Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Master live

Jahrein, jahraus

An mir zieht die Landschaft der fränkischen Schweiz vorbei. Ich fahre die Strecke zwischen Bayreuth und Nürnberg nun schon seit drei Jahren. Die Farben, in die der Herbst die Blätter taucht, empfinde ich in diesem Jahr als besonders feurig, auch wenn es doch immer wieder das Gleiche ist. Jedes Jahr im Herbst erstelle ich mir einen Stundenplan und versuche, mich wieder für die Uni zu organisieren. Da macht dieser Herbst auch keine Ausnahme.
Die erste Vorlesungswoche lief, trotz erheblicher Bedenken meinerseits, gut. Ich startete in an einem Dienstagmorgen um 5.30 Uhr. In diesem Semester probiere ich nämlich aus, wie das so ist, wenn ich gleich die erste Vorlesung besuche. Ich finde es zwar etwas unmenschlich, so früh aufzustehen, aber der volle Bus schon vor 7 Uhr verrät mir, dass das nicht ungewöhnlich ist. Außerdem genoss ich die Ruhe am Morgen und konnte auf der Zugfahrt genüsslich ein frisches Croissant verspeisen, während um mich die die Landschaft ganz allmählich heller wurde.
Ich mache in diesem Semester noch einen Anlauf in meinem Zusatzstudium in Umweltrecht, und hoffe, dass ich dieses Mal die Klausur zum Öffentlichen Recht meistere. Die erste Propädeutische Übung, also eine vor dem Semester, machte mir daHoffnung, denn ich habe zum ersten Mal kapiert, was zum Beispiel mit dem Gutachterstil gemeint ist. Im Gutachterstil ist nämlich der Fall zu lösen, der uns in der Klausur gestellt wird. Die neue Lehrkraft scheint mir die Juristerei verständlicher machen zu können. Ich hoffe das geht so weiter.
Ansonsten gibt es schon wieder einige Unklarheiten über meine Veranstaltungen im Modulhandbuch. Leider ist die Studiengangsbetreuerin so dermaßen im Stress, dass mir nach einem nur fünfminütigem Gespräch mit ihr vieles noch unverständlicher ist als vorher. Also musste ich einen Antrag an den Prüfungsausschuss stellen und mir wird hoffentlich schnell gesagt, ob ich meine Veranstaltungen so wie angedacht anrechnen lassen kann. Bestanden werden müssen sie ja überdies auch noch. Mich stresst diese Unklarheit und leider hat sich das in zehn Semestern auch nicht geändert.

Frühere Beiträge von Mia aus dem Masterstudium sind auf ihrer Übersichtsseite zu finden.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Nov 21, 2016
Autor: Mia
Rubrik: studium
Nov 21, 2016

Master live

Anamnesegruppe

An der Uni Leipzig wird für Psychologie- und Medizinstudierende ein tolles Angebot bereitgestellt: die Anamnesegruppe. Unter einem Anamnesegespräch versteht man die professionelle Erfragung von medizinisch relevanten Informationen. Schon in früheren Semestern habe ich immer wieder darüber nachgedacht, an dieser Gruppe teilzunehmen und dieses Semester nehme ich mir endlich die Zeit dafür. Die Gruppe wird von Studierenden für Studierende angeboten und beinhaltet wöchentliche Treffen in Kleingruppen auf verschiedenen klinischen Stationen, etwa in der Psychiatrie, Gynäkologie oder Kardiologie. Über das Semester hinweg dürfen wir alle auf je einer Station ein anamnestisches Gespräch mit einem Patienten oder einer Patientin führen und dabei ausprobieren, welche Gesprächstechniken uns besser liegen. Lieber ganz frei und spontan oder streng nach Notizen? Wie wir das Gespräch führen, ist uns ganz selbst überlassen.
Das Besondere an der Gruppe ist, dass sie bei jedem Gespräch dabei ist und danach Feedback an die Gesprächsführenden geben kann. So können wir nach und nach an Ausdrucksweise, Körperhaltung, Wortwahl und auch an der Auswahl der abzufragenden Themen arbeiten und vor allem unseren eigenen Stil finden, mit dem wir uns wohl fühlen. Es geht nicht darum, das perfekte Gespräch zu führen und alles gleich beim ersten Mal richtig zu machen. Trotzdem habe ich ein mulmiges Gefühl im Bauch, wenn ich an das Herannahen meines ersten Gesprächstermins denke. Aber ich denke, je früher ich diese Erfahrung mache, desto besser, schließlich werde ich als Psychologin später wahrscheinlich häufig solche Gespräche führen und deswegen bin ich sehr froh darum, nicht allzu sehr ins kalte Wasser geschmissen zu werden.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Nov 21, 2016
Autor: Franca
Rubrik: studium
Nov 21, 2016

Master live

Wer bin ich?

Bevor ich loslege, von meinen bisherigen Erfahrungen im Studium zu berichten, möchte ich mich kurz vorstellen: Ich bin Franca, 24 Jahre alt und komme ursprünglich aus Hessen. Mittlerweile studiere ich im fünften Jahr Psychologie in Leipzig.
Nach meinen Abi habe ich 13 Monate in Mexiko gelebt und dort für eine Nichtregierungsorganisation gearbeitet. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern, deren Eltern wenig Geld verdienen, nach der Schule Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, Spiel, Sport und Spaß anzubieten. Zeitweise habe ich in Mexiko bei einer Gastfamilie, zeitweise in einer WG gewohnt. Ich bin mit dem Land gefühlsmäßig immer noch sehr stark verbunden, habe viel Kontakt mit Freunden und meiner Gastfamilie und war seit dem Freiwilligendienst noch zweimal zu Besuch.
Wenige Wochen nach der Rückkehr aus Mexiko bin ich nach Leipzig gezogen und habe dort den Bachelor in Psychologie angefangen. Zunächst musste ich viele Grundlagen lernen: Wie funktioniert das Gehirn, wie funktioniert psychologische Forschung und wie diagnostiziert man eine psychische Störung? Im fünften Semester habe ich ein fünfmonatiges Forschungspraktikum in Wales an der Universität Cardiff gemacht. Dort habe ich unter anderem die Daten für meine Bachelorarbeit erhoben, bei der ich mich mit dem Zusammenhang von Klimawandel und autoritärem Verhalten beschäftigt habe. Wegen des Auslandaufenthalts musste ich danach einige Module nachholen und hatte ziemlich viel Zeit, die ich für Italienisch- und Arabischkurse sowie Module im Bereich Ethnologie genutzt habe. Außerdem habe ich ein klinisches Praktikum in der forensischen Psychiatrie gemacht.
Seit Oktober studiere ich nun im Master und genieße sehr, dass ich nun Wahlmöglichkeiten habe und die Inhalte tiefer gehen und anwendungsbezogener sind. Ich habe sehr vielfältige Hobbys und Interessen, zum Beispiel interessiere ich mich sehr für nachhaltige Lebensstile, Postwachstums-Theorien, Antirassismus, ich gehe gerne bouldern, fahre Fahrrad und liebe Filme und Literatur! Aber davon mehr in meinen nächsten Beiträgen!

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Nov 10, 2016
Autor: Franca
Rubrik: studium
Nov 10, 2016