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Und wenn es nicht klappt mit dem Wunschberuf?

Einzelporträt eines Schülers
Absagen sind kein Weltuntergang. Am besten hältst du dir für diesen Fall einen Plan B bereit.
Foto: Thomas Riese

Station 5: Alternativen

Und wenn es nicht klappt mit dem Wunschberuf?

Wenn du keine Zusage für das Wunschstudium oder den favorisierten Ausbildungsplatz erhalten hast, besteht kein Grund zur Panik. Atme erst einmal tief durch und mache dich dann an deinen Plan B. Denn: Es gibt viele gute Alternativen!

Leider kann es vorkommen, dass du abgelehnt wirst. Bei der Studienbewerbung oder bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Lass dich davon aber nicht demotivieren! Hier ein Wegweiser, wie es nun weitergehen kann:

Es klappt nicht mit dem Wunschstudiengang?

Verwandte Studiengänge, verschiedene Hochschulen

Nach einer Absage solltest du in Erfahrung bringen, ob der Start in deinem bevorzugten Studiengang an deiner Wunschhochschule nicht bereits schon im nächsten Semester wieder möglich ist. Alternativ solltest du nach anderen Hochschulen suchen, die das Studienfach ebenfalls anbieten. Ein Tipp: Die Bewerbung für die Aufnahme an einer Hochschule ist meist ein rein formalisiertes Verfahren. Du kannst dich also ohne Nachteile mehrfach und wiederholt bewerben.

Es empfiehlt sich aber, dass du dir gleich von Anfang an Ausweichmöglichkeiten suchst und dich etwa parallel für mehrere Studiengänge an unterschiedlichen Hochschulen bewirbst. Nach zulassungsfreien Angeboten kannst du im Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz recherchieren.

Weitere Infos

Studium > Was studieren?

Studienplatzbörse

Die Studienplatzbörse vom Hochschulkompass www.freie-studienplaetze.de ist eine gute erste Anlaufstelle. Hier kannst du bundesweit nach Studiengängen suchen, die nur wenige Wochen vor Semesterbeginn noch freie Plätze haben. Ist dein Wunschstudium nicht dabei? Dann findest du hier vielleicht einen verwandten Studiengang. Dadurch besteht oft die Möglichkeit, später in dein Wunschfach zu wechseln. Denn oft ist es möglich, sich Studienleistungen beim Wechsel anrechnen zu lassen.

Ausbildung statt Studium

Ein Studium nach dem Abitur ist kein Muss. Im Gegenteil: Viele Abiturienten entscheiden sich bewusst für eine Berufsausbildung. Hier lockt vor allem die Tatsache, gleich in die Berufspraxis einzusteigen und dazu noch eigenes Geld zu verdienen. Der „Umweg“ über eine Ausbildung kann dir auch dabei helfen, die Berufswelt in deinem Wunschbereich besser einzuschätzen. Entscheidest du dich dann, nach der Ausbildung doch noch zu studieren, kannst du dies viel gezielter.

Es klappt nicht mit der Ausbildung?

Verschiedene Unternehmen, verwandte Berufe

Wie für den Studien- gilt auch für den Ausbildungsplatz: Klappt es nicht mit der gewünschten Ausbildung im bevorzugten Unternehmen, solltest du an andere Betriebe herantreten. In der Regel bewirbst du dich sowieso bei mehreren Unternehmen und hast noch Eisen im Feuer. Falls nicht, solltest du dich fragen: Gibt es Unternehmen, die ich noch nicht berücksichtigt habe, die mich aber ebenfalls interessieren? Wäre ich bereit, für die Ausbildung zu pendeln oder umzuziehen? Dadurch ergeben sich neue Perspektiven. Oder du suchst nach Stellen in verwandten Ausbildungsberufen. Vielleicht stellst du fest, dass auch diese Ausbildung zu deinen beruflichen Wünschen passt und dich ans Ziel führt.

Im Sommer ist die klassische Bewerbungsphase zwar bereits abgeschlossen, viele Ausbildungsplätze sind dann besetzt oder die Bewerbungsfristen abgelaufen. Trotzdem kannst du deine Bewerbungen verschicken oder nach noch offenen Ausbildungsstellen recherchieren, zum Beispiel in der bundesweiten IHK-Lehrstellenbörse. Auch ein Anruf bei den Personalabteilungen der Unternehmen kann nicht schaden: Vielleicht springt alternativ ein Praktikum dabei heraus.

In beiden Fällen zu überlegen

Praktikum

Für manche Studiengänge wird ein Berufspraktikum verlangt, das man (zum Teil) schon vor dem Studium absolvieren sollte. Das betrifft unter anderem viele technische Studiengänge, aber auch soziale Fachrichtungen. Hat es mit deinem Wunschstudium nicht geklappt, dann ist das ein guter Zeitpunkt, solche Praktika anzugehen. Auf diesem Weg kannst du aber nicht nur in Studien-, sondern auch Ausbildungsberufe schnuppern und gegebenenfalls die Zeit bis zum Ausbildungsbeginn überbrücken.

Auslandserfahrung

Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Erfahrungen sind heutzutage in allen Berufen begehrte Qualifikationen. Ein Auslandsaufenthalt kann dich bei deiner beruflichen Orientierung weiterbringen und die Zeit bis zum nächsten Studien- oder Ausbildungsstart sinnvoll überbrücken.

Abhängig von deinen späteren beruflichen Zielen, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Als Au-pair beispielsweise verbringst du viel Zeit mit einer Familie und Kindern. Das hilft dir die Sprache des jeweiligen Landes schnell zu erlernen. Möchtest du erste fachliche Kompetenzen erwerben? Dann passt ein Praktikum bei einem ausländischen Unternehmen besser. Freiwilligendienste hingegen bieten dir eine gute Möglichkeit, dich sozial zu engagieren und andere Kulturen und Gesellschaften aus erster Hand kennenzulernen.

Hilfestellung und Ideen erhältst du in der Online-Broschüre „Chance Ausland“ der Bundesagentur für Arbeit. Hier findest du verschiedene Auslandsoptionen und wie diese umgesetzt werden können – inklusive weiterführender Links.

FSJ und Co.

Nicht nur im Ausland bieten sich Möglichkeiten, Wartezeit zu überbrücken, neue Erfahrungen zu sammeln und den eigenen Horizont zu erweitern. Auch in Deutschland kannst du tätig werden, zum Beispiel in Form eines Freiwilligen Sozialen oder Ökologischen Jahres oder eines Bundesfreiwilligendienstes.