Im Labor und vielen anderen Bereichen

Im Labor wird mit den verschiedenen Chemikalien experimentiert, die Anna Zeller als "Bausteine der Welt" bezeichnet.
In den Laborpraktika wird mit Chemikalien experimentiert.
Foto: Nicole Schwab

Ich will was machen mit Chemie

Im Labor und vielen anderen Bereichen

Wer im Chemieunterricht an der Schule begeistert Experimente durchführt und Reaktionsgleichungen löst, überlegt vielleicht auch beruflich „etwas mit Chemie“ zu machen. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Auch Anna Zeller (20) ging es so. Ein Chemiebaukasten weckte schon im Kindesalter ihr Interesse an der Naturwissenschaft. „Auch der spätere Schulunterricht hat mir immer Spaß gemacht und ich wollte noch mehr wissen. Also habe ich mich entschieden, Chemie zu studieren – um die Bausteine der Welt zu verstehen.“ Einen Platz fand sie an der Technischen Universität Braunschweig (TU) und ist inzwischen im vierten Bachelorsemester.

Alle Facetten der Chemie

Portröt-Foto von Anna Zeller

Anna Zeller

Roman Brodel

Das erste Semester beginnt an der TU Braunschweig mit einführenden Laborpraktika, um von Anfang an den verantwortungsvollen Umgang mit Chemikalien und Geräten zu üben. Im Laufe der folgenden Semester lernen die Studierenden alle Facetten der Chemie kennen – die Grundlagen der anorganischen, der organischen und der physikalischen Chemie bis zur Anwendung in der technischen Chemie. Auf die Grundpraktika folgen Fortgeschrittenen-Praktika, in denen bereits erste Schwerpunkte gesetzt werden. Anna Zeller entschied sich als erstes für die organische Chemie. „Mein Fortgeschrittenen-Praktikum dazu habe ich im dritten Semester absolviert und dabei Violacein-Derivate synthetisiert. Violacein ist ein chemischer Stoff, der wegen seiner biologischen Aktivität von Interesse ist.“ Die Substanz besitzt antibiotische Eigenschaften und wirkt beispielsweise gegen Amöben.

Neben weiteren Fächern wie Biochemie und Computerchemie werden auch nicht-naturwissenschaftliche Kenntnisse und Schlüsselqualifikationen vermittelt, zum Beispiel im Bereich Sprache oder Vortragstechniken. Auch gesellschaftliches Engagement ist möglich: „Ich nehme etwa an einer interessanten Veranstaltung teil, die sich ‚Bridges4Refugees‘ nennt. Dabei begleite ich ein Jahr lang eine syrische Geflüchtete auf ihrem Weg, Deutsch zu lernen und sich in unserem Land einzufinden.“

Das Studium schließt regulär nach sechs Semestern und einer Bachelor-Arbeit ab. Deren Thema kann aus den Bereichen anorganische, organische, physikalische oder technische Chemie gewählt werden. Anna Zeller plant bereits ein Masterstudium und möchte auch gern promovieren. „Zurzeit kann ich mir vorstellen, entweder selbst Professorin zu werden oder die organische Chemie in der Industrie anzuwenden.“

Das Fach steckt in vielen Studiengängen

Welche Wege die Chemie noch bietet, erläutert Birgit Tschense von der Agentur für Arbeit Düsseldorf: „Zunächst einmal kann man allgemeine Chemie auch auf Lehramt für verschiedene Schulformen studieren. Dabei muss in der Regel ein zusätzliches Fach studiert beziehungsweise später unterrichtet werden. Dieses Studium sieht in jedem Bundesland etwas anders aus.“

Doch das Chemie-Spektrum ist noch weitaus größer. „Dazu gehören auch Studiengänge, die man vom Namen her nicht unbedingt mit Chemie verbindet, die aber inhaltlich doch sehr viel damit zu tun haben – etwa Pharmazie, Ernährungswissenschaften oder ‚Water Science‘, in dem es auch um die Analytik also Chemie des Wassers geht“, sagt die Berufsberaterin. „Außerdem gibt es eine ganze Reihe von Schnittstellenstudiengängen wie Biochemie, Wirtschaftschemie, Chemische Technik oder Chemieingenieurwesen.“

Auch ein duales Studium ist möglich, etwa an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg oder der Technischen Hochschule Köln (TH). „Dabei lässt sich zum Beispiel ein Bachelorabschluss im Bereich Angewandte Chemie, Technische Chemie oder Pharmazeutische Chemie mit der Ausbildung zum Chemielaboranten, Chemikanten oder Lacklaboranten kombinieren.“ Ebenso ist es denkbar, ausschließlich eine der genannten dualen Berufsausbildungen zu absolvieren – oder eine andere wie die zum Chemisch-Technischen Assistenten, zum Textillaboranten, Pharmakanten oder eine schulische Ausbildung zum Diätassistenten.

Erst Ausbildung, dann Studium?

