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Handball, Strand und Spanischkurs

Sandstrand am Mittelmeer
Ausschlaggebend war vor allem das schöne Wetter in Südspanien.
Foto: Franziska Loos

Sprachreise nach Málaga

Handball, Strand und Spanischkurs

Zweieinhalb Monate verbrachte Marvin Karpstein (20) aus Pforzheim in Málaga für einen Spanischsprachkurs. Für abi» berichtet er von der Organisation der Sprachreise, den Sprachkursen und den Vorteilen für sein Studium. Außerdem erzählt er, wie Handball ihm beim Spanischlernen half.

Steckbrief

Name: Marvin Karpstein

Alter: 20

Woher: Pforzheim

Abitur: 2013

Leistungskurse: Sport, Spanisch und Englisch

Macht gerade: Studium Sport und Spanisch auf Gymnasiallehramt 

Nach dem Abitur startete Marvin Karpstein ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Sportverein TSG Niefern. Die Arbeit mit den Kindern machte ihm so viel Spaß, dass er sich entschloss Lehrer zu werden. "Da ich für das Gymnasiallehramt neben Sport noch ein zweites Studienfach brauchte und mir Spanisch in der Schule immer Spaß gemacht hatte, war die Entscheidung schnell getroffen. Um meine Spanischkenntnisse zu verbessern, wollte ich jedoch zuvor noch einen Sprachkurs machen", erklärt Marvin Karpstein.

Eine Villa als Unterkunft

Ein Porträt-Foto von Marvin Karpstein

Marvin Karpstein

Foto: privat

Der damals 19-Jährige recherchierte im Internet nach Sprachreiseanbietern, bestellte Kataloge und verglich Preise. Schließlich entschied er sich, mit ‚Kolumbus Sprachreisen‘ in die andalusische Stadt Málaga zu reisen. „Ausschlaggebend war für mich vor allem das Wetter in Südspanien, der Strand und das relativ preisgünstige Angebot“, erklärt Marvin Karpstein. Am 22. Februar 2015 ging es los. Er flog nach Spanien und zog mit zehn weiteren Sprachschülern in die „Villa“ der Sprachschule „Instituto Andalusi“. „Man konnte zwischen einer Gastfamilie, einem Apartment oder eben der Villa wählen. Ich entschied mich für ein Einzelzimmer in der Villa, da diese direkt gegenüber der Sprachschule lag und zudem noch einen Pool hatte“, so Marvin Karpstein. Für Flug, Unterkunft und Sprachreise zahlte er um die 3.600 Euro. Für die Mahlzeiten vor Ort musste er selbst aufkommen.

Auf dem Sprung zum C1-Kurs

Da Marvin Karpstein den Standardsprachkurs gebucht hatte, fand sein Spanischunterricht täglich von 9.30 Uhr bis 13.55 Uhr statt. „Ich habe mit dem Level A2 gestartet, bin dann über B1 in den B2-Kurs gekommen und war auf dem Sprung zu C1, doch da wäre ich der Einzige gewesen. Also bin ich im B2-Kurs geblieben“, erklärt Marvin Karpstein. Gelernt hat er dennoch sehr viel. „Vor allem die erworbenen Grammatikkenntnisse haben mir für mein Studium einen Vorteil verschafft. Und auch die Selbstverständlichkeit, Spanisch zu sprechen ohne darüber nachzudenken, bringt mir sehr viel“, betont er. Während viele seiner Kommilitonen Grammatik und Vokabeln im Studium noch lernen müssen, ist mancher Unterrichtsstoff für Marvin Karpstein eine gute Wiederholung.

Auch abseits des Spanischunterrichts verbrachte er viel Zeit mit anderen Sprachschülern und den Lehrern, ging mit ihnen an den Strand und am Wochenende in Bars. „Einer meiner Sprachlehrer wurde während der Zeit sogar zu einem guten Freund. Mit ihm bin ich nachmittags Tennisspielen und Surfen gegangen“, erzählt der 20-Jährige. „Dass ich mit ihm Spanisch gesprochen habe, stärkte meine Sprachfertigkeiten zusätzlich.“

Was heißt Handball auf Spanisch?

Noch etwas half Marvin Karpstein dabei, die erlernten Spanischkenntnisse zu festigen und auszubauen: Das wöchentliche „entrenamiento de balonmano“ (Handballtraining). Da der 20-Jährige in Deutschland in der 3. Bundesliga Süd Handball spielt, war es für ihn selbstverständlich, sich auch in Málaga eine Mannschaft zu suchen. „Mein Sprachreise-Anbieter hat mich dabei sehr unterstützt. Sie haben die Sprachschule kontaktiert und diese hat mir die Adresse von dem Trainer besorgt“, erzählt Marvin Karpstein. Die Mannschaft integrierte ihn schnell ins Team. „Die Menschen hier sind sehr offen. Das Training hat mir auch sprachlich viele Vorteile gebracht, denn mit meinen Teamkollegen konnte ich mich natürlich nur auf Spanisch verständigen.“

Generell gibt Marvin Karpstein allen jungen Leuten, die überlegen eine Sprache zu studieren, den Tipp, vorab eine Sprachreise zu machen: „Man lernt in relativ kurzer Zeit eindeutig mehr als in der Schule. Außerdem macht eine Sprachreise echt viel Spaß – sogar der Unterricht.“

Info

Kolumbus Reisen (www.kolumbus-sprachreisen.de) ist eine Organisation, die sich auf Sprachreisen weltweit spezialisiert hat. Es gibt noch viele weitere Sprachreiseanbieter.

abi>> 04.12.2015