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Zwischen Schule & Beruf

Eine Alternative zum Medizinstudium?

Schon als Kind habe ich davon geträumt, Ärztin zu werden. Erst war Tierärztin mein Traumberuf, bis mir schmerzlich bewusst wurde, dass man dabei auch Tiere einschläfern muss. Doch den Wunsch, Ärztin zu werden, hatte ich sehr lange. Ich habe mich immer im medizinischen Bereich gesehen, was vielleicht darin liegt, dass meine Mama Krankenschwester ist. Leider hat es dann am N.c. gehakt und so habe ich den Traum, Medizin zu studieren, leider aufgeben müssen.
Aus der Not heraus entschied ich mich für ein sozialwissenschaftliches Studium, was ich aber schnell wieder abgebrochen habe. Da mir Medizin aber weiterhin nicht aus dem Kopf gehen wollte, entschied ich mich für die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten, in Vorbereitung auf das Medizinstudium – gewartet hatte ich ja schon ein paar Semester. Während der Ausbildung habe ich mich dann doch gegen ein Medizinstudium entschieden, da ich in dieser Zeit viele Eindrücke vom Arbeitsalltag einer Ärztin gewinnen konnte und das nicht das war, was ich wollte.
Und nun sitze ich hier, habe mein zweites Studium abgebrochen und überlege mir, eine Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin (OTA) anzufangen. Ich werde kein Medizinstudium schaffen, dafür bin ich nicht motiviert genug. Die Ausbildung zur OTA wäre vielleicht eine Alternative. Aber reicht mir das? Ich weiß es nicht.

 

Zwischen Schule & Studium

Einfach mal raus

Manchmal kommt man an den Punkt, wo man nicht mehr weiter weiß und einfach nur raus muss. Raus aus dem gewohnten Umfeld und dem Alltag.
Also, Rucksack packen und los geht's. Egal, ob es nur ein paar Tage oder mehrere Wochen sind – jeder braucht mal ein wenig Ablenkung und Zeit für sich selbst.
Dabei muss es gar kein aufregendes Reiseziel sein, manchmal reicht auch schon der Besuch bei einer Freundin in einer anderen Stadt, um sich abzulenken und abschalten zu können.
Was mir in den vergangenen Tagen und Wochen wieder einmal geholfen hat, war Yoga. Nicht nur, dass man sich dabei automatisch und zwangsläufig Zeit für sich nehmen muss, sondern man stärkt auch noch seinen Körper, fokussiert seine Gedanken und kann mal komplett runterfahren. Das ist unglaublich wichtig!
Und so habe ich meinen Rucksack inklusive Yogamatte gepackt und bin zu meiner besten Freundin gefahren, habe jeden Tag meine Yogaeinheit gemacht, mit Hunden gekuschelt und war lange an der frischen Luft spazieren. Das tat gut.
Und am liebsten würde ich dieses Jahr noch einmal ganz alleine irgendwohin, wo ich mit mir, meinen Gedanken und meiner Yogamatte ganz alleine bin. In die Wälder? In die Berge? Oder ans kalte Meer? Wer weiß, wohin mich meine Füße noch tragen werden. Aber egal wohin, ich werde dankbar dafür sein. Und dankbar dafür, dass ich gesund bin, dass ich das Privileg habe, reisen zu können und, dass ich tolle Menschen um mich habe, die mich immer wieder stützen und auffangen.

Zwischen Schule und Beruf

Oder vielleicht doch ins Ausland?

Und da ist er, der Gedanke, der lange in meinem Hinterkopf geschlummert hat, den ich aber bisher unterdrückt habe. Seit mein jüngerer Bruder ins Ausland gegangen ist, bin ich neidisch auf ihn. Ober besser gesagt, ich bewundere, dass er den Mut für diesen Schritt aufgebracht hat, den ich selbst nicht habe. Ich bin sehr stolz auf ihn, ich selbst habe mich aber nie solche Abenteuer erleben sehen. Ich bin eher der Typ, der auf Sicherheit bedacht ist. Alles hinter sich lassen und sogar ein neues Land, eine neue Sprache und neue Menschen kennenlernen – das konnte ich mir bisher nicht vorstellen.
Doch seit einigen Wochen lässt mich dieser Gedanke nicht mehr los. Und wieder einmal bin ich dankbar für meine Freunde, die mich in dieser Hinsicht bestärken und ermutigen. Deshalb habe ich heute den Immatrikulationsantrag an der niederländischen Hochschule Windesheim in Zwolle für den Studiengang Global Project and Change Management eingereicht. Das kam selbst für mich überraschend und ich bin gespannt, wie sich mein Plan entwickeln wird.
Da stellen sich natürlich Fragen rund um Finanzierung, Wohnung, Leben, Umzug und Studentenleben. Die Internetseite der Universität leistet aber schon eine gute Starthilfe. Die Kosten scheinen allerdings recht hoch zu sein. Darüber sollte ich mir nun als Nächstes Gedanken machen.

 

Autor: Nina  |  Rubrik: orientieren  |  23.10.2018