Ein Hochschulstudium ist für Abiturienten auch nach einer Ausbildung noch möglich. Dabei gibt Birgit Tschense jedoch zu bedenken: „Ein Chemiestudium ist sehr zeitintensiv und dauert mit Bachelor- und Masterabschluss nicht selten sechs Jahre. Zudem erwarten viele Arbeitgeber im Bereich Forschung und Entwicklung auch eine Promotion. Diese umfasst nochmals circa zwei bis drei Jahre.“ Um den passenden Chemie-Beruf für sich zu finden, rät sie Interessierten, abzuwägen, welche persönlichen Neigungen dabei eingebracht werden können. „Möchte man eher wie ein Ingenieur handeln, wie ein Betriebswirt arbeiten oder beratend tätig sein, etwa in der Ernährung – solche Fragen können weiterhelfen.“

Auch einige Fähigkeiten, die im Bereich Chemie grundsätzlich zielführend sind, nennt Birgit Tschense. „Man sollte ein Faible für Mathematik sowie andere Naturwissenschaften haben, also auch für Physik und Biologie. Wichtig ist bei vielen Aufgaben auch eine Neigung zu sehr exaktem Arbeiten, Respekt vor Gefahrstoffen und ein hohes Sicherheitsbewusstsein – und vor allem Neugier, wenn es etwa darum geht, neue Stoffe oder Materialien zu entwickeln.“

Arbeitsmarkt entwickelt sich positiv

Grundsätzlich sind die Karrierechancen für Akademiker im Bereich Chemie gut. „Für Absolventen und Absolventinnen hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt seit 2015 verbessert“, bestätigt Claudia Suttner vom Team Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit. „Die Arbeitslosenzahl bei Chemikern sowie Ingenieuren für Chemie- und Pharmatechnik ist seither gesunken, von 2.700 im Jahr 2015 auf 2.500 im Jahresdurchschnitt 2017.“ Die sich explizit an Chemiker richtenden Stellenangebote, die der Bundesagentur für Arbeit gemeldet wurden, steigerten sich von 287 im Jahr 2016 auf 350 im Monatsdurchschnitt des Jahres 2017. „Da Naturwissenschaftler in vielen Berufen zu Hause sind, ist das Angebot für Hochschulabsolventen der Chemie jedoch viel breiter.“ Sprich: Sie können in unterschiedlichen Branchen und Bereichen arbeiten. Ähnlich verhält es sich nach Einschätzung der Expertin mit den Ausbildungsberufen im Bereich Chemie. „Die Arbeitslosenquoten für Chemikanten, Pharmakanten, Chemisch-Technische Assistenten und Chemielaboranten sind sehr niedrig. Die Arbeitslosigkeit ist in den vergangenen Jahren gesunken und die Nachfrage gestiegen.“

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Suchwort: Chemie)
www.berufenet.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Stiftung für Hochschulzulassung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen. (Suchwort: Chemie)
www.studienwahl.de

Hochschulkompass

Informationen über deutsche Hochschulen, deren Studienangebote, Ansprechpartner und internationale Kooperationen.
www.hochschulkompass.de

Verband der Chemischen Industrie

www.vci.de

Gesellschaft Deutscher Chemiker

www.gdch.de

Bundesarbeitgeberverband Chemie

www.bavc.de

Infos zu Studiengängen

www.chemie-studieren.de

Infos zu Chemieberufen

www.gdch.de/berufsbilder

Infos zu Ausbildungsberufen

www.elementare-vielfalt.de

 

Ich will was machen mit Chemie

Im Labor und vielen anderen Bereichen

Wer im Chemieunterricht an der Schule begeistert Experimente durchführt und Reaktionsgleichungen löst, überlegt vielleicht auch beruflich „etwas mit Chemie“ zu machen. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Auch Anna Zeller (20) ging es so. Ein Chemiebaukasten weckte schon im Kindesalter ihr Interesse an der Naturwissenschaft. „Auch der spätere Schulunterricht hat mir immer Spaß gemacht und ich wollte noch mehr wissen. Also habe ich mich entschieden, Chemie zu studieren – um die Bausteine der Welt zu verstehen.“ Einen Platz fand sie an der Technischen Universität Braunschweig (TU) und ist inzwischen im vierten Bachelorsemester.

Alle Facetten der Chemie

Portröt-Foto von Anna Zeller

Anna Zeller

Roman Brodel

Das erste Semester beginnt an der TU Braunschweig mit einführenden Laborpraktika, um von Anfang an den verantwortungsvollen Umgang mit Chemikalien und Geräten zu üben. Im Laufe der folgenden Semester lernen die Studierenden alle Facetten der Chemie kennen – die Grundlagen der anorganischen, der organischen und der physikalischen Chemie bis zur Anwendung in der technischen Chemie. Auf die Grundpraktika folgen Fortgeschrittenen-Praktika, in denen bereits erste Schwerpunkte gesetzt werden. Anna Zeller entschied sich als erstes für die organische Chemie. „Mein Fortgeschrittenen-Praktikum dazu habe ich im dritten Semester absolviert und dabei Violacein-Derivate synthetisiert. Violacein ist ein chemischer Stoff, der wegen seiner biologischen Aktivität von Interesse ist.“ Die Substanz besitzt antibiotische Eigenschaften und wirkt beispielsweise gegen Amöben.

