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Mit wenig Geld ins Ausland

Ein Foto vom Eifelturm.
Zusammen mit anderen Sprachschülern erkundete Nele Flegel in ihrer Freizeit Paris.
Foto: Manuela Meier

Au-pair in Paris

Mit wenig Geld ins Ausland

Als Au-pair nach Paris: Ein Jahr lang lebte Nele Flegel (19) aus Hannover in einer französischen Gastfamilie, betreute deren Kinder und half im Haushalt mit. Als günstige Alternative zu anderen Auslandsprogrammen ist Au-pair ideal für alle, die Kinder mögen und Einblicke in das Alltagsleben in einem anderen Land bekommen möchten.

Steckbrief

Name: Nele Flegel

Woher: Nähe Hannover

Alter: 19 Jahre

Abitur: 2014

Leistungskurse: Französisch, Deutsch und Mathe

Studiert: Wirtschaftswissenschaften und Französisch

„D a ich noch nicht so richtig wusste, was ich eigentlich studieren soll, wollte ich nach dem Abi erstmal ins Ausland“, erzählt Nele Flegel. „Dabei habe ich zunächst die Alternativen abgewogen und bei Lehrern und Freunden nachgefragt. Schließlich entschied ich mich für Au-pair in Frankreich.“ Vor allem die günstigen Kosten eines Au-pair-Aufenthaltes und die Liebe zur französischen Sprache bestärkten die Abiturientin in ihrer Entscheidung.

Im Internet informierte sie sich, welche Organisationen Au-pair-Stellen vermitteln und bewarb sich direkt online. „Die Bewerbung war nicht kompliziert, aber ich habe zum Beispiel mehrere Nachweise gebraucht, dass ich Erfahrung im Umgang mit Kindern habe. Aus diesem Grund absolvierte ich vorab ein Praktikum in einer Kinderkrippe“, erinnert sich die 19-Jährige. Auch den Nachweis einer Auslandsreisekrankenversicherung sowie ein polizeiliches Führungszeugnis musste sie vorlegen.

„Das Bauchgefühl muss stimmen“

Ein Porträt-Foto von Nele Flegel

Nele Flegel

Foto: Privat

Die Zusage ließ nicht lange auf sich warten: Eine Familie aus Neles Wunschort Paris hatte Interesse daran, sie bei sich aufzunehmen. Einige E-Mails wurden ausgetauscht, Telefonate über Skype geführt. „Irgendwie hat mir die Familie aber nicht so ganz zugesagt“, blickt die Abiturientin zurück. „Glücklicherweise war das kein Problem. Die Organisation stellte schnell den Kontakt zu einer anderen Familie her. Das ist auch gleich eine ganz wichtige Empfehlung von mir an alle, die gerne einen Au-pair-Aufenthalt machen möchten. Wer sich nicht hundertprozentig sicher ist, dass die „Familie“ die richtige ist, sollte lieber nochmal wechseln. Das Bauchgefühl muss einfach stimmen!“

Schließlich entschied sich Nele Flegel für eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern im Alter von fünf und sieben Jahren. Die Anreise nach Paris musste sie selbst bezahlen, ansonsten hielt sich ihr finanzieller Aufwand im Rahmen. „Für meine Arbeit erhielt ich ein Taschengeld von 80 Euro in der Woche (Hinweis der Redaktion: Das Taschengeld variiert je nach Gastland). Damit kam ich ganz gut über die Runden. Essen und Unterkunft waren ja sowieso kostenlos. Das ist eben das Tolle am Au-pair, dass man mit wenig Geld viel Zeit in einem fremden Land verbringen kann.“

Offener, selbstbewusster und erwachsener

In der neuen Gastfamilie fühlte sie sich auf Anhieb sehr wohl. In der ersten Woche wurde sie von ihrer Au-pair-Vorgängerin eingearbeitet, dann war sie auf sich alleine gestellt. „Das war aber kein Problem. Meine Gastmutter hat mir immer geholfen, so dass ich mich sehr schnell an das neue Leben gewöhnt habe“, berichtet Nele Flegel. Vormittags stand dreimal pro Woche ein Sprachkurs auf dem Programm, nachmittags kümmerte sie sich um die Kinder. Außerdem half sie im Haushalt, kochte Essen, und ging einkaufen. Auch neue Freunde hat sie schnell gefunden, unter anderem über die Sprachschule und durch Facebook-Gruppen. Mit ihnen erkundete sie in ihrer Freizeit Paris.

„Mein Au-pair-Jahr war absolut super! Die Familie war einfach wahnsinnig nett. Wir hatten so viel Spaß zusammen, dass ich am liebsten nochmal zurückgehen würde“, berichtet die Abiturientin. Insgesamt sei sie durch den Auslandsaufenthalt offener, selbstbewusster und auch ein bisschen erwachsener geworden. Mittlerweile weiß sie auch, was sie studieren möchte: Wirtschaftswissenschaften und … Französisch!

abi>> 02.11.2015