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Im Einsatz für Mutter Natur

Junger Mann pflanz einen Baum in der Erde
So vielfältig wie die Natur selbst sind auch die Berufe, die sich mit ihr beschäftigen.
Foto: Julien Fertl

Ich will was machen mit Natur

Im Einsatz für Mutter Natur

Alle organischen und anorganischen Erscheinungen auf der Welt, die ohne Zutun des Menschen existieren oder sich entwickeln, bezeichnet man als Natur. So vielfältig wie die Natur selbst sind auch die Berufe, die sich mit ihr beschäftigen. abi» stellt sie vor: vom Landwirt bis zum Pflanzentechnologen.

Ich wollte meine Arbeitszeit für etwas Gutes einsetzen“, sagt Clara Buer. Seit Anfang 2018 koordiniert die 36-Jährige das Team Mobilität bei Greenpeace in Hamburg. Sie steuert das deutschlandweit arbeitende Team, das sich mit Klimaschutz im Verkehr beschäftigt. Bereits als Studentin nahm sie an vielen Gruppenwochenenden mit Greenpeace teil. Ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) bestärkte sie dann in ihrer Entscheidung. Nach ihrem Diplom-Studium der Umweltwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Greifswald, wo sie später auch promovierte. Seit 2014 ist sie wieder bei der Umweltschutzorganisation.

Ein Porträt-Foto von Clara Buer

Clara Buer

Foto: Greenpeace

Clara Buer moderiert Besprechungen, koordiniert strategische Sitzungen, klärt Personalfragen und bringt Teamprozesse in Gang. Mit ihrem Studium könnte sie auch in die Forschung gehen, in sogenannten Thinktanks die Politik durch Konzepte voranbringen oder in Beratungsagenturen wie dem Ökoinstitut oder anderen Umweltverbänden arbeiten. Doch sie liebt es, mit den Kollegen gemeinsam Projekte umzusetzen. „Als nächstes möchte ich mein Aufgabengebiet ausbauen und mache eine Weiterbildung zur Mediatorin“, plant Clara Buer. Zudem ist sie bereits jetzt in ihrer Organisation die Ansprechpartnerin für Fragen rund um das FÖJ.

Vielfältige Ausbildungswege

Die beruflichen Einsatzmöglichkeiten in der Natur sind breit gefächert. Neben den Berufen, die die Natur erforschen, gibt es auch diejenigen, die sie in erster Linie schützen und bewahren wollen. „Der Berufseinstieg gelingt oftmals über eine duale Ausbildung“, erklärt Cornelia Wilke, Berufsberaterin der Agentur für Arbeit Fürstenwalde. Dennoch steht potenziellen Bewerbern auch ein breites Feld an Studienmöglichkeiten zur Verfügung. „Immer interessanter werden derzeit duale Studiengänge, die neben der Theorie auch praktische Erfahrung in einem Unternehmen vermitteln“, sagt die Berufsberaterin.

Absolventen des Studiengangs Biotechnologie oder der Ausbildung zum Biologielaboranten finden beispielsweise eine Anstellung in der Forschung. Auch Pflanzentechnologen oder Chemikanten arbeiten vorrangig im Labor. Gerade in diesen körperlich weniger anstrengenden Laborrberufen fänden Bewerber laut Cornelia Wilke derzeit gute Beschäftigungsmöglichkeiten vor.

Naturwissenschaften als Basis

Ein Porträt-Foto von Cornelia Wilke

Cornelia Wilke

Foto: privat

Umweltwissenschaftler und Absolventen weiterer ökologischer Studiengänge sind später oftmals im Bereich Umweltschutz aktiv. „Besonders begehrt auf dem Arbeitsmarkt sind ingenieurwissenschaftliche Absolventen aus den Bereichen Elektrotechnik und Erneuerbare Energien, die bei großen Energieversorgern tätig werden oder durch Vermeidung von Emissionen zum Gemeinwohl beitragen“, berichtet Cornelia Wilke. Bei Agrarwissenschaftlern, Förstern, oder Landwirten steht dagegen die Nutzbarmachung der Natur im Vordergrund. Mögliche Zugangswege sind hier etwa das Studium der Agrarwissenschaften, der Forstwissenschaft oder eine klassische Ausbildung zum Landwirt. (Einen Überblick über die Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten rund um die Natur gibt dir die Übersicht „Tiere, Pflanzen und Zellen“)

Allen Interessenten kann die Berufsberaterin vorab ein FÖJ oder Praktikum nur empfehlen. Wer sich später für ein Studium rund um die Natur entscheidet, kann sich diese Orientierungszeit dann oftmals als Vorpraktikum anrechnen lassen. Bewerber sollten vor allem grundlegende Kenntnisse in naturwissenschaftlichen Fachbereichen, wie Biologie, Chemie oder auch der Physik mitbringen. Zudem sollte ein generelles Interesse an der Natur und ihren Erscheinungsformen sowie an einer Arbeit in der Natur vorhanden sein.

Gute Zukunftsaussichten

Generell blickt die Umwelt- und Naturbranche in eine optimistische Zukunft. In den vergangenen Jahren hat die Zahl der gemeldeten Stellen zugenommen. Gleichzeitig nahm die Zahl der Arbeitslosen in diesem Bereich ab. Insgesamt waren 2017 rund 620.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Umwelt- und Naturberufen tätig.

Die Fachkräfte sind wegen der guten wirtschaftlichen Lage und dem wachsenden Gesundheitsbewusstsein am Arbeitsmarkt immer stärker gefragt. Dennoch fehlt vor allem in landwirtschaftlichen Berufen nach wie vor der Nachwuchs: Viele Ausbildungsstellen sind hier unbesetzt. Vor allem für junge Menschen bieten die Berufe mit Natur also noch viel ungenutztes Potenzial.

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Suchworte: Natur, Umwelt)
www.berufenet.arbeitsagentur.de

BERUFE.TV

Das Filmportal der Bundesagentur für Arbeit
www.berufe.tv

berufsfeld-info.de

Infoportal der Bundesagentur für Arbeit zu Ausbildung, Studium und Weiterbildung. Informationen zu passenden Studiengängen und -berufen findest du im Teilberufsfeld „Landwirtschaft, Natur und Umwelt“.
www.berufsfeld-info.de/abi

KURSNET

Das Portal für Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit.
http://kursnet-finden.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Stiftung für Hochschulzulassung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „Finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen. (Suchworte: Natur, Umwelt)
www.studienwahl.de

Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Informationen des Bundesministeriums über grüne Ausbildungsberufe
www.bmel.de 

Förderverein Ökologische Freiwilligendienste e.V.

Dachverband der 52 Träger des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ)

www.foej.de

 

abi>> 31.08.2018