Neben weiteren Fächern wie Biochemie und Computerchemie werden auch nicht-naturwissenschaftliche Kenntnisse und Schlüsselqualifikationen vermittelt, zum Beispiel im Bereich Sprache oder Vortragstechniken. Auch gesellschaftliches Engagement ist möglich: „Ich nehme etwa an einer interessanten Veranstaltung teil, die sich ‚Bridges4Refugees‘ nennt. Dabei begleite ich ein Jahr lang eine syrische Geflüchtete auf ihrem Weg, Deutsch zu lernen und sich in unserem Land einzufinden.“

Das Studium schließt regulär nach sechs Semestern und einer Bachelor-Arbeit ab. Deren Thema kann aus den Bereichen anorganische, organische, physikalische oder technische Chemie gewählt werden. Anna Zeller plant bereits ein Masterstudium und möchte auch gern promovieren. „Zurzeit kann ich mir vorstellen, entweder selbst Professorin zu werden oder die organische Chemie in der Industrie anzuwenden.“

Das Fach steckt in vielen Studiengängen

Welche Wege die Chemie noch bietet, erläutert Birgit Tschense von der Agentur für Arbeit Düsseldorf: „Zunächst einmal kann man allgemeine Chemie auch auf Lehramt für verschiedene Schulformen studieren. Dabei muss in der Regel ein zusätzliches Fach studiert beziehungsweise später unterrichtet werden. Dieses Studium sieht in jedem Bundesland etwas anders aus.“

Doch das Chemie-Spektrum ist noch weitaus größer. „Dazu gehören auch Studiengänge, die man vom Namen her nicht unbedingt mit Chemie verbindet, die aber inhaltlich doch sehr viel damit zu tun haben – etwa Pharmazie, Ernährungswissenschaften oder ‚Water Science‘, in dem es auch um die Analytik also Chemie des Wassers geht“, sagt die Berufsberaterin. „Außerdem gibt es eine ganze Reihe von Schnittstellenstudiengängen wie Biochemie, Wirtschaftschemie, Chemische Technik oder Chemieingenieurwesen.“

Auch ein duales Studium ist möglich, etwa an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg oder der Technischen Hochschule Köln (TH). „Dabei lässt sich zum Beispiel ein Bachelorabschluss im Bereich Angewandte Chemie, Technische Chemie oder Pharmazeutische Chemie mit der Ausbildung zum Chemielaboranten, Chemikanten oder Lacklaboranten kombinieren.“ Ebenso ist es denkbar, ausschließlich eine der genannten dualen Berufsausbildungen zu absolvieren – oder eine andere wie die zum Chemisch-Technischen Assistenten, zum Textillaboranten, Pharmakanten oder eine schulische Ausbildung zum Diätassistenten.

Erst Ausbildung, dann Studium?

Ein Hochschulstudium ist für Abiturienten auch nach einer Ausbildung noch möglich. Dabei gibt Birgit Tschense jedoch zu bedenken: „Ein Chemiestudium ist sehr zeitintensiv und dauert mit Bachelor- und Masterabschluss nicht selten sechs Jahre. Zudem erwarten viele Arbeitgeber im Bereich Forschung und Entwicklung auch eine Promotion. Diese umfasst nochmals circa zwei bis drei Jahre.“ Um den passenden Chemie-Beruf für sich zu finden, rät sie Interessierten, abzuwägen, welche persönlichen Neigungen dabei eingebracht werden können. „Möchte man eher wie ein Ingenieur handeln, wie ein Betriebswirt arbeiten oder beratend tätig sein, etwa in der Ernährung – solche Fragen können weiterhelfen.“

Auch einige Fähigkeiten, die im Bereich Chemie grundsätzlich zielführend sind, nennt Birgit Tschense. „Man sollte ein Faible für Mathematik sowie andere Naturwissenschaften haben, also auch für Physik und Biologie. Wichtig ist bei vielen Aufgaben auch eine Neigung zu sehr exaktem Arbeiten, Respekt vor Gefahrstoffen und ein hohes Sicherheitsbewusstsein – und vor allem Neugier, wenn es etwa darum geht, neue Stoffe oder Materialien zu entwickeln.“

Arbeitsmarkt entwickelt sich positiv

Grundsätzlich sind die Karrierechancen für Akademiker im Bereich Chemie gut. „Für Absolventen und Absolventinnen hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt seit 2015 verbessert“, bestätigt Claudia Suttner vom Team Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit. „Die Arbeitslosenzahl bei Chemikern sowie Ingenieuren für Chemie- und Pharmatechnik ist seither gesunken, von 2.700 im Jahr 2015 auf 2.500 im Jahresdurchschnitt 2017.“ Die sich explizit an Chemiker richtenden Stellenangebote, die der Bundesagentur für Arbeit gemeldet wurden, steigerten sich von 287 im Jahr 2016 auf 350 im Monatsdurchschnitt des Jahres 2017. „Da Naturwissenschaftler in vielen Berufen zu Hause sind, ist das Angebot für Hochschulabsolventen der Chemie jedoch viel breiter.“ Sprich: Sie können in unterschiedlichen Branchen und Bereichen arbeiten. Ähnlich verhält es sich nach Einschätzung der Expertin mit den Ausbildungsberufen im Bereich Chemie. „Die Arbeitslosenquoten für Chemikanten, Pharmakanten, Chemisch-Technische Assistenten und Chemielaboranten sind sehr niedrig. Die Arbeitslosigkeit ist in den vergangenen Jahren gesunken und die Nachfrage gestiegen.“

