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Einfach mal „blau“ machen

Strand in Kuba
Sonne, Strand und Meer - viele Abiturienten träumen von einer Auszeit im Ausland.
Foto: Franziska Loos

Überbrückungsmöglichkeiten im Überblick

Einfach mal „blau“ machen

Nach dem Abi eine Auszeit nehmen und einfach mal nichts tun? Ein verführerischer Gedanke! Das kann aber auch schnell langweilig werden. Besser ist es, in der Zeit neue Impulse zu gewinnen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Die wichtigsten Infos zu den verschiedenen Überbrückungsmöglichkeiten hat abi>> zusammengefasst.

Freiwilligendienst

  • Worum geht es? Freiwilligendienste bieten vielfältige Möglichkeiten, sich zu engagieren, zu orientieren und dabei persönliche Kompetenzen zu stärken. Etwa bei der Kinderbetreuung, beim Rettungsdienst oder auch am Theater. Während des Dienstes erhalten alle Freiwilligen ein Taschengeld. Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung wird in vielen Fällen erstattet oder gestellt. Nach Abschluss des Freiwilligendienstes erhalten die Teilnehmer ein qualifiziertes Zeugnis über die erworbenen Kenntnisse.
  • Wo? Zum Beispiel im sozialen oder ökologischen Bereich, aber auch Sportvereine, kulturelle Einrichtungen oder Organisationen im Zivil- und Katastrophenschutz. In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Freiwilligendiensten, wobei nur der Bundesfreiwilligendienst (BFD) und das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) sowie der Freiwillige Wehrdienst über eine gesetzliche Grundlage verfügen. Diese bietet wichtige Schutzfunktionen wie die gesetzliche Sozialversicherung und den fortdauernden Anspruch auf Kindergeld.
  • Wie lange? Ein Freiwilligendienst dauert in der Regel 12 Monate, kann aber auch auf sechs Monate verkürzt oder auf 18 Monate verlängert werden. Ausnahmsweise ist ein BFD bis zu 24 Monate zulässig.
  • Und im Ausland? Das FSJ und das FÖJ können auch im Ausland geleistet werden. Auch Organisationen wie der Internationale Jugendfreiwilligendienst (IJFD) oder der Europäische Freiwilligendienst (EFD) kommen infrage. Angeboten werden zum Beispiel Einsätze in der Friedens- und Versöhnungsarbeit, in der Gesundheitsversorgung oder im Sozialdienst.
  • Gut zu wissen: Wer nach seinem Freiwilligendienst studieren möchte, kann sich bereits vor Antritt des Dienstes bewerben. Im Fall einer Zulassung kann man eine Rückstellung beantragen und wird dann in vielen Fällen bei der nächsten Bewerbung bevorzugt behandelt. Für weitere Informationen sollte man sich an die jeweilige Hochschule wenden.

Jobben im In- und Ausland

  • Worum geht es? Regale im Supermarkt einräumen, Kunden in der Boutique beraten oder in der Fabrik am Fließband arbeiten – Jobben nach dem Abi ist eine gute Gelegenheit, um vor dem Studium schon einmal etwas Arbeitsluft zu schnuppern und dabei das Konto aufzufüllen.· Wo? Neben- oder Ferienjobs sind mit Eigeninitiative in vielen verschiedenen Branchen zu finden.
  • Wie lange? Vom Mini-Job über Teilzeitarbeit bis hin zum Vollzeit-Ferienjob ist alles dabei. Dauer und Umfang sind von den jeweiligen Jobangeboten abhängig.·
  • Und im Ausland? Wer möchte, kann auch im Ausland jobben. Mit einem Work & Travel finanziert man sich den Auslandsaufenthalt mit Gelegenheitsjobs. Je nachdem welches Land bereist wird, müssen unterschiedliche Bedingungen erfüllt werden. Vor allem über die Einreisebedingungen (Working-Holiday-Visum) und benötigten Fremdsprachenkenntnisse sollte man sich möglichst frühzeitig informieren. Beliebteste Reiseziele sind vor allem Kanada, Australien und Neuseeland. Im Trend liegt auch das sogenannte Wwoofing, bei dem man für Unterkunft und Verpflegung auf Farmen mithilft.

