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Zwei auf einen Streich

Ein Berg in Neuseeland
Weite Ebenen und hohe Berge: Neuseeland hat landschaftlich viel zu bieten.
Foto: Antonia Möller

Freiwilligendienst in Neuseeland

Zwei auf einen Streich

Dorothea Finzel (21) absolvierte gleich zwei Freiwilligendienste in Neuseeland – erst in einem Kinderheim, dann in einem Feriencamp.

Steckbrief

Name: Dorothea Finzel

Woher: Bayreuth

Alter: 21 Jahre

Abitur: 2013

Macht gerade: Studiert Gesundheitsökonomie

Direkt nach dem Abitur zu studieren kam für Dorothea Finzel nicht in Frage. „Ich wollte erst einmal die Welt erkunden und mich sozial engagieren“, berichtet die 21-Jährige. Egal, ob Südafrika, Neuseeland oder die Philippinen – für sie war vor allem wichtig, dass es ein englischsprachiges Land war.

Frühzeitig planen

Ein Porträt-Foto von Dorothea Finzel

Dorothea Finzel

Foto: Privat

Bereits ein Jahr vor ihren Abiturprüfungen begann sie mit der Recherche und stieß im Internet auf die Organisation „ICJA Freiwilligenaustausch weltweit“, die Freiwilligendienste auf der ganzen Welt anbietet. „Ende November reichte ich meine Bewerbung dort ein, im Januar wurde ich dann zu einem Auswahlwochenende nach Berlin eingeladen“, blickt sie zurück. Dort musste sie vor allem ihre Beweggründe und ihre Motivation für einen Freiwilligendienst erläutern. „Schließlich will die Organisation sicher gehen, dass man nicht mittendrin abbricht“, erklärt die 21-Jährige. Ein paar Wochen später erhielt sie die Zusage: Sie wurde für zwei Projekte in Neuseeland eingeteilt.

Erster Stopp: Kinderheim

Die erste Station ihres Freiwilligendienstes führte Dorothea Finzel in ein Kinderheim in der Nähe von Christchurch auf der Südinsel Neuseelands. Sechs Monate lang betreute sie dort die Kinder: Sie frühstückte mit ihnen, brachte sie zur Schule und spielte mit ihnen. Für die Arbeit wurde ihr die Unterkunft, Verpflegung sowie ein monatliches Taschengeld von 80 Dollar gestellt. „Ich musste 40 Stunden in der Woche arbeiten“, berichtet sie. Viel Zeit für Freizeitaktivitäten blieb an den Werktagen nicht und auch am Wochenende gestalteten sich Unternehmungen schwieriger als sie anfangs vermutet hatte. „Das Kinderheim liegt eine halbe Stunde von der nächsten Stadt entfernt in den Bergen. Eine Busverbindung gibt es nicht“, erklärt sie.

Da zwischen dem ersten und zweiten Projekt ein Monat lag, konnte sie in dieser Zeit zusammen mit anderen Freiwilligen das Land erkunden. „Die Natur ist atemberaubend und die Menschen dort sind unglaublich herzlich und offen“, erzählt Dorothea Finzel.

Rückkehr in die Berge

Die zweite Station ihres Freiwilligendienstes führte sie in ein Feriencamp nahe der Stadt Taupo auf der Nordinsel Neuseelands. Hier half sie vor allem in der Küche und im Garten mit. Ab und zu ging es mit den Gästen auch an eine Kletterwand oder zum „Flying Fox“, eine Stahlseilrutsche. „Im Nachhinein finde ich es etwas schade, dass ich relativ wenig mit den Gästen zu tun hatte“, stellt die 21-Jährige fest.

Dorothea Finzel ist froh mit einer Organisation ins Ausland gegangen zu sein. „Wenn man noch nicht so viel Auslandserfahrung hat, ist es gut einen direkten Ansprechpartner zu haben“, findet sie. Die Organisation kümmerte sich unter anderem darum, dass sie vom Flughafen zu ihrem ersten Projekt kam. Außerdem fanden vor und während ihres Freiwilligendienstes Seminare statt, in denen die Freiwilligen soziale und kulturelle Kompetenzen vermittelt bekamen. „Bei ICJA sind dreißig Seminartage Pflicht“, erzählt sie. „Das ist super, denn dadurch lernt man sehr schnell Gleichgesinnte kennen.“

Weitere Informationen

ICJA Freiwilligenaustausch weltweit
ICJA Freiwilligenaustausch weltweit ist eine gemeinnützige Organisation, die Freiwilligendienste weltweit anbietet. Weitere Informationen, auch zu den Kosten, findest du hier:
www.icja.de

abi>> 11.03.2016