Große Verdienstunterschiede
Deutschland steht beim sogenannten Gender Pay Gap, der die Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen beschreibt, im europäischen Vergleich immer noch sehr schlecht da.
Der Gender Pay Gap bezeichnet den prozentualen Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Männern und Frauen. In Deutschland lag er 2008 laut statistischem Bundesamt bei 23,2 Prozent, das heißt, im Schnitt verdienen Frauen pro Stunde rund 23,2 Prozent weniger als Männer. Die Differenz ist somit deutlich höher als im europäischen Durchschnitt (18 Prozent). Schlechter als Deutschland sind noch Estland, die Tschechische Republik, Österreich und die Niederlande. Die Top-Länder sind Italien mit 4,9 Prozent, Slowenien mit 8,5 Prozent und Rumänien sowie Belgien mit jeweils 9,0 Prozent.
Der Gender Pay Gap ist allerdings ein allgemeiner Durchschnittswert, so dass sich mit diesen Zahlen keine Aussagen über den Unterschied in den Verdiensten von Männern und Frauen mit gleichem Beruf, vergleichbarer Tätigkeit und Bildungsabschluss machen lassen.
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Statistisches Bundesamt

