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Ranking zeigt Mangel an politischer Bildung im Schulunterricht

Bildung

Ranking zeigt Mangel an politischer Bildung im Schulunterricht

Sozialwissenschaftler der Universität Bielefeld haben für das Jahr 2018 ein bundesweites Ranking über den Anteil politischer Bildung in den Stundenplänen deutscher Schulen erstellt. Darin wird deutlich, dass Fächer wie Sozialkunde oder Politik-Wirtschaft verhältnismäßig schwach vertreten sind.

Das Bundesland mit dem größten Anteil an politischer Bildung im Gymnasialunterricht war im Jahr 2018 Hessen mit 4,4 Prozent. Bayern wies mit 0,5 Prozent den niedrigsten Wert auf.

In der Untersuchung wurde von den Wissenschaftlern der Universität Bielefeld erstmals auch das Verhältnis von politischer Bildung zu anderen Fächern ermittelt. Dabei kam heraus, dass in vielen Bundesländern ein starkes Übergewicht von Geschichte und Geografie gegenüber politisch bildender Fächer, wie Sozialkunde oder Politik-Wirtschaft herrscht. Dies ist etwa in den Bundesländern Bayern und Thüringen der Fall, die das Schlusslicht des Rankings bilden. Nur sechs Prozent der Schulen in Bayern und 12 Prozent der Schulen in Thüringen bieten ein gleiches Verhältnis von Geschichte, Geographie und dem Leitfach der Politischen Bildung. Landesweit halten sich die Gesellschaftswissenschaften nur in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein die Waage. Einen Ausbau der Politischen Bildung sehen Berlin, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Nordrhein-Westfalen vor. 

Mehr Infos

Universität Bielefeld

ekvv.uni-bielefeld.de

abi>> 25.04.2019