Praktikum

  • Worum geht es? Wer die Überbrückungszeit nutzen möchte, um Erfahrung für das spätere Berufsleben zu sammeln, trifft mit einem Praktikum eine gute Entscheidung. Als Praktikant hat man zudem die Gelegenheit, erste berufliche Kontakte zu knüpfen. Ob das Praktikum vergütet wird, ist je nach Betrieb, Dauer und Branche unterschiedlich.
  • Wo? Praktika werden in nahezu allen Branchen angeboten. Manchmal lassen sich Stellen in der Jobbörse der Agentur für Arbeit finde. Bei der Suche ist aber vor allem Eigeninitiative erforderlich.
  • Wie lange? Dauer und Umfang können bei einem freiwilligen Praktikum individuell abgesprochen werden.
  • Und im Ausland? Praktikumsstellen sind auch im Ausland möglich. Um Missverständnissen vorzubeugen, sollte man sich vorab gründlich über die Bedingungen vor Ort informieren. Zu bedenken ist auch, dass in den meisten Fällen gute Sprachkenntnisse erforderlich sind. Außerdem muss man bei einem Auslandspraktikum Kosten für Vermittlungsgebühren, Versicherungen, An- und Abreise sowie Unterkunft einplanen. Finanzielle Unterstützung bekommt man unter Umständen durch ein Stipendium oder Auslands-BAföG. Weitere Informationen gibt es unter www.ba-auslandsvermittlung.de und www.rausvonzuhaus.de.

Sprachkurse und -reisen

  • Worum geht es? Englisch, Französisch, Spanisch oder doch lieber Japanisch? Mit Sprachkursen kann man die bereits erworbenen Sprachkenntnisse vertiefen oder sich auch ganz neue Kenntnisse aneignen.
  • Wo? Wer möchte, kann Sprachkurse an der Volkshochschule oder bei privaten Anbietern besuchen.
  • Wie lange? Sprachkurse und -reisen sind schon ab einer Woche möglich. Je länger und intensiver der Unterricht, desto größer ist in der Regel auch der Lernerfolg.
  • Und im Ausland? Am leichtesten lernt man eine Sprache in dem Land, in dem sie gesprochen wird. Dort kann man sich nämlich direkt mit Muttersprachlern austauschen. Sprachreisen werden in Einzel- oder Gruppenunterricht sowie in verschiedenen Niveaustufen angeboten. In vielen Fällen werden die Sprachkurse durch Freizeitprogramme ergänzt. Wer nach weiteren Informationen sucht, findet diese unter www.rausvonzuhaus.de, www.daad.de oder auch  www.ba-auslandsvermittlung.de.

Au-pair

  • Worum geht es? Als Au-pair lebt man bei einer Gastfamilie im Ausland. Im Gegenzug für Unterkunft, Verpflegung und ein kleines Taschengeld hilft man der Familie bei der Betreuung der Kinder. So profitieren alle Beteiligten voneinander und die Kosten bleiben überschaubar. Die Arbeitszeit beträgt in den meisten Fällen 30 bis 40 Stunden pro Woche. Im Internet bieten zahlreiche Vermittlungsagenturen ihre Dienste an. Hier sollte man darauf achten, dass es sich um eine anerkannte Agentur handelt. Weitere Informationen sind beim Bundesverband für Au-pair-Agenturen, Gastfamilien und Au-pairs in Deutschland zu finden.
  • Wo? Au-pair-Aufenthalte sind weltweit möglich. Besonders beliebte Ziele sind zum Beispiel die USA, Australien, England oder Frankreich.
  • Wie lange? In der Regel dauert ein Au-pair-Aufenthalt 6 bis 12 Monate, kann aber auch verlängert werden.

Weitere Infos

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

Bundesfreiwilligendienst

www.bundesfreiwilligendienst.de

Jugendfreiwilligendienste

www.freiwilliges-jahr.de

Kulturweit

www.kulturweit.de

Arbeitskreis Wege ins Ausland

www.wege-ins-ausland.org

Rausvonzuhaus

www.rausvonzuhaus.de

weltwärts

www.weltwaerts.de

Au-Pair Society e.V.

http://au-pair-society.org

Deutscher Akademischer Austauschdienst

www.daad.de

Zentrale Auslands- und Fachvermittlung

www.ba-auslandsvermittlung.de

abi>> 11.09.2015