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Auf Tuchfühlung mit Krokodilen, Koalas und Kängurus

Strand in Australien
Baden im Paradies: Der fünfte Kontinent hat traumhafte weiße Sandstrände zu bieten.
Foto: Antonia Möller

Work & Travel in Australien

Auf Tuchfühlung mit Krokodilen, Koalas und Kängurus

19 Jahre jung, das Abi in der Tasche und bereit, die Welt zu entdecken: Zusammen mit ihrer besten Freundin machte sich Sophie Loelke zum Work and Travel auf nach Australien. Ein Abenteuer, das die beiden nie vergessen werden.

Steckbrief

Name: Sophie Loelke

Woher? Oldenburg

Alter: 20

Abitur: 2014

Macht gerade: jobbt bis zum Studium in einem Café

Und später? Medienkommunikation studieren

 Sophie Loelke wollte nach dem Abitur erst einmal etwas von der Welt sehen. „Ich wollte unabhängig sein und flexibel von Ort zu Ort reisen können“, erzählt sie. „Ein Work and Travel in Australien schien da genau das Richtige für mich zu sein.“

Ende Juli machte sie sich an die Planung. Zwischenzeitlich hatte sich ihre beste Freundin dazu entschlossen, mitzukommen. Das Reisebüro STA Travel gab ihnen Starthilfe und kümmerte sich um die Flüge, das erste Hostel und den Versicherungsschutz. Etwa 2.000 Euro mussten beide Abiturientinnen jeweils dafür aufbringen. Nachdem sie das Working-Holiday-Visum online beantragt hatten, konnte das Abenteuer beginnen.

Auf nach „Down Under“

Am 17. Oktober 2014 kamen Sophie Loelke und ihre Freundin mitten in der Nacht in Perth an. Von ihrer Unterkunft waren die beiden jungen Frauen enttäuscht: „Im Hostel fühlten wir uns zuerst sehr unwohl“, erzählt Sophie Loelke. „Allerdings haben wir unsere Ansprüche schnell runtergeschraubt und uns an die neuen Standards gewöhnt.“ Länger als nötig wollten sie dort trotzdem nicht bleiben. Zum Glück fanden sie bald ihren ersten Job auf einem Weingut in Bunbury. „Im Freien arbeiten und körperlich tätig sein – genau das hatten wir uns vorgestellt“, erklärt die 20-Jährige.

Die Arbeit auf dem Weingut wurde gut bezahlt, das stundenlange Zupfen und Pflücken war aber recht eintönig und anstrengend. Bereits nach zwei Wochen entschlossen sie sich weiterzuziehen – wesentlich früher als geplant, aber nicht weiter ungewöhnlich: „Wer nach Australien geht, braucht keine Pläne zu machen, es kommt sowieso immer alles anders als gedacht“, meint die Oldenburgerin dazu.

Blinder Passagier an Bord

Zusammen mit anderen Backpackern unternahmen Sophie Loelke und ihre Freundin eine abenteuerliche Fahrt entlang der Südküste über die Great Ocean Road nach Melbourne. Mit dem eigens angeschafften Geländewagen konnten sie das Land auf eigene Faust kennenlernen. In der Gruppe sparten sie Benzinkosten und fühlten sich zudem auch sicherer. „Dieser Roadtrip war die schönste Zeit der gesamten Reise“, sagt Sophie Loelke. „Wir haben uns alle super miteinander verstanden.“ Nachts schliefen sie im Auto oder auf Campingplätzen. Auf ihrer Reise sah Sophie Loelke Kängurus, Koalas und Emus in freier Wildbahn. An einem Tag gesellte sich allerdings ein ungebetener Gast zu ihnen – eine Riesenkrabbenspinne hatte sich unbemerkt in ihrem Auto eingenistet und sorgte für große Aufregung.

Zwei Wochen später ging es in Melbourne wieder auf Jobsuche. Sophie Loelke und ihre Freundin fanden beide schnell eine Stelle in einem Café. „Das Schöne war, dass ich während der Arbeit viele Australier kennenlernte“, erzählt sie. „Es stimmt, was man sagt: Die Menschen dort sind total freundlich und entspannt.“

Einmal um den Kontinent

Zwei Monate später ging die große Reise weiter und führte sie unter anderem nach Sydney, zum berühmten Great Barrier Reef im Nordosten und zur Coral Bay an der Westküste. Auch dieser Roadtrip war mit besonderen Erlebnissen verbunden. So fütterten sie Krokodile in einem Tierpark, schwammen mit Walhaien im Meer und sprangen aus rund 4.200 Metern Höhe mit einem Fallschirm aus dem Flugzeug. Die Tage verbrachten sie am Strand, erkundeten den Regenwald und durchquerten das Rote Herz Australiens – das Outback. Wieder in Perth angekommen hatten sie Australien letztendlich einmal umrundet – 30.000 Kilometer in neun Monaten vollgepackt mit Abenteuern!

„Es war eine unglaublich aufregende Zeit“, resümiert Sophie Loelke wieder zurück in der Heimat. Auch wenn der Abschied schwer fiel – die gewonnen Erfahrungen kann ihr niemand mehr nehmen.

abi>> 30.10.2015