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Handwerksberufe leiden unter Image

Lehrlingsmangel­

Handwerksberufe leiden unter Image

Eine Ausbildung im Handwerk? Jugendliche entscheiden sich eher ge­gen diesen Weg, wenn sie der Meinung sind, damit nicht bei Familie und Freunden punkten können – selbst wenn sie Interesse an einem solchen Beruf hätten. Das fand das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) heraus.

Die Umfrage unter 1.700 Schülern ergab, dass die Anerkennung im sozialen Umfeld den größten Einfluss auf eine mögliche Berufswahl im Handwerk hat. Immer mehr Elternhäusern hätten selbst keine Verbindung zum Handwerk und erwarten von ihren Kindern das Abitur oder einen Hochschulabschluss, erklärt das BIBB. Die Folge: Viele Schulabgänger verlieren das Interesse an einer Berufsausbildung im Handwerk oder wissen über diese wenig. Doch selbst wenn Jugendliche sich über einen handwerklichen Beruf informiert haben und ihn interessant finden, wiegt die Sorge schwerer, dass dieser sozial weniger anerkannt ist wie etwa ein Studium.

Für das Handwerk stellt dieser Umstand ein großes Problem dar, blieb 2017 doch bundesweit jeder fünfte Ausbildungsplatz in diesem Berufsfeld unbesetzt. Um dem entgegenzuwirken müssen laut BIBB einerseits die Ausbildungen attraktiver gestaltet werden, etwa durch Vergünstigungen während und Aufstiegsmöglichkeiten nach der Ausbildung. Andererseits könnten Ausbildungsbotschafter an Schulen und im Internet über die Tätigkeiten und Chancen im Handwerk aufklären.

abi>> 23.10.2018