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Suchwort: Chemie)
www.berufenet.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Stiftung für Hochschulzulassung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen. (Suchwort: Chemie)
www.studienwahl.de

Hochschulkompass

Informationen über deutsche Hochschulen, deren Studienangebote, Ansprechpartner und internationale Kooperationen.
www.hochschulkompass.de

Verband der Chemischen Industrie

www.vci.de

Gesellschaft Deutscher Chemiker

www.gdch.de

Bundesarbeitgeberverband Chemie

www.bavc.de

Infos zu Studiengängen

www.chemie-studieren.de

Infos zu Chemieberufen

www.gdch.de/berufsbilder

Infos zu Ausbildungsberufen

www.elementare-vielfalt.de

 

Pharmakantin

Verschiedene Darreichungsformen herstellen

Ein Schnittstellenbereich zur Chemie ist die Herstellung von Arzneimitteln. Aylin Gerber hat ihn für sich entdeckt. Bei Merck in Darmstadt macht die 25-Jährige eine Ausbildung zur Pharmakantin.

Ihr Faible für Naturwissenschaften wollte Aylin Gerber zum Beruf machen, so viel stand fest. Sie studierte drei Jahre in Frankfurt auf Lehramt für Haupt- und Realschule mit den Fächern Biologie, Chemie und Deutsch, wechselte dann für ein Biologie-Studium an die Technische Universität Darmstadt (TU). Doch die Zweifel, ob der akademische Weg der richtige ist, blieben. „Als gegen Ende des Lehramtstudiums die Praxiseinheiten mehr wurden, habe ich gemerkt, dass die gelernte Theorie und die Praxis nur schwer vereinbar waren. Daraufhin suchte ich das Gespräch mit einem Dozenten, der mir die Ausbildung zur Pharmakantin empfohlen hat.“ Sie bewarb sich mit Erfolg für einen Platz bei Merck – und ist nun bereits im zweiten Ausbildungsjahr.

Im pharmazeutischen Praktikum und im Betrieb

Ein Porträt-Foto von Aylin Gerber.

Aylin Gerber

Foto: Irene Redkin

Insgesamt dauert die Ausbildung dreieinhalb Jahre, bei entsprechenden Leistungen ist eine Verkürzung auf drei Jahre möglich. „Wir haben Blockunterricht in der Berufsschule, mit unterschiedlichen Fächern auf dem Stundenplan“, erklärt Aylin Gerber. „Hier lernen wir, außer Mathe, Chemie und Biologie, wie Arzneimittel hergestellt werden, welche Gesetze und Vorschriften eingehalten werden müssen und wie eine hohe Arzneimittelqualität erreicht wird.“

In der Ausbildungsabteilung – dem sogenannten pharmazeutischen Praktikum – erfolgt dann die Umsetzung in die Praxis. „Hier werden Medikamente in verschiedenen Darreichungsformen, also fest, halbfest und flüssig im kleinen Maßstab an Miniatur-Produktionsanlagen hergestellt – natürlich ohne echte Wirkstoffe.“ Die Auszubildenden lernen dabei den Umgang mit modernen computergestützten Prozessleitsystemen, mit denen die komplexen Produktionsanlagen gesteuert werden. Auch auf das dritte Ausbildungsjahr ist Aylin Gerber schon gespannt. „Dann dürfen wir im galenischen Praktikum außerdem die Darreichungsformen selbst entwickeln.“

Im Betrieb arbeitet sie in unterschiedlichen Produktionsbereichen mit, lernt Verpackungsverfahren und die Qualitätssicherung kennen. Auch in einer Abteilung, die Arzneimittel entwickelt, wird sie eingesetzt. „Hinzu kommen viele weitere Praktika, die auch über den Pharmabereich hinausgehen. Sie beinhalten zum Beispiel das Arbeiten an Chemieanlagen, Labortechnologie, mikrobiologische Technologien und den Umgang mit Metall in der Werkstatt.“ Ihr Fazit fällt positiv aus: „Insgesamt ist die Ausbildung zum Pharmakanten wirklich sehr abwechslungsreich – auch deshalb, weil wir die Möglichkeit haben, ins Ausland zu gehen.“ Sie selbst wird zu Beginn des dritten Ausbildungsjahrs acht Wochen in einem österreichischen Zweigwerk von Merck in Spittal an der Drau verbringen

Ein Abschluss mit spannenden Perspektiven

In einem Pharmabetrieb zu arbeiten, bedeutet für alle Beschäftigten auch, täglich Verantwortung zu tragen. „Wir stellen Medikamente her, die zum Teil schwerkranken Patienten verabreicht werden“, sagt Aylin Gerber. „Da ist es besonders wichtig, sehr genau zu arbeiten und jede Vorschrift einzuhalten.“ Gefordert sind ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Umsichtigkeit. Je nach Einsatzgebiet kann der Beruf Pharmakant auch körperlich anstrengend sein.

