!

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  06.04.2018
Autor: Maja
Rubrik: studium
06.04.2018