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Lotsen im Dickicht der Berufsmöglichkeiten

Junger Mann informiert eine junge Frau über verschiedene Berufe.
Gespräche bei der Berufsberatung bringen oftmals verborgene Talente zum Vorschein und machen auf interessante Berufsfelder aufmerksam.
Foto: Julien Fertl

So unterstützt die Berufsberatung: Hintergrund

Lotsen im Dickicht der Berufsmöglichkeiten

Was soll ich bloß werden? Die vielen Optionen, die sich nach dem Abitur bieten, erschweren die Entscheidung. Doch auch bei konkreten Plänen sind oftmals noch Fragen offen. Bei all diesen Anliegen hilft die Berufsberatung in den örtlichen Agenturen für Arbeit weiter.

Auch Oliver Steinbach nutzte dieses Angebot. Der 18-Jährige besucht die zwölfte Klasse eines Gymnasiums, steht also kurz vor dem Abitur. „Danach möchte ich eine Ausbildung zum Landwirt beginnen – am liebsten in meiner Heimat Mecklenburg-Vorpommern“, erzählt er. Um sich über verschiedene Möglichkeiten zu informieren, wendete er sich an die Agentur für Arbeit Schwerin. Dort hatte er einen Termin mit Petra Lange-Peter. Ihr berichtete er unter anderem, dass er schon seit über drei Jahren neben der Schule in der Landwirtschaft arbeitet und sich mit Fachliteratur weiterbildet. Beide gingen dennoch gemeinsam der Frage nach, ob die Berufswahl für ihn tatsächlich die richtige ist – was sich bestätigte. „Das Gespräch war toll und half mir, meinen Berufswunsch zu festigen“, fasst der Oberstufenschüler zusammen.

Ein Porträt-Foto von Oliver Steinbach

Oliver Steinbach

Foto: privat

Die Berufsberaterin nannte ihm passende Firmen, die freie Ausbildungsplätze gemeldet hatten. „Bei diesen Unternehmen habe ich mich beworben“, sagt Oliver Steinbach. Bereits vier Tage später hat er eine Zusage erhalten: „Jetzt habe ich einen Ausbildungsplatz in einem der größten landwirtschaftlichen Unternehmen in Heimatnähe. Ich kann nur jedem empfehlen, einen Gesprächstermin bei der Berufsberatung zu vereinbaren.“

Schritt für Schritt zum (Berufs-)Ziel

Berufsberater verstehen sich gewissermaßen als Lotsen: „Wir unterstützen Schüler in persönlichen Gesprächen dabei, die passende Lösung für sich zu finden“, erklärt Mirja Weisweber vom Team Akademische Berufe bei der Agentur für Arbeit Hannover.

Weiß jemand noch nicht, was er machen möchte, erfolgt die berufliche Orientierung Schritt für Schritt gemeinsam: Wie ist der derzeitige Stand in Sachen Berufsorientierung? Gibt es irgendwelche Ideen oder Erfahrungen zum Beispiel in Form von Praktika? Dabei bestimmt die oder der Jugendliche, was besprochen werden soll. „In solchen Situationen könnte es etwa darauf hinauslaufen, individuelle Interessen und Fähigkeiten intensiver zu beleuchten“, sagt die Berufsberaterin. „Ergänzend dazu können Interessen- und Fähigkeitstests über unseren Berufspsychologischen Service durchgeführt werden.“

Studium oder Ausbildung?

Ein Porträt-Foto von Mirja Weisweber

Mirja Weisweber

Foto: privat

Kommt jemand mit konkreteren Vorstellungen wie „Ich interessiere mich für ein (duales) Studium“, hakt sie ebenfalls zunächst nach, mit welchem Ziel die Beratung aufgesucht wurde und wo die Person aktuell steht. „Oft haben Ratsuchende sich schon mit Möglichkeiten auseinandergesetzt.“

Das weitere Gespräch entwickelt sich je nach Anliegen. „Es kann etwa um die Unterschiede zwischen regulärem und dualem Studium gehen oder um das jeweilige Bewerbungsverfahren.“ Bei einem dualen Studium unterstützen die Berufsberater bei der Suche nach kooperierenden Betrieben. Bei einem regulären Studium kann die Frage, ob eine Universität oder eine Fachhochschule besser passt, zentral sein. „In der Beratung werden Möglichkeiten und Wege transparent gemacht“, fasst Mirja Weisweber zusammen.

Ähnlich geht sie vor, wenn sich jemand für eine Ausbildung interessiert – hier können unter anderem die Unterschiede zwischen einer dualen und einer rein schulischen Ausbildung Thema sein. „Die Vermittlung von Ausbildungsstellen gehört zu unseren wichtigen Aufgaben“, ergänzt Mirja Weisweber.

Ganz gleich in welcher Phase sich der Ratsuchende befindet – es wird immer gemeinsam nach einer Lösung gesucht und gezeigt, wo sich verlässliche Informationen finden lassen. Über allem steht das Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. So sind auch die Tests der Bundesagentur für Arbeit zu verstehen: Der Test zur „Selbsteinschätzung studienrelevanter Personmerkmale“ (SSP) – ein Test zur Überprüfung der Studierfähigkeit – sowie „Studienfeldbezogene Beratungstests“ (SFBT) zu sechs Studienfeldern können im Rahmen der Berufsberatung durchgeführt werden.

Der Weg zur Berufsberatung

Wer einen Termin mit der Berufsberatung vereinbaren möchte, hat verschiedene Möglichkeiten. Ein Beratungsgespräch dauert je nach Besprechungsbedarf bis zu 60 Minuten. Die Beratung ist neutral und kostenfrei und richtet sich auch an junge Leute mit Behinderung oder chronischer Erkrankung. Darüber hinaus besuchen Berufsberater Schulen und halten Vorträge zu studien- und berufswahlrelevanten Themen.

Weitere Informationen liefert das Merkblatt 11 „Angebote der Berufsberatung für Jugendliche und junge Erwachsene“.

Weitere Informationen

abi>> Infomappen

Willst du wissen, welche Studienberufe es gibt? Dann schau mal in die abi>> Infomappen in deinem Berufsinformationszentrum (BiZ). Den Online-Katalog zur Auswahl interessanter Mappen gibt es unter www.biz-medien.de/abi.

abi>> Film „Bei der Berufsberatung“

www.abi.de/interaktiv/video.htm?id=102&zg=schueler

Bundesagentur für Arbeit

www.arbeitsagentur.de

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild.
www.berufenet.arbeitsagentur.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Stiftung für Hochschulzulassung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „Finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen.

www.studienwahl.de

Hochschulkompass

Informationen über deutsche Hochschulen, deren Studienangebote, Ansprechpartner und internationale Kooperationen.
www.hochschulkompass.de

KURSNET

Portal für Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du insbesondere nach schulischen Berufsausbildungen suchen.
www.kursnet.arbeitsagentur.de

AusbildungPlus

Die Plattform des Bundesinstituts für Berufsbildung bietet einen Überblick über duale Studiengänge und Ausbildungsangebote mit Zusatzqualifikationen.
www.ausbildungplus.de

abi>> 03.04.2017