Auch die Arbeit im Schichtbetrieb gehört oft zum Alltag. „Im Laufe der Ausbildung dürfen wir auf freiwilliger Basis in die Schichtarbeit reinschnuppern. Hier lernen wir Früh-, Spät- und Nachtschicht kennen, also das Drei-Schicht-System. Ansonsten arbeiten wir während der Ausbildung in gleitender Arbeitszeit.“ Die Auszubildende kommt gut mit den Anforderungen zurecht. „Dafür hat man als Pharmakanten-Azubi die Möglichkeit, jeden Tag etwas Neues zu lernen und viele spannende Erfahrungen zu sammeln. Auch die Arbeit hier im Team gefällt mir gut.“

Pläne für die Zeit nach dem Abschluss hat Aylin Gerber auch schon. „Ich würde sehr gern hier im Unternehmen bleiben und weiterhin im Pharmabereich arbeiten. Besonders der Bereich der Qualitätssicherung interessiert mich aufgrund der täglich wechselnden Herausforderungen. Langfristig würde ich gern die Weiterbildung zur Industriemeisterin für Pharmazie machen. Auch den Bereich Biotechnologie finde ich spannend, denn er könnte in Zukunft innovative Entdeckungen für die Pharmaindustrie bereithalten.“

So kann ein Arbeitstag aussehen >>

 

Pharmakantin - Tagesablauf

So kann ein Arbeitstag aussehen

Während ihrer Ausbildung zur Pharmakantin lernt Aylin Gerber (25) unterschiedliche Bereiche kennen. Für abi>> beschreibt sie, wie ein typischer Ausbildungstag aussieht, wenn sie bei Merck im Betrieb eingesetzt wird.

5:45 Uhr

Aufgrund der strengen Hygienevorgaben muss sich die Auszubildende, wie alle Beschäftigten, in den Pharmabereich einschleusen. Dies bedeutet Waschen, Desinfizieren und Umziehen.

6 Uhr

Meeting mit der Nachtschicht. Hierbei wird der aktuelle Stand der Arbeit besprochen. Probleme, die während der Schicht aufgetreten sind, werden thematisiert und das Vorgehen der Folgeschicht bestimmt.

6:30 Uhr

Aylin Gerber ist dabei, wenn Rohstoffe, die für die Herstellung der Medikamente benötigt werden, in den Produktionsbereich überführt werden. Das Einschleusen in den Produktionsbereich ist mit hohen mikrobiologischen Ansprüchen verbunden: Alles muss steril und keimarm sein.

7:45 Uhr

Aylin Gerber lernt, wie man Medikaments genau nach Vorschrift herstellt. Ihr Vorgehen dokumentiert sie anschließend genau.

9 Uhr

Ihre Frühstückspause verbringt die Auszubildende heute gemeinsam mit ihren Kollegen und Kolleginnen im Pausenraum.

9:30 Uhr

Nun wird das Medikament fertiggestellt. Dabei gilt es, Parameter wie den pH-Wert, die Dichte oder den Wirkstoffgehalt zu bestimmen, um die Qualität zu ermitteln. Anschließend schleust Aylin Gerber das fertige Produkt aus dem Produktionsbereich heraus und lagert das Produktionsgefäß ein. Dabei achtet sie darauf, dass die vorgegebenen Lagerbedingungen bis zur Übergabe an den Abfüllbereich eingehalten werden.

12 Uhr

Zur Mittagspause geht es heute in die Betriebsgastronomie, wo eine Vielzahl an Gerichten aus unterschiedlichen Nationen angeboten wird.

12:30

Für die Auszubildende heißt es nun, die Anlagen, Materialien und Räume intensiv zu reinigen und alles für die folgende Herstellung vorzubereiten.

14 Uhr

Im Meeting mit der Folgeschicht erläutert Aylin Gerber, welche Aufgaben erledigt wurden, ob besondere Vorkommnisse aufgetreten sind und worauf ein besonderes Augenmerk gelegt werden sollte.

14:30 Uhr

Nun geht es zum Ausschleusen aus dem Pharmabereich, bei Bedarf kann auch geduscht werden. Feierabend!

<< Hier geht´s zurück zur Ausbildungsreportage

 

Ingenieur für Chemietechnik

Anlagen planen und optimieren

Seine Begeisterung sowohl für Natur­wissenschaften als auch für Technik wollte Markus Hofmann beruflich gerne verbinden. Es gelang ihm schließlich bei der L. Brüggemann GmbH & Co. KG. Am Hauptstandort Heilbronn hat der 27-Jährige als Ingenieur für Chemietechnik vielfältige Aufgaben.

Nach dem Abitur entschied sich Markus Hofmann zunächst für eine Ausbildung zum Chemikanten – bereits bei seinem heutigen Arbeitgeber. „Es gefiel mir dort sehr gut, doch mir wurde schnell klar, dass noch weitaus mehr möglich ist: Ich wollte anschließend gerne noch studieren.“ Das Unternehmen unterstützte seine Ambitionen und ermöglichte ihm das praxisintegrierende duale Bachelorstudium Wirtschaftsingenieurwesen mit Vertiefung Chemie- und Verfahrenstechnik. Er absolvierte es am Campus Mannheim der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). „Das Studium bestand aus jeweils drei Monaten Praxis im Betrieb, die sich mit den Phasen an der Hochschule abwechselten“, berichtet er. „Während zwei dieser Praxisphasen war ich an unserem weiteren Firmenstandort in Lutherstadt Wittenberg, um die dortigen Produktionsprozesse mit denen in Heilbronn zu vergleichen.“

