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Eignungstests statt Abinote?

Studienzulassung

Eignungstests statt Abinote?

Studiengangspezifische Eignungstests sind aus Sicht der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGP) das einzig faire und transparente Auswahlkriterium für zulassungsbeschränkte Studiengänge. Der Verband stützt sich dabei auf eine aktuelle Studie, die bisherige Auswahlkriterien infrage stellt.

Sind Studiengänge zulassungsbeschränkt, wird meist die durchschnittliche Abiturnote als Kriterium herangezogen, um die wenigen Plätze auf die vielen Bewerber zu verteilen. Gerade im Fall der Humanmedizin wurde diese Praxis Anfang des Jahres vom Bundesverfassungsgericht angemahnt. Mindestens ein weiteres Auswahlkriterium solle herangezogen werden, hieß es.

Doch eine Studie von Psychologen der Uni Mannheim zeigt nun: Weder Einzelnoten noch Praktikumsnachweise sind gute zusätzliche Indikatoren. Zugrunde lagen Zulassungsdaten von mehr als 10.000 Studieninteressenten sowie Daten von 300 Psychologiestudierenden, deren Studienerfolg über die Note der ersten Statistikklausur, der Bachelornote sowie der Studiendauer bemessen wurde.

Fazit: Weder Abinote, Einzelnoten noch praktische Erfahrungen seien verlässliche Indikatoren. Die DGP empfiehlt daher die Entwicklung von studiengangspezifischen Eignungstests, die faire und leistungsbezogene Kriterien verwenden. Außerdem werde das Bewerbungsverfahren so transparenter.

Mehr Infos

Pressemitteilung der DGP

www.dgps.de/index.php?id=143&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1876&cHash=8027dce63e444cb9bccb015fabdfbb0b

Originalstudie „Zur prognostischen Güte von Zulassungskriterien im Psychologiestudium für Studienerfolgsindikatoren“

www.econtent.hogrefe.com/doi/abs/10.1026/0033-3042/a000383?journalCode=pru

abi>> 05.09.2018

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