Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Trainieren mit den Besten

Fußballspielerin auf einem Rasenplatz
Auch in der Auszeit auf dem Platz: Fabian Müske entschied sich nach dem Abitur für ein Freiwilliges Soziales Jahr im Sport.
Foto: Martin Rehm

FSJ im Sport

Trainieren mit den Besten

Fabian Müske (19) absolvierte ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Sport beim Bayerischen Fußball-Verband. Dort unterstützte er ein Jahr lang die Frauen- und Mädchenfußball-Abteilung und war auch selbst häufig auf dem Fußballfeld im Einsatz.

Auf die Idee, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu absolvieren, kam Fabian Müske in seinem vorletzten Schuljahr. Eine ehemalige Freiwillige hielt an seiner Schule einen Vortrag über ihr FSJ im Sport. „Das fand ich sehr interessant und wusste direkt: Das ist auch das Richtige für mich“, berichtet der 19-Jährige. Er informierte sich, welche Träger in seiner Heimatstadt München ein FSJ anbieten und bewarb sich über das Bewerbungsportal für Freiwilligendienste der Bayerischen Sportjugend beim Bayerischen Fußball-Verband e.V. (BFV) und einigen Fußballvereinen.

Bereits kurze Zeit später erhielt er eine Einladung zum Vorstellungsgespräch beim BFV. „Dabei wurden mir die Einsatzbereiche vorgestellt, in denen Freiwillige mitarbeiten können.“ Eingesetzt wurde er schließlich in der Abteilung „Frauen- und Mädchenfußball“. „Da ich schon öfter weibliche Schulmannschaften betreut habe, habe ich einen Bezug zum Frauenfußball. Außerdem spielt meine kleine Schwester Fußball“, erzählt Fabian Müske, der selbst als Spieler und Trainer im Fußball aktiv ist.

Jede Menge Praxis

Ein Porträt-Foto von Fabian Müske

Fabian Müske

Foto: privat

Neben organisatorischen Aufgaben beinhaltete das FSJ, das insgesamt zwölf Monate dauerte und im Sommer 2017 begann, jede Menge Praxis. Regelmäßig begleitete er die Lehrgänge, die der Verband für die besten jugendlichen Spielerinnen aus bayerischen Fußballvereinen anbietet, um ihnen den Sprung in die Nachwuchsmannschaften der Profivereine zu ermöglichen. Teilweise durfte Fabian Müske hier sogar selbst als Torwart-Trainer teilnehmen. Zweimal pro Woche trainierte er außerdem mit den Schülern der Leistungssportklassen der Eliteschule des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Oberhaching. Die Trainererfahrung während des FSJ ist für ihn besonders wertvoll – und hat sich bereits ausgezahlt: „Auch nach dem FSJ bin ich weiterhin als Torwart-Trainer für die Bayernauswahl der Mädchen zuständig.“

Außerdem gründete und leitete er während des Freiwilligenjahres eine Fußball-AG in einer Grundschule. Darüber hinaus legte er Lehrgänge im System des Verbandes an, lud die Spielerinnen dazu ein und plante Veranstaltungen wie Jahresabschluss- und Mitarbeitertagungen. „Ich habe regelmäßig Präsentationen erstellt und täglich mit Programmen wie Excel und PowerPoint gearbeitet. Das hilft mir nun auch an der Uni weiter“, sagt der 19-Jährige, der mittlerweile Sportmanagement im zweiten Semester an der privaten Hochschule für Angewandtes Management in München/Ismaning studiert. Wenn er möchte, kann er sich das FSJ als Praxissemester, das der siebensemestrige Bachelorstudiengang vorsieht, anerkennen lassen.

Nützliches Wissen fürs Studium

„Vieles, was ich im FSJ gelernt habe, hilft mir jetzt im Studium: Im ersten Semester habe ich zum Beispiel das Modul ‚Organisation im Sport‘ belegt. Darin ging es um das Verbandswesen; also wie ein Verband oder Verein aufgebaut ist und wie er arbeitet. Im nächsten Semester folgt dann Vereins- und Verbandsrecht, worüber ich dank des FSJs ebenfalls schon einiges weiß.“
Fabian Müske kann sich gut vorstellen, nach dem Studium bei einem Sportverband oder -verein zu arbeiten. Doch nicht nur deshalb hat sich das Jahr für ihn gelohnt: „Ich habe viele Menschen kennengelernt und Kontakte geknüpft. Während der Seminare, die man als Freiwilliger belegt, traf ich auf viele FSJler aus anderen Sportvereinen.“ Sein Fazit: „Wenn man nicht gleich weiß, wie es nach der Schule weitergeht, ist ein FSJ eine gute Möglichkeit, die Zeit sinnvoll zu nutzen und sich zu orientieren.“

abi>> 07.05.2019