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Master live

Endlich wieder Musik

Das vergangene Wochenende war fast gänzlich der Musik gewidmet. Am Montagabendging ich zu einer Probe mit Querflöte und Geige. Wir hatten uns zu dritt zusammengefunden, um bei einem festlichen Abendessen für ehrenamtliche Mitarbeiter in der Kinderbetreuung ein paar einfachere Stücke zum Besten zu geben. Um die Querflöte warmzuhalten, war ich außerdem Teil der Musikbegleitung am Sonntag im Gottesdienst. Und am Freitagabend war bei einem Lobpreisabend, bei dem gemeinsam geistliche Liedern gesungen wurden.
Die Proben für den Gottesdienst und den Auftritt bei dem Mitarbeiteressen haben unglaublich viel Spaß gemacht. Die Combo war auch einfach spitze: Als Leitung an der Gitarre und beim Gesang hatten wir eine sehr begabte Musikerin aus unserer Gemeinde in meinem Alter, an der Mandoline mein Mann, am Bass ein Freund und am Cajon seine witzige Frau. Ich beteiligte mich mit Flöte und Gesang. Nach den Auftritten gab es viel ermutigendes Lob und immer wieder die Frage, ob wir uns öfter in dieser Konstellation zusammenfinden werden. Und prompt fragte uns die Leiterin an der Gitarre, ob wir nicht in ihrer Band einsteigen wollen. Gesagt, getan: Jetzt steht schon der nächste Musiktermin für uns fest.
Das Wochenende hat mich zwar in meinem musikalischen Selbstbewusstsein gestärkt, aber auch ein wenig ausgelaugt. Der Uni-Alltag mit Vortragsvorbereitungen, der ersten Prüfung in Form eines Referats, einem Vorabtreffen für eine Exkursion nach Teneriffa und den Absprachen zu meiner Masterarbeit habe ich– auch dank einer aufkommenden Erkältung – daher nur mühsam überstanden.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Dec 6, 2016
Autor: Mia
Rubrik: studium
Dec 6, 2016

Master live

Hausarbeiten, die Zweite

Das Thema meiner zweiten Arbeit für das vorige Semester lautete praktische Philosophie. Es geht um die Frage, wie Güter zu verteilen sind. Konkreter: Sollten alle Güter gleichmäßig verteilt werden oder nicht? Mit Gütern sind nicht nur Waren gemeint, sondern alles, was verteilt werden kann und gleichzeitig erstrebenswert ist, etwa auch Rechte oder Privilegien. Wie immer in der Philosophie werden nun erst einmal Fragen aufgeworfen, bevor irgendetwas beantwortet werden kann. Zum Beispiel: Was ist Gerechtigkeit? Einige Philosophen der Moderne nehmen die Position der Gleichverteilung ein und sind überzeugt, dass Gerechtigkeit immer etwas mit Gleichheit zu tun hat. Dies nennt man Egalitarismus. Non-Egalitaristen vertreten jedoch die Auffassung, dass Gerechtigkeit sich nur auf die Anliegen der Einzelnen bezieht und man Einzelnen Gerechtigkeit zukommen lassen kann, ohne dabei auf andere zu schauen. Egalitaristen würden dem meines Erachtens entgegnen, dass menschliche Bedürfnisse theoretisch unersättlich sind. Daher könne eine Zuteilung sich nicht nur an den Ansprüchen der einzelnen Personen orientieren, sondern müsse auch beachten, was andere bekommen. Non-Egalitaristen wiederum meinen, dass menschliche Bedürfnisse erfüllbar sind und somit jedem einfach so viel gegeben werden sollte, wie er oder sie braucht. Um dies zu ermitteln, müsste man sich nicht an den anderen orientieren.
So viel zur praktischen Philosophie. Zum jetzigen neuen Semester habe ich wieder ganz andere Kurse belegt, nämlich in Sprachphilosophie, Wissenschaftstheorie, Erkenntnistheorie, Psychopathologie, Psychiatrie, Neuroethologie und Neuroinformatik. Hier spiegelt sich die Interdisziplinarität meines Masterprogrammes wider.

Frühere Beiträge von Lukas aus seinem Masterstudium sind über seine Übersichtsseite zu finden.

Autor: Lukas  |  Rubrik: studium  |  Dec 1, 2016
Autor: Lukas
Rubrik: studium
Dec 1, 2016

Master live

LeiPsych-Kongress

Im September dieses Jahres fand in Leipzig der 50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie statt. Mit dabei waren viele renommierte Referentinnen und Referenten, es gab spannende Vorträge zur aktuellen Forschung und interessante Podiumsdiskussionen zu psychologischen, aber auch gesellschaftlichen und sozialen Themen. Kongresspräsident war unser Sozialpsychologie-Professor Dr. Immo Fritsche. Uns Studierenden wurde angeboten, beim Kongress mitzuhelfen und dafür kostenlosen Eintritt zu erhalten. Diese Gelegenheit habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen.
Also habe ich an zwei von vier Tagen einen Hörsaal betreut, hierfür den Raum aufgeräumt, gelüftet und die Technik vorbereitet, die Vortragenden begrüßt, während der Vorträge geschaut, dass alles glatt geht und ich stand für Fragen zur Verfügung. Das hat Spaß gemacht und ich fand es interessant, mit den Referentinnen und Referenten ins Gespräch zu kommen und ein wenig hinter die Kulissen eines so großen Kongresses spähen zu dürfen.
Meine beiden freien Tage habe ich dafür genutzt, mir so viele Veranstaltungen anzusehen wie möglich. Unter anderem war ich bei einer spannenden Podiumsdiskussion über Polarisierung und Radikalisierung in Deutschland, bei der es um eine sozialpsychologische Perspektive auf das Erstarken des Rechtspopulismus in der aktuellen Zeit ging. Eine andere interessante Vortragsreihe handelte von Geschlechterrollen und inwiefern Objektifizierung von Menschen (wenn einer Person, meist Frauen, ihre Würde abgesprochen wird, indem sie eher als Ding denn als Subjekt wahrgenommen wird) erniedrigende Handlungen auslösen. Ein anderes Thema, das mich seit Jahren interessiert, ist die Umweltpsychologie. Auch dazu gab es beim Kongress viele Veranstaltungen. Ich habe mir Vorträge darüber angehört, welche Anreize Menschen dazu bringen, umweltfreundliches Verhalten zu zeigen. Zum Beispiel gab es eine Studie dazu, welche Art von Recycling-Angeboten die Menschen am meisten motiviert, ihren Elektroschrott abzugeben. Das war alles in allem eine ereignisreiche und lehrreiche Woche!

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Nov 29, 2016
Autor: Franca
Rubrik: studium
Nov 29, 2016