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Grüne Räume gestalten

Frau arbeitet unter einem Baum an einem Notebook.
Ist ein "grüner Studiengang" das Richtige für mich? Ein FÖJ kann bei dieser Frage helfen.
Foto: Martin Rehm

FÖJ – Erfahrungsbericht

Grüne Räume gestalten

In ihrem Freiwilligen Ökologischen Jahr möchte Aisha Salih herausfinden, ob ein Beruf im Bereich Natur- und Umweltschutz wirklich zu ihr passt. Im Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main gewinnt die 19-Jährige einen ersten Einblick in die Planung von städtischem Grün.

Name: Aisha Salih
Alter: 19
Wohnort: Frankfurt am Main
Macht gerade: FSJ beim Umweltamt Frankfurt am Main
Und später: Studium im Bereich Umweltschutz

„In der Oberstufe war ich mir schon sicher, dass ich etwas im Bereich Natur- und Umweltschutz machen möchte. Aber nach dem Abitur wollte ich nicht direkt studieren, sondern erst einmal in die Berufswelt reinschnuppern.

Zum Glück habe ich rechtzeitig vom FÖJ erfahren, denn am 1. April war Bewerbungsschluss für die Info- und Kontaktbörse in Hessen. Danach hat man zwar noch die Möglichkeit, sich zu bewerben, aber die Chancen einen Platz zu bekommen, stehen dann etwas schlechter. Zumindest beim Träger Naturschutzzentrum Hessen, bei dem ich mich beworben habe.

Aktiv für den Naturschutz

Ein Porträt-Foto von Aisha Salih

Aisha Salih

Foto: privat

Seit einem halben Jahr bin ich nun im Planungsteam Umwelt der Stadt Frankfurt am Main. Dort betreuen wir einen 80 Quadratkilometer großen Umkreis mit Wald, Streuobstwiesen, Parks und landwirtschaftlichen Flächen.

Ich bekomme sowohl Einblicke in politische als auch in planerische Prozesse: Wie werden grüne Räume gestaltet und wie funktioniert die Verwaltung dahinter? Wie können Menschen Naturerfahrung machen, ohne dass der Naturschutz darunter leidet? Es gibt viele Projekte, die sich mit diesen Fragen befassen. Ich formuliere Artikel für die Homepage der Stadt, fotografiere für die Dokumentation oder helfe bei der Organisation von Veranstaltungen mit. Manchmal gleiche ich auch Wanderrouten mit aktuellem Kartenmaterial ab oder helfe bei der Erstellung einer Freizeitkarte.

Als Bundessprecherin Menschen überzeugen

Eine Besonderheit beim FÖJ ist das basisdemokratische Sprechersystem. Das ist eine wirkungsvolle Kommunikationskette, in der wir zum einen unsere Interessen vertreten – etwa dass wir ähnlich wie Studierende eine Art Semesterticket für öffentliche Verkehrsmittel erhalten. Aktuell bin ich Bundessprecherin. Ich mag es einfach, andere Menschen zu überzeugen und mitzureißen.

Auch für mein kommendes Studium hat sich der Einsatz gelohnt: Ich habe viele Menschen kennengelernt – nicht nur Biologen, auch Landschaftsplaner oder Geografen. Ich weiß zwar noch nicht konkret, was ich studieren werde, aber auf jeden Fall habe ich eine Idee, in welchen Bereichen ich später arbeiten könnte.“

abi>> 10.04.2017