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Befristete Arbeitsverträge als Chance für Berufseinsteiger

Befristung

Befristete Arbeitsverträge als Chance für Berufseinsteiger

Häufig werden befristete Arbeitsverträge dafür kritisiert, dass sie Beschäftigten keine langfristige Sicherheit bieten. Eine Studie des Instituts für deutsche Wirtschaft (IW) belegt jetzt das Gegenteil. Für viele Berufsanfänger erleichtert demnach ein befristetes Beschäftigungsverhältnis den Einstieg in den Arbeitsmarkt.

Die Studie zeigt, dass rund 56 Prozent aller befristet Beschäftigten nach spätestens drei Jahren in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis wechselten. Personen, die sich eher auf eine befristete Stelle einließen, verdienten innerhalb von drei Jahren bis zu 32.000 Euro mehr als diejenigen, die auf eine unbefristete Stelle warteten. Aus diesen Gründen kritisiert der IW-Ökonom Holger Schäfer die Pläne der Bundesregierung, die Anzahl der befristeten Stellen in Unternehmen mit mehr als 75 Beschäftigten auf 2,5 Prozent zu beschränken und die Höchstdauer solcher Verträge auf 18 Monate zu verkürzen. Er fürchtet, dass Unternehmen dadurch eher auf andere Beschäftigungsformen zurückgreifen oder sogar davor zurückschrecken, Stellen zu besetzen. Das würde bedeuten, dass Arbeitssuchenden weniger Angebote zur Verfügung stünden und sie so länger arbeitslos blieben.

abi>> 11.03.2019