Zwischen PC und Produktionshalle

Ein Porträt-Foto von Markus Hofmann

Markus Hofmann

Foto: Christine Lendt

Nahtlos ging es für Markus Hofmann nach dem Bachelorabschluss weiter: Er konnte im Unternehmen bleiben, von nun an als Ingenieur für Chemietechnik. Gemeinsam mit seinem Vorgesetzten ist er dort für die beiden Produktionsbereiche Alkohol und Industriechemikalien zuständig. Auch die stellvertretende Leitung der Instandhaltung gehört zu seinen Aufgaben. „Ansonsten bin ich vor allem bei der Neuplanung und Optimierung von Anlagen dabei“, erklärt der Ingenieur. „Es kann sich dabei zum Beispiel um einen neuen Sprühtrockner handeln, um eine Mühle für eine Verpackungsanlage, eine Kühlung oder eine Filteranlage – letztlich um alles, was bei der Herstellung und Weiterverarbeitung von Chemikalien eine Rolle spielt.“ Er ist dann bei allen Planungsschritten involviert, holt Angebote ein und vergleicht sie hinsichtlich der technischen Aspekte. „ Zudem überwache ich den gesamten Aufbau der Anlage“, schildert er.

Einen großen Teil seiner Arbeitszeit verbringt Markus Hofmann vor dem PC, wo er die Anlagen plant. „Oft bin ich aber auch direkt vor Ort, um Maße mit aufzunehmen oder mir anzusehen, was sich an der Anlage noch verbessern lässt.“ Die Verteilung zwischen Büro und Anlage variiert dabei. „Meist sind es schätzungsweise 70 Prozent am Schreibtisch, wenn große Inbetriebnahmen anstehen können es aber auch mal nur 50 sein.“

Ist alles sicher?

In seinem Beruf übernimmt Markus Hofmann viel Verantwortung: „Man ist schließlich auch für die Sicherheitstechnik an den Anlagen zuständig und muss bereits bei der Planung beachten, dass daran später Menschen arbeiten. Wir müssen deshalb auch Faktoren wie Explosionsschutz, Isolierungen als Schutz vor Wärme oder den Schallpegel im Blick haben.“ Deshalb hält der Ingenieur ständig Rücksprache mit der zuständigen Fachkraft für Arbeitssicherheit und lässt sich von ihr beraten. Neben Verantwortungsbewusstsein sind nach Einschätzung des 27-Jährigen „vor allem ein gewisses Maß an Neugier, Experimentierfreudigkeit und natürlich technischem Verständnis“ wichtig für seine Tätigkeit.

Weil es sich um ein vergleichsweise kleines Team handelt, hat Markus Hofmann bereits vielfältige Aufgaben. „Man ist hier kein kleines Rädchen im Getriebe, sondern hat als Ingenieur den kompletten Überblick. Ich könnte mir sogar vorstellen, zukünftig noch mehr Verantwortung zu übernehmen, da wir als Unternehmen wachsen“, blickt er in die Zukunft.

 

Ich will was machen mit Chemie – Interview

„Die Einsatzmöglichkeiten sind enorm vielfältig“

Welche Trends dominieren die Bran­che? Welche Anforderungen werden an Bewerber gestellt? Angela Pereira Jaé weiß, was in der Chemie läuft. Im abi>> Interview steht die Teamleiterin Karriereservice und Stellenmarkt bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. (GDCh) Rede und Antwort.

abi>> Frau Pereira Jaé, welche aktuellen Trends zeichnen sich in der Branche derzeit ab?

Angela Pereira Jaé: Die Chemie befindet sich stets im Wandel, da sie ein sehr dynamisches Feld ist. Zwei allgegenwärtige Haupttrends prägen derzeit auch unsere Branche und bringen neue Herausforderungen mit sich. Zum einen sind es Konzepte zur Nachhaltigkeit – sie werden von der Gesellschaft ausdrücklich gefordert. Es gilt also, Lösungen zu finden – sei es bei der Ernährung, Gesundheit, Lebensqualität oder Energieversorgung. Das sind ganz wichtige Aspekte, an denen sich die Branche momentan stark orientiert, auch was die Arbeitsfelder und Technologien betrifft. Im alltäglichen Leben betrifft dies Themen wie Recycling, Rückgewinnung von Energie, klimaschonende Herstellung. Ein weiteres großes Schlagwort in der Industrie ist Chemie 4.0, also die Aufgabe im Rahmen der Digitalisierung neue Konzepte für Produktionsabläufe zu entwickeln. Begriffe wie Smart Factory, also die intelligente Fabrik, und Robotik werden auch in Bezug auf Fachkräfte diskutiert.

abi>> Diese Trends prägen derzeit wohl alle Branchen. Wie zeigen sie sich konkret in der Chemie?

