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Und wenn du keinen Studienplatz bekommst?

Junge Studierende auf dem Campus einer Uni
Wenn es nicht auf Anhieb mit dem Berufswunsch klappt, heißt es Ruhe bewahren und Alternativen prüfen.
Foto: Martin Rehm

Station 6: Alternativen finden

Und wenn du keinen Studienplatz bekommst?

Wer keine Zusage für das Wunschstudium erhalten hat, muss nicht verzweifeln. Nun heißt es: tief durchatmen, Ruhe bewahren und die nächsten Schritte überlegen. Alternativen gibt es immer.

Flattert der Ablehnungsbescheid in den Briefkasten oder ins E-Mail-Postfach, kann das erstmal ein Schock sein. Das kommt jedoch häufiger vor, als du vielleicht denkst. Hier ein Wegweiser, wie es nun weitergehen kann:

Studienplatzbörse

Über die Börse der Stiftung für Hochschulzulassung kannst du auf www.hochschulstart.de bundesweit an allen Hochschulen nach Studienplätzen suchen, für die es wenige Wochen vor Semesterbeginn noch freie Plätze gibt. Die Börse öffnet rechtzeitig vor dem Start ins neue Semester. Wenn das Wunschstudium nicht dabei ist, solltest du dich allerdings nicht willkürlich für irgendein Fach einschreiben. Vielleicht findet sich ein verwandter Studiengang und du kannst später ins Wunschfach wechseln. Oft ist es möglich, sich Scheine anerkennen zu lassen.

Verwandte Studiengänge, verschiedene Hochschulen

Nach einer Absage solltest du in Erfahrung bringen, ob ein Start in dein Wunschstudium an deiner Wunschhochschule nicht auch schon wieder zum nächsten Semester möglich ist. Und vielleicht kommen für dich noch andere Hochschulen in Frage, was deine Chancen erhöht. Da Bewerbungen für Unis und Fachhochschulen meist rein formalisierte Verfahren sind, kann man sich ohne Nachteile mehrfach und wiederholt bewerben.
Ratsam ist es jedoch, sich gleich zu Beginn Alternativen zurechtzulegen und sich parallel für mehrere Studiengänge an unterschiedlichen Hochschulen zu bewerben – auch für solche ohne Zulassungsbeschränkung. Wie du verwandte Studiengänge findest, erfährst du in Station 2 des abi>> Berufswahlfahrplans. Nach zulassungsfreien Angeboten kannst du im Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz recherchieren.

Ausbildung

Ein Studium nach dem Abitur ist kein Muss. Viele entscheiden sich auch für eine Berufsausbildung, weil sie gleich praktisch arbeiten und eigenes Geld verdienen möchten. Das hat den Vorteil, erst realistische Einblicke in ein Arbeitsfeld zu bekommen, um danach gezielter studieren zu können. Sinnvoll ist es also, sich eine Ausbildung im gleichen Bereich zu suchen. Wer zum Beispiel Medienproduktion studieren möchte, für den eignet sich beispielweise eine Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print. Im Sommer allerdings sind bereits viele Ausbildungsplätze besetzt oder Bewerbungsfristen abgelaufen. Trotzdem spricht nichts dagegen, seinem Wunschunternehmen eine Bewerbung zu schicken oder die Personalabteilung anzurufen. Vielleicht springt alternativ ein Praktikum dabei heraus.

In der abi>> Rubrik „Ausbildung > Ausbildungspraxis & Finanzen“ kannst du dich weiter informieren.

Praktikum

Für manche Studiengänge wie Luft- und Raumfahrttechnik, Soziale Arbeit oder Lebensmitteltechnologie wird ein Berufspraktikum verlangt, das man (zum Teil) schon vor dem Studium absolvieren sollte. Du kannst also auch auf diesem Weg etwas für dein Studium tun. Bei sozial-, kultur- und geisteswissenschaftlichen Fächern, die nicht für bestimmte Berufe ausbilden, kannst du durch ein Praktikum in spätere Arbeitsfelder schnuppern. Wer zum Beispiel Ethnologie studieren möchte, kann sich bei einem Museum oder Fachverlag bewerben.

Weitere Infos findest du in der abi>> Rubrik „Orientieren > Auszeit nach dem Abi > Praktikum“.

Auslandserfahrung

Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Erfahrungen sind nicht nur ein Plus im Lebenslauf, sondern wirken sich auch positiv auf deine Persönlichkeit aus. Ein gut überlegter Auslandsaufenthalt kann dich bei deiner beruflichen Orientierung weiterbringen und natürlich die Zeit bis zum nächsten Semester überbrücken. Je nachdem, welche Ziele du verfolgst, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Als Au-pair verbringst du viel Zeit mit einer Familie und lernst schnell die Sprache des jeweiligen Landes.

Fachliche Kompetenzen eignest du dir durch ein Praktikum bei einem ausländischen Unternehmen an. Freiwilligendienste bieten eine gute Möglichkeit, sich sozial zu engagieren und Land und Leute besser kennenzulernen. In der Online-Broschüre „Chance Ausland“ stellt die Bundesagentur für Arbeit verschiedene Optionen vor, inklusive weiterführender Links.

Infos dazu, wie du eine Auszeit nach dem Abi gestalten kannst findest du unter „Orientieren > Auszeit nach dem Abi".

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abi>> 14.03.2016