Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Jobbend durch das „Herr der Ringe“-Land

Tongariro-Nationalpark, Neuseeland
Julian König faszinierte die aus der "Herr der Ringe"-Trilogie bekannte Natur Neuseelands und entschied sich für ein Work & Travel.
Foto: Antonia Möller

Work & Travel – Neuseeland

Jobbend durch das „Herr der Ringe“-Land

Julian König (20) aus Heiden im Münsterland war nach dem Abitur neun Monate lang in Neuseeland unterwegs. Bei Jobs tauchte er in die Kultur ein, in der Freizeit erkundete er reale Schauplätze aus Fantasy-Filmen.

Steckbrief

Name: Julian König
Alter: 20 Jahre
Einsatzort: Neuseeland
Dauer: 9 Monate

Wie bist du auf ein Work & Travel in Neuseeland gekommen?

Nach dem Abi wusste ich noch nicht genau, was ich beruflich machen möchte. Anstatt irgendein Studium zu beginnen und womöglich wieder abzubrechen, wollte ich lieber neue Erfahrungen sammeln, um mir darüber im Klaren zu werden. Neuseeland kannte ich aus den „Herr der Ringe“-Filmen, die Landschaft hat mich total fasziniert.

Wie hast du die Reise organisiert?

Ein Porträt-Foto von Julian König

Julian König

Foto: privat

Ich habe mich auf vielen Internetseiten über Neuseeland informiert. Ich wollte vorab möglichst wenig organisieren, doch zumindest für den Start ist Planung schon hilfreich. Um mir die Organisation zu erleichtern, habe ich ein Reisepaket bei Travel Works gebucht. Die Agentur hat mir zum Beispiel bei den Formalitäten wie Flugbuchung und Visum-Antrag geholfen. Auch während der Reise konnte ich mich bei Fragen oder Problemen immer an die Organisation wenden. Außerdem habe ich ziemlich ausführlich geplant, was ich alles mitnehmen sollte, ohne den Rucksack zu überfrachten. Für das Reisepaket, den Flug und die erste Zeit habe ich circa 3.000 Euro gespart.

Wie lief die Reise ab?

Bei der Ankunft in Auckland war ich zunächst mit fünf Leuten, die ebenfalls ein Paket bei Travel Works gebucht hatten, in einer Unterkunft. Am zweiten Tag gab es für uns einen Workshop, bei dem wir noch Hinweise und Tipps bekamen. Dann ist jeder seiner Wege gegangen und das Abenteuer konnte beginnen. Einige haben sich auch zusammengetan und sind mit Mietautos weitergefahren. Ich hatte mich für eine Busreise mit Komplettpass entschieden, da kooperiert Travel Works mit Anbietern von sogenannten Hop-on-Hop-off-Touren. Deren Busse fahren regelmäßig durch das ganze Land und man kann aus- oder wieder zusteigen, wo man möchte.

Wo bist du überall ausgestiegen?

Zunächst bin ich auf der Nordinsel geblieben und Richtung Süden gereist. Dann habe ich auf einer Farm zwischen Auckland und Wellington meinen ersten Job angenommen. Dort war ich für zwei Monate und habe zum Beispiel Fallen gegen Ratten und Opossums aufgebaut, da diese Nagetiere zum Beispiel Vögeln sehr schaden. Es musste durchaus auch mal eine Ziege geschlachtet werden. Danach war ich für anderthalb Monate auf einer kleineren Farm in Wellington. Bei der Familie habe ich geholfen, das Haus zu renovieren. Auf der Südinsel habe ich im Anschluss für insgesamt drei Monate in Christchurch auf einer weiteren Farm gearbeitet. Zwischendurch war ich für anderthalb Wochen als freiwilliger Helfer beim Mountainbike-Rennen „The Pioneer“ durch die Neuseeländischen Alpen dabei.

Was hast du noch von Neuseeland kennengelernt?

Schon allein durch die Arbeit habe ich viel erlebt und über die Kultur erfahren. In der Freizeit habe ich auch einiges unternommen, zum Beispiel Wanderungen zu „Herr der Ringe“-Schauplätzen. In Auckland war ich bei einem Spiel der Rugby-Nationalmannschaft All Blacks.

War es schwierig, an Jobs oder Unterkünfte zu kommen?

Das kam darauf an. Am besten war es mit den Leuten vor Ort zu reden, um zu erfahren, wer gerade Helfer sucht. Über das Internet hatte ich von dem Radrennen erfahren. Ein Farmjob lief über das Netzwerk WWOOFING, das weltweit Mitarbeit auf ökologischen Bauernhöfen anbietet.

Gab es Momente auf deiner Reise, bei denen du an deine Grenzen gestoßen bist?

Schwierig war die Verständigung in der Anfangszeit. In der Schule konnte ich gut Englisch, doch vor Ort die Muttersprachler zu verstehen, ist etwas ganz anderes. Zum Glück sind dort aber alle ziemlich hilfsbereit.

Wie war es, wieder in Deutschland anzukommen?

Es war wie ein umgekehrter Kulturschock, zurück im Alltagstrott zu landen. Um mein Konto wieder aufzufüllen, jobbe ich gerade in der Industrie im Schichtdienst. Inzwischen weiß ich, dass ich Mathematik in Bonn studieren will. Aber das Reisefieber hat mich gepackt und sobald es möglich ist, möchte ich noch mehr von der Welt sehen.

Hier geht's zum englischen Text >>

abi>> 24.07.2017