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Frauen verdienen bis zu 21 Prozent weniger

Chancengleichheit

Frauen verdienen bis zu 21 Prozent weniger

Gehören Chancenungleichheiten im Beruf wirklich der Vergangenheit an? Nein, warnt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Frauen seien besonders in Sachen Lohn und Aufstiegsmöglichkeiten weiter im Hintertreffen.

Das wachsende Angebot an betrieblicher Förderung hat nur im Niedriglohnbereich für ein Annähern der Chancen von Männern und Frauen beigetragen. Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge lag der durchschnittliche Bruttostundenlohn von Frauen im Jahr 2016 immer noch um knapp 21 Prozent unter dem der Männer. Selbst bei gleicher Qualifikation, im gleichen Beruf, im gleichen Betrieb verdienen Frauen dem IAB zufolge bis zu zwölf Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Warum ist das so? Aufgrund der hohen Anzahl von Männern in der Führungsebene wird Frauen eine oft geringere Produktivität zugeschrieben. Dies führt wiederum dazu, dass vorwiegend Männer in höheren Positionen eingesetzt werden und die Aufstiegschancen für Frauen sinken. Weiterhin ist das Einstiegsgehalt von Frauen oft niedriger als das von Männern, was zusammen mit den geringen Aufstiegschancen gezwungenermaßen dazu führt, dass sie im niedrigen Lohnbereichen verbleiben, resümiert das IAB.

abi>> 13.08.2018

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