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Geflüchtete auf dem Weg ins Studium

Hochschulzugang

Geflüchtete auf dem Weg ins Studium

Jeder Dritte nach Deutschland Geflüchtete verfügt über einen weiterführenden Schulabschluss, jeder Fünfte hatte in seinem Heimatland sogar bereits studiert. Für den Weg an eine deutsche Hochschule ist aber Beratung gefragt. Das Forschungsprojekt WeGe gibt nun erste Einsichten in den Erfolg studienvorbereitender Maßnahmen an deutschen Hochschulen.

Geflüchtete durchlaufen unabhängig vom Status ihres Asylverfahrens einen besonderen Bewerbungsprozess an deutschen Hochschulen, bei dem ihre Hochschulzugangsberechtigung und Deutschkenntnisse überprüft werden. Mehr als Hälfte der studieninteressierten Geflüchteten, die sich zwischen März 2016 und Juni 2017 bewarben, erhielten daraufhin einen direkten Hochschulzugang. Zwölf Prozent mussten vor der Zulassung zunächst eine Feststellungsprüfung ablegen.

Trotzdem bleibt es für viele Geflüchtete ein steingier Weg ins Studium. Vor allem beim Erwerb der nötigen Sprachkenntnisse sind sie stark auf Eigeninitiative angewiesen und sehen sich durch die Sprachbarriere und Diskriminierungen außerhalb der Vorbereitungskurse sozial isoliert, betont das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), das das Projekt WeGe leitet. Auch bestehen institutionelle Herausforderungen, zum Beispiel Qualitätsmängel bei Integrations- oder Deutschkursen, Undurchsichtigkeit der Bewerbungsverfahren und dem Bildungssystem an deutschen Hochschulen sowie Finanzierungslücken.

Mehr Infos

DZHW – Projekt WeGe (PDF)

www.dzhw.eu/pdf/pub_brief/dzhw_brief_05_2018.pdf#page=4

abi>> 10.09.2018

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