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Online zur richtigen Wahl

Gruppe von Studenten sitzt zusammen.
Gar nicht so leicht, sich für einen Beruf zu entscheiden: Gespräche mit Freunden können helfen.
Foto: Ria Kipfmüller

Erfahrungsberichte

Online zur richtigen Wahl

BERUFENET, BORAKEL & Co.: Wir haben junge Menschen gefragt, auf welchem Wege sie ihrer Studien- und Berufswahl im Netz näher gekommen sind.

Charlotte Bodenmüller (19) macht einen Europäischen Freiwilligendienst (EFD) beim Ökostromnetzwerk EKOenergie in Helsinki. Danach will sie Mathe studieren.

Ein Porträt-Foto von Charlotte Bogenmüller

Charlotte Bodenmüller

Foto: Privat

„Ich konnte mich schon immer für Mathe begeistern: Logisches Denken fasziniert mich. Sehr hilfreich fand ich den Studienführer „Studien- und Berufswahl“, den ich an der Schule bekommen habe; die Inhalte sind auch online auf www.studienwahl.de zu finden. Außerdem habe ich im Studienführer der Wochenzeitung DIE ZEIT und im abi>> Magazin geschmökert, das ich auch aus der Schule kenne. Über BERUFENET habe ich mich über den Ablauf des Mathematik-Studiums informiert und mir die Berufsaussichten angeschaut.

Was mir dort wie auch an den Erfahrungsberichten auf abi>> gefallen hat: Sie haben gezeigt, dass man mit einem Mathestudium in vielen Bereichen tätig werden kann. Das hat mich überzeugt. Auch wurde oft erwähnt, dass das Studium sehr abstrakt und anders sei und sich vom Unterricht in der Schule unterscheide. Auch dass man viel Zeit investieren müsse, war zu lesen. Gut zu wissen, worauf man sich einlässt. Das Online-Beratungstool BORAKEL war für mich nicht so hilfreich, weil mir das Ergebnis nicht neu war. Ich denke, der Test ist sinnvoll, wenn man sich seiner Fähigkeiten nicht so bewusst ist. Sehr wichtig waren mir Gespräche mit Familie und Freunden – auch dabei bekommt man neue Denkanstöße.“

Katharina Wetzel (19) studiert im zweiten Semester BWL-Handel an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW):

Ein Porträt-Foto von Katharina Wetzel

Katharina Wetzel

Foto: Privat

„In der elften Klasse hat eine Berufsberaterin einer Agentur für Arbeit das zweitätige Seminar BEST im Berufsinformationszentrum (BiZ) abgehalten. Dort haben wir unter anderem den Test was-studiere-ich gemacht, bei dem unsere Interessen und Fähigkeiten abgefragt wurden. Zunächst wollte ich eine Ausbildung machen und habe mir auf BERUFE.TV Filme von kaufmännischen Berufen angeschaut. Den Beruf Automobilkauffrau fand ich interessant. Bei einem Praktikum bei VW konnte ich dann weitere Eindrücke sammeln. Danach absolvierte ich noch ein Praktikum bei der Deutschen Post, bei dem ich zum ersten Mal auf die Möglichkeit, ein duales Studium zu absolvieren, aufmerksam geworden bin. Daraufhin habe ich nach verschiedenen dualen Studiengängen zum Thema Automobilhandel recherchiert, unter anderem direkt auf den Seiten der DHBW Mannheim. Im Portal BERUFENET habe ich außerdem unter dem Stichwort Wirtschaftswissenschaften gesucht, welche beruflichen Perspektiven ich mit einem BWL-Studium hätte.

Im Seminar im BiZ interessierten sich auch andere Teilnehmer für ein duales Studium, da konnten wir uns gut austauschen. Schließlich habe ich mich für den Bachelor der Fachrichtung Handel bei OBI entschieden, da ich handwerklich interessiert bin, mich mit dieser Branche sehr gut identifizieren kann und auf jeden Fall ein Handelsstudium abschließen wollte. Bereits in der elften Klasse habe ich mich bei Kooperationsbetrieben beworben – bei vielen endet die Bewerbungsfrist ein Jahr vor Studienbeginn. Wo noch Stellen frei waren, erfuhr ich über die Internetseite der DHBW beziehungsweise über die Webseiten der potenziellen Ausbildungsbetriebe. Ich habe viele Bewerbungen versendet und war bei mehreren Vorstellungsgesprächen. Jedes Mal habe ich etwas dazugelernt und wusste mit der Situation besser umzugehen.“

Philipp Deinlein (19) befindet sich im ersten Jahr seiner Ausbildung zum Fachinformatiker in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung bei der Nürnberger Firma veoTEC.

Ein Porträt-Foto von Philipp Deinlein

Philipp Deinlein

Foto: Privat

„In der zwölften Klasse, meinem letzten Schuljahr, habe ich mich intensiver mit der Frage beschäftigt, was ich nach dem Abi machen will. Meine Eltern gaben mir den Tipp, mich bei einer Agentur für Arbeit beraten zu lassen. Die Berufsberaterin hat mich nach meinen Fähigkeiten, Stärken und Interessen gefragt. Informatik hat mir immer viel Spaß gemacht, in der neunten Klasse habe ich ein einwöchiges Praktikum in der IT-Abteilung einer Bank gemacht. Über BERUFENET erfuhr ich, dass es neben dem Informatik-Studium eine Ausbildung zum Fachinformatiker mit zwei Schwerpunkten gibt. Nachdem ich die Berufsbeschreibungen gelesen hatte, wusste ich, dass mir der Bereich Anwendungsentwicklung mehr zusagt, da es dabei um Softwareprogrammierung geht. Ich habe mir auch Videos angeschaut, die den Beruf vorstellen, etwa auf BERUFE.TV. Da bekommt man einen guten Einblick. Zwar hätte ich auch studieren können, aber in der Ausbildung ist der Praxisbezug höher und danach kann ich mich immer noch für ein Studium einschreiben.

Nachdem ich bei der Beratung war, habe ich selbst nach freien Ausbildungsplätzen gesucht, unter anderem in der JOBBÖRSE. Über die Internetseiten der Unternehmen habe ich erfahren, was diese genau machen, das half beim Bewerben. Im Nachhinein muss ich sagen, es wäre besser gewesen, sich schon in der elften Klasse mit dem Thema Beruf und Ausbildung zu beschäftigen. So fielen die Bewerbungen und Vorstellungsgespräche genau in den Abistress. Außerdem waren viele Stellen bereits vergeben.“

abi>> 24.08.2015