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„Kein normaler Arbeitgeber“

Nahaufnahme einer Bundeswehruniform.
Im Einsatz für das Vaterland: Cedric Röders Interesse an der Bundeswehr bestätigte sich durch einen Freiwilligen Wehrdienst (FWD).
Foto: Christof Stache

Freiwilliger Wehrdienst (FWD)

„Kein normaler Arbeitgeber“

Ist eine Karriere bei der Bundeswehr das Richtige für mich? Um seinen späteren Berufswunsch abzusichern, entschied sich Cedric Röder (21) für einen Freiwilligen Wehrdienst (FWD) direkt nach dem Abitur.

Dass Cedric Röder später einmal für die Bundeswehr arbeiten möchte, stand für ihn bereits früh fest. „Auch mein Vater war Berufssoldat. Dadurch hatte ich schon immer einen starken Bezug zum Militär“, erzählt der heute 21-Jährige. Da er sich aber nicht direkt für die Offizierslaufbahn und damit für 13 Jahre verpflichten wollte, suchte er nach einer passenden Alternative. Über die Medienauftritte der Bundeswehr sowie verschiedene Messebesuche wurde er schließlich auf den Freiwilligen Wehrdienst (FWD) aufmerksam und vereinbarte einen Gesprächstermin bei einem Karriereberater der Bundeswehr.

Bereits knapp sechs Wochen nach dem Gespräch folgte die Einladung zum Eignungstest im Karrierecenter Stuttgart. Nachdem er unter anderem einen psychologischen Test sowie eine ärztliche Untersuchung durchlaufen hatte, bekam er die Zusage für eine FWD-Stelle beim Zentralen Sanitätsdienst und trat Anfang Oktober 2016 in der Kaserne in Bogen in Niederbayern an.

Lernen, Soldat zu sein

Ein Porträt-Foto von Cedric Röder

Cedric Röder

Foto: Michael Brauns

Während der dreimonatigen allgemeinen Grundausbildung vermittelt die Bundeswehr den angehenden Soldaten die Grundlagen militärischer Fähigkeiten, etwa militärische Umgangsformen, Funken sowie die Ausbildung an der Waffe. Zudem stand eine Sanitätsausbildung auf dem Programm. „Vor meinem Dienstantritt hatte ich die Vorstellung, rund um die Uhr durch den Dreck zu waten“, erzählt Cedric Röder. „Durch die vorgegebene Rahmendienstzeit von 5 bis 16.30 Uhr waren die Arbeitszeiten aber vergleichsweise angenehm.“

Besonders positiv in Erinnerung blieb ihm das sogenannte Biwak. Dabei geht es darum zu lernen, außerhalb von festen militärischen Einrichtungen zu leben und zu überleben. Fünf Tage lang lebte er mit seinen Kameraden in einem Lager im Wald und übte unter anderem verschiedene Patrouillen und Stellungen. „Hier hieß es, wirklich Soldat zu sein und den Ernstfall zu proben. Das hat mir am meisten Spaß gemacht.“

Dienst am Schreibtisch

Nach der erfolgreich bestandenen Grundausbildung wechselte Cedric Röder ans Bundeswehrkrankenhaus Ulm und arbeitete dort für weitere neun Monate im Personaldienst. „Ich war in einem Büro mit einem Hauptfeldwebel und einem Unteroffizier, die mich an ihre Arbeit heranführten“, erklärt er.

„Meine Aufgaben im Personalbüro erstreckten sich von Aktenbearbeitung über die Pflege von Personaldaten bis hin zur Bearbeitung von Anträgen und Formularen.“ Zusätzlich zum Büroalltag standen dem FWDler wie jedem Soldaten vier Stunden Sport pro Woche zu. „Auch wenn die Arbeit recht langweilig klingt, hat sie mir unglaublich viel für meine Zukunft gebracht. Mein dort erlangtes Wissen half mir dabei, mich in das Personalwesen der Bundeswehr einzufinden. So konnte ich meine Kameraden auch im Nachhinein bei Anträgen oder Fragen in diesem Bereich unterstützen.“

Wegweiser für das Berufsleben

An beiden Standorten bekam der Freiwillige eine Stube zum Wohnen und Schlafen zur Verfügung gestellt. Auch das Essen in der Truppenküche ist für FWDler umsonst. „Da man bereits im Freiwilligen Wehrdienst ein ordentliches Gehalt verdient, war darüber hinaus auch eine Unterstützung durch meine Eltern nicht notwendig. Zudem spart man sich beispielsweise die Kosten für das Fitnessstudio, da in jeder Kaserne ein eigener Fitnessraum zur Verfügung steht“, berichtet Cedric Röder von den finanziellen Vorzügen.

Inzwischen studiert er im zweiten Trimester an der Universität der Bundeswehr in München Bildungswissenschaften im Schwerpunkt Interkulturelle Medien und Erwachsenenbildung mit dem Ziel, Offizier beim Flugabwehrraketendienst der Luftwaffe zu werden. Zurückblickend war der Freiwillige Wehrdienst für ihn genau die richtige Wahl, die ihn in seiner Entscheidung bestärkt hat. „Ich kann jedem nur raten, das Ganze auszuprobieren, denn die Bundeswehr ist nun mal kein normaler Arbeitgeber“ – für Cedric Röder aber ist es genau der richtige.

Freiwilliger Wehrdienst

www.bundeswehrkarriere.de

abi>> 17.04.2019