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Freiwillig im Labor

Vier Jugendliche experimentieren.
Im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt führt Rabea Trammer Experimente mit Schulklassen durch.
Foto: André Deco

Bundesfreiwilligendienst

Freiwillig im Labor

Rabea Trammer hat mit 17 Jahren Abitur gemacht und wollte nicht direkt von der Schule an die Uni wechseln. Stattdessen entschied sie sich für ein Jahr Bundesfreiwilligendienst: Als Freiwillige betreut sie zurzeit Schüler beim Experimentieren im DLR_School_Lab des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln.

Steckbrief

Name: Rabea Trammer
Woher: nahe Köln
Alter: 18 Jahre
Abitur: 2014
Macht gerade: BFD im DLR_School_Lab
Und später: Möchte gerne Medizin studieren

„W enn mein Studium beginnt, möchte ich gerne von zu Hause ausziehen. Da ich aber schon mit 17 Jahren Abitur gemacht habe, wäre ich zum Semesterstart noch nicht volljährig gewesen, was vieles im Alltag erschwert hätte. Zudem wollte ich vor Studienbeginn unbedingt noch etwas anderes kennenlernen. Daher entschied ich mich für einen Freiwilligendienst in der Nähe meiner Heimat, sodass ich zunächst zu Hause wohnen bleiben konnte.

Ein Porträt-Foto von Rabea Trammer.

Rabea Trammer

Foto: Privat

Ich wollte etwas machen, das ich noch nicht kannte oder selbst erlebt hatte. Durch meinen Vater erfuhr ich vom DLR_School_Lab, das den naturwissenschaftlichen Nachwuchs fördert und fragte direkt nach. Ich hatte Glück, denn dort sollte gerade eine Stelle innerhalb des Bundesfreiwilligendienstes geschaffen werden und so habe ich sofort eine Bewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen dorthin geschickt. Kurz darauf wurde ich vom Leiter des Labors eingeladen, um es mir einen Tag anzuschauen und zu entscheiden, ob es das ist, was ich ein Jahr lang machen möchte. Es folgte ein kurzes Vorstellungsgespräch und die Zusage.

Seit Anfang September unterstütze ich nun das Schülerlabor und es macht mir riesigen Spaß. Vier bis fünf Mal pro Woche kommt eine Schulklasse zu uns. Ein Wissenschaftler hält für die Schüler zwischen der vierten und zwölften Klasse zuerst einen Vortrag, beispielsweise zum Thema Mensch und Weltraum. Danach führen die Schüler in Kleingruppen drei Experimente durch. Und hier komme ich ins Spiel: Neben den studentischen Hilfskräften, die im Labor arbeiten, darf auch ich die Experimentierrunden begleiten.

Schüler beim Experimentieren unterstützen

Ich betreue beispielsweise das Experiment zur Kreislaufphysiologie. Darin untersuche ich mit den Schülern, wie das Kreislaufsystem des Menschen auf Flüssigkeitsverschiebungen und Druckänderungen reagiert. In einem anderen Experiment zur Gravitationsbiologie bearbeiten wir die Frage, ob eine Zelle die Schwerkraft wahrnehmen kann und sich an dieser orientiert. Außerdem darf ich selbst ein neues Experiment zur Muskelphysiologie entwickeln.

Für meinen Einsatz bekomme ich insgesamt 396 Euro pro Monat. Dieser Beitrag setzt sich aus Verpflegungs- und Taschengeld zusammen. Die Vergütung ist natürlich nicht der Grund, warum ich mich für den BFD entschieden habe. Ich kann mich für die Themen hier begeistern und finde es vor allem toll, Schülern diese spannenden Inhalte zu vermitteln. Deshalb würde ich später gerne neben dem Studium weiter hier arbeiten. Auch meine eigene Studienwahl hat sich durch meinen BFD geändert. Während ich nach der Schule noch Biologie und Sport auf Lehramt studieren wollte, möchte ich nun lieber Medizin studieren. Im Wintersemester soll es losgehen.“

abi>> 05.04.2017