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Was hemmt die Integration am Arbeitsmarkt?

Geflüchtete

Was hemmt die Integration am Arbeitsmarkt?

Mangelnde Sprachkenntnisse, fehlende oder nicht verwertbare Qualifikationen und die Betreuung von Kindern und Angehörigen – das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) befragte 1.000 Beschäftigte in Agenturen für Arbeit und Jobcentern zu den Hürden, die Geflüchteten bei der Integration in den Arbeitsmarkt im Weg stehen.

Täglich unterstützen die Befragten und ihre Kollegen der Berufsberatung Geflüchtete darin, im deutschen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Aus dieser Zusammenarbeit heraus wissen die Berufsberater, wo es hakt. Neben der Sprache und fehlender Qualifikation können unter anderem der ungeklärte rechtliche Status, die Betreuung von Kindern und Angehörigen sowie kulturelle Unterschiede Hemmnisse für eine gute Integration am Arbeitsmarkt sein. Eine Herausforderung, insbesondere bei weiblichen Geflüchteten, sind etwa die noch stark traditionell geprägten Rollenvorstellungen.

Hierfür gilt es neue Ansätze der Beratung und Vermittlung zu entwickeln, finden die Befragten. Erste Priorität in ihrer Arbeit ist etwa, dass die Geflüchteten Deutsch lernen können – die Sprache ist unbedingte Voraussetzung dafür, Arbeit zu finden und berufliche Abschlüsse zu absolvieren. Die Einstellungsrate von Geflüchteten könnte aus Sicht der Berater zudem durch Eingliederungszuschüsse und Probearbeiten in Betrieben erhöht werden. Der Aufwand und die Investition in Maßnahmen für die Bildung der Geflüchteten würden sich langfristig gesamtwirtschaftlich lohnen, lautet das Fazit des IAB.

Mehr Infos

IAB-Kurzbericht – Online-Befragung (PDF)

www.doku.iab.de/kurzber/2018/kb2518.pdf

abi>> 20.11.2018