Ein Porträt-Foto von Angela Pereira Jaé

Angela Pereira Jaé

Foto: privat

Angela Pereira Jaé: Sie zeigen sich etwa, indem Produktionsabläufe optimiert werden. Hier ist ein Schlagwort natürlich die Automatisierung von Anlagen. Durch digitale Prozesssteuerung können Ressourcen gespart werden, somit werden auch Reststoffe reduziert. Oder sehen Sie sich ein klassisches Forschungslabor an: Hier werden viele Arbeitsschritte noch manuell erledigt, etwa das Abwiegen von Versuchskomponenten oder das Führen des Laborbuchs. Dabei werden große Datenmengen von unterschiedlichen Geräten erzeugt, die nicht miteinander vernetzt sind. Der Einfluss der Digitalisierung kann sich hier zum Beispiel in der Einführung von Datenbrillen und cloudbasierten Laborbüchern zeigen, um so die Effizienz zu steigern. Automatisierte und vernetzte Geräte zu bedienen wird in Zukunft ebenfalls mehr den Laboralltag prägen. Das ist aber ein Prozess, den wir mit Blick auf die nächsten fünf bis 15 Jahre beobachten.

abi>> Welche Anforderungen werden grundsätzlich an Absolventen vonStudiengängen oder Ausbildungen im Bereich Chemie gestellt?

Angela Pereira Jaé: Spaß an der Chemie ist ganz wichtig. Man muss neugierig sein, gern experimentieren und ausprobieren wollen. Auch Durchhaltevermögen ist gefragt, weil etwa Versuche häufig wiederholt werden müssen und auch mit Fehlergebnissen verbunden sind. Zunehmend kommt es auch auf Interdisziplinarität an, also Überschneidungen mit Fächern wie Physik und Biologie. Das Feld wird immer heterogener, daher sollte man auch Freude an den anderen Naturwissenschaften mitbringen.

abi>> Und wie gelingt der Berufseinstieg?

Angela Pereira Jaé: Indem man flexibel ist und sich bewusst macht, wie enorm vielfältig die Einsatzmöglichkeiten in der Chemie sind. Sie reichen von der Analytik über das Patentwesen bis hin zum Vertrieb. Es muss also nicht immer das klassische Arbeiten im Labor sein. Für alle, die sich gern tiefer mit dem Thema auseinandersetzen möchten, empfehle ich zum Studium die Website www.chemie-studieren.de, für Chemieberufe allgemein www.gdch.de/berufsbilder und für Ausbildungsberufe www.elementare-vielfalt.de. Unsere Gesellschaft bietet jede Menge Unterstützung, etwa ein Mentoringprogramm für junge Chemiker im Studium, Angebote wie Fortbildungen oder wissenschaftliche Tagungen, bei denen man viele Kontakte knüpft. Außerdem verfügen wir über ein Netzwerk aus 31.000 Chemikern – Networking kann viele Türen öffnen. Es ist gerade in der Chemie ein wichtiger Bestandteil für einen erfolgreichen Berufseinstieg.

abi>> Inwiefern ist nach einem Chemiestudium noch eine Promotion erforderlich?

Angela Pereira Jaé: Fakt ist, dass ein Großteil der Universitätsabsolventen promoviert – konkret über 80 Prozent. Allerdings verzeichnen wir hier seit einigen Jahren eine leichte Rückläufigkeit. Man hat aber auch mit dem Masterabschluss sehr gute Jobmöglichkeiten.

 

Ich will was machen mit Chemie – Übersicht

Chemie-Berufe im Überblick

Chemie verbirgt sich in etlichen Studien­gängen und Ausbildungen. Häufig nimmt das Fach dabei eine Schnittstellenfunktion ein. abi>> stellt einige typische Berufe vor.

Studienberufe

Apotheker/in

  • Aufgaben: In der Apotheke rezeptpflichtige Medikamente abgeben, Kunden beraten, freiverkäufliche Arzneimittel und andere Medizin- und Gesundheitsprodukte verkaufen, Herstellung, Entwicklung und Prüfen von Arzneimitteln
  • Mögliche Arbeitgeber: Apotheken (auch in Krankenhäusern), Entwicklungs- und Forschungslabore der Pharmaindustrie, Betriebe der chemischen Industrie, Prüfinstitutionen, Universitäten und Fachakademien. Außerdem Krankenversicherungen, Berufsorganisationen der Apothekerschaft oder der pharmazeutischen Industrie sowie Gesundheitsämter

Mehr zum Berufsbild „Apotheker/in“ auf BERUFENET>>

Chemiker/in

  • Aufgaben: Herstellung und Weiterentwicklung chemischer Erzeugnisse, Entwicklung, Produktionsplanung und -steuerung, Tätigkeiten in Wissenschaft und Lehre, Umweltanalysen und Beratung
  • Mögliche Arbeitgeber: Unternehmen der chemischen, pharmazeutischen oder Kunststoff herstellenden Industrie, Forschungsinstitute, zum Beispiel in den Bereichen Medizin, Naturwissenschaften und Umwelt, Papier- und Zellstoffhersteller, Betriebe in der Lebensmittelindustrie, Hochschulen, Umweltämter

Mehr zum Berufsbild „Chemiker/in“ auf BERUFENET>>

Ingenieur/in – Chemietechnik

  • Aufgaben: Chemische und physikalische Verfahren in betriebs- und labortechnischen Anlagen erforschen, entwickeln, planen sowie überwachen und verbessern, technischer Kundendienst oder Vertrieb
  • Mögliche Arbeitgeber: Betriebe der chemischen, Kunststoff verarbeitenden und pharmazeutischen Industrie, Unternehmen der Nahrungs- und Futtermittelindustrie und des Anlagenbaus für die Biotechnologie, Labore für chemische Untersuchungen, Forschung und Entwicklung, zum Beispiel in den Bereichen Medizin oder Umwelt.

