Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Dienst am Schreibtisch

Ein Mann und eine Frau in Uniform besprechen Unterlagen am Schreibtisch.
In der Verwaltung sowie im Personalmanagement der Bundeswehr ist man meist im Büro tätig.
Foto: Axel Jusseit

Freiwilliger Wehrdienst (FWD)

Dienst am Schreibtisch

Weil er noch nicht genau wusste, wohin sein Weg ihn führen sollte, hat sich Alexander Heister aus Köln nach dem Abitur für einen Freiwilligen Wehrdienst bei der Bundeswehr (FWD) entschieden. Dort gefällt es dem 20-Jährigen so gut, dass er seine Dienstzeit bereits verlängert hat.

Steckbrief

Name: Alexander Heister
Alter: 20 Jahre
Heimatort: Köln
Abitur: 2015
Leistungskurse: Sport, Deutsch
Macht gerade: FWD bei der Bundeswehr

 

Eine berufliche Laufbahn bei der Bundeswehr konnte sich Alexander Heister gut vorstellen. So zog er zum Beispiel ein Medizinstudium in Betracht. „Einen Freiwilligen Wehrdienst zu absolvieren, war für mich eine gute Möglichkeit, um zu sehen, wie es mir beim Bund gefällt“, erklärt der 20-Jährige. Daher bewarb er sich etwa ein Jahr vor seinem Schulabschluss für den Freiwilligen Wehrdienst. Daraufhin wurde er zu einem Beratungsgespräch im Karrierecenter der Bundeswehr in Köln eingeladen. Nachdem er im Bewerbungsverfahren unter anderem einen psychologischen Test sowie eine ärztliche Untersuchung durchlaufen hatte, bekam er die Zusage.

„Man wächst schnell zusammen“

Ein Porträtfoto von Alexander Heister

Alexander Heister

Foto: privat

Im Oktober 2015 begann seine dreimonatige allgemeine Grundausbildung in der Eifel. Innerhalb dieser Zeit wurden ihm die Grundlagen militärischer Fähigkeiten vermittelt. Dazu gehörten zum Beispiel Sport, Schieß- und Gefechtsübungen sowie das Erlernen militärischer Umgangsformen. Außerdem stand eine Wach- und Sanitätsausbildung auf dem Programm. Dass der Tagesablauf komplett durchstrukturiert war, war für den Rekruten kein Problem: „Da ich bereits während der Schulzeit viel gejobbt habe, war ich es gewohnt, mir meine Zeit einzuteilen. Auch das frühe Aufstehen machte mir nicht viel aus“, berichtet er. Während dieser Zeit teilte er sich mit vier Kameraden eine Stube im Mannschaftsquartier. „Das war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig“, räumt Alexander Heister ein. „Aber wenn man sich darauf einlässt, wächst man schnell zusammen.“

Bei minus 18 Grad auf dem Truppenübungsplatz

Nach der erfolgreich bestandenen Grundausbildung wechselte Alexander Heister zum Bundeswehrstandort in Delmenhorst in der Nähe von Bremen. Aus dieser Zeit ist ihm ein Erlebnis besonders im Gedächtnis geblieben: „Um 6 Uhr morgens sind wir auf dem Truppenübungsplatz gewesen. Es hatte minus 18 Grad und überall lag noch Schnee. Als wir auf einer Lichtung ankamen, ging gerade die Sonne auf“, erinnert er sich.

Nach weiteren sechs Monaten beantragte Alexander Heister eine Versetzung in Heimatnähe und wurde schließlich im Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw) in Köln stationiert: „Meine Hauptaufgabe besteht nun darin, organisatorische Vorgänge zu bearbeiten und zu verwalten. Zudem bin ich verantwortlich für die Durchführung der jährlichen Arbeitsschutzbelehrung sowie für die Planung und Steuerung von internen Veranstaltungen“, erklärt er. „Ich war überrascht, wie sehr mir die Arbeit im Büro gefällt. Das hätte ich mir früher nie vorstellen können.“ Toll findet er auch, dass er seine IT-Kenntnisse durch verschiedene Schulungen ausbauen konnte, zum Beispiel im Bereich Excel.

Positive Bilanz

Alexander Heister ist sehr froh, dass er sich für den Freiwilligen Wehrdienst entschieden hat. „Ich habe in meiner Zeit beim Bund sehr viel gelernt. Dabei bin ich immer wieder über mich hinaus gewachsen.“ Seine Bilanz fällt so positiv aus, dass er seinen 12-monatigen Wehrdienst bereits verlängert hat und noch bis mindestens Ende August 2017 bleiben will. Dass er sich damit auch zu eventuellen Auslandseinsätzen verpflichtet hat, ist ihm bewusst. Wie es danach für ihn weitergeht, steht noch nicht fest: „Mittlerweile weiß ich, dass ein Medizinstudium für mich nicht infrage kommt. Ich könnte mir aber gut vorstellen, als Zeitsoldat in der Verwaltung bei der Bundeswehr zu bleiben. Aber auch ein ziviles Studium schließe ich nicht aus.“

Mehr Infos

Freiwilliger Wehrdienst
www.bundeswehr.de > Ihre Karriere > Freiwilliger Wehrdienst (FWD)
www.bundeswehrkarriere.de/fuer-schueler

abi>> 24.03.2017

weitere beiträge

verwandte themen