Mehr zum Berufsbild „Ingenieur/in – Chemietechnik“ auf BERUFENET>>

Ingenieur/in – Verfahrenstechnik

  • Aufgaben: Prozesse entwickeln, realisieren und ausführen, in denen Produkte aus Rohstoffen gefertigt werden; entsprechende Apparate und Anlagen planen, bauen und optimieren, technischer Vertrieb, Anwendungsberatung, Kundendienst, Verwaltung
  • Mögliche Arbeitgeber: Betriebe im Bereich chemische Industrie, Ver- und Entsorgung, Hüttenindustrie, Baustoff-, Elektro- und Lebensmittelindustrie, Papier- und Textilindustrie, Maschinenbau sowie erneuerbare Energien; Ingenieurbüros für technische Fachplanung

Mehr zum Berufsbild „Ingenieur/in – Verfahrenstechnik“ auf BERUFENET>>

Toxikologe/Toxikologin

  • Aufgaben: Untersuchung der Wirkung, Aufnahme, Verteilung und Umsetzung fremder Stoffe im Stoffwechsel von Menschen, Tieren, Pflanzen sowie in Ökosystemen
  • Mögliche Arbeitgeber: Hochschulen und Forschungsinstitute, Krankenhäuser, Pharma-, Chemie-, Umwelttechnologie- und Biotechnologie-Unternehmen, Untersuchungslabore (etwa für Lebensmittelhygiene in der öffentlichen Verwaltung, zum Beispiel bei Umwelt- und Gesundheitsämtern).

Mehr zum Berufsbild „Toxikologe/Toxikologin“ auf BERUFENET>>

Ingenieur/in – Werkstofftechnik

  • Aufgaben: Verschiedene Werkstoffe untersuchen, prüfen, entwickeln und optimieren; Qualitätssicherung, Entwicklung von Maschinen, technischer Vertrieb
  • Mögliche Arbeitgeber: Betriebe der chemischen, Keramik-, Glas-, Kunststoff-, Holz- oder Metallindustrie, des Maschinen- und Anlagenbaus; öffentlicher Dienst, zum Beispiel Materialprüfämter; Technische Überwachungsanstalten, Ingenieurbüros, Forschungsinstitute.

Mehr zum Berufsbild „Ingenieur/in – Werkstofftechnik“ auf BERUFENET>>

Ausbildungsberufe

Chemikant/in

  • Aufgaben: Steuerung und Überwachung von Maschinen und Anlagen für die Herstellung, das Abfüllen und das Verpacken chemischer Erzeugnisse
  • Mögliche Arbeitgeber: Unternehmen der chemischen/pharmazeutische Industrie, Unternehmen der Kunststoff verarbeitenden Industrie

Mehr zum Berufsbild „Chemikant/in“ auf BERUFENET>>

Chemielaborant/in

  • Aufgaben: Chemische Untersuchungen und Versuchsreihen vorbereiten und durchführen; Stoffe analysieren, Stoffgemische trennen und chemische Substanzen herstellen; Dokumentation und Ergebnisse auswerten.
  • Mögliche Arbeitgeber: Betriebe der chemischen und pharmazeutischen Industrie, der Farben- und Lackindustrie, der Nahrungsmittel- beziehungsweise Kosmetikindustrie, naturwissenschaftliche und medizinische Institute von Hochschulen, Firmen der chemischen Untersuchung und Beratung, Umweltämter

Mehr zum Berufsbild „Chemielaborant/in“ auf BERUFENET>>

Edelmetallprüfer/in

  • Aufgaben: Edelmetalle untersuchen und deren Gehalt in Legierungen, Lösungen oder Aschen bestimmen, dabei unterschiedliche chemische und physikalische Verfahren anwenden
  • Mögliche Arbeitgeber: Materialprüfungsinstitute, Betriebe der Edelmetallerzeugung

Mehr zum Berufsbild „Edelmetallprüfer/in“ auf BERUFENET>>

Pharmakant/in

  • Aufgaben: Arzneimittel an automatisierten Maschinen und Anlagen industriell herstellen und verpacken
  • Mögliche Arbeitgeber: Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, Chemieunternehmen

Mehr zum Berufsbild „Pharmakant/in“ auf BERUFENET>>

 

 

abi» Animation

Chemie auf Schritt und Tritt

Ohne Chemie wäre unser modernes Leben nicht möglich. Sie begleitet uns auf Schritt und Tritt durch unseren Alltag. So ist es nicht verwunderlich, dass auch das zugehörige Berufsfeld extrem vielfältig ist. Die abi>> Animation zeigt dir mögliche Branchen, in denen du arbeiten kannst, wenn du gerne „was mit Chemie“ machen möchtest.

  


Diese Beiträge im abi-Portal könnten dich auch interessieren:

  • Verschiedene Darreichungsformen herstellen

  • „Die Einsatzmöglichkeiten sind enorm vielfältig“

  • Chemie-Berufe im Überblick

  • Anlagen planen und optimieren

Logo Bundesagentur f�r Arbeit
Stand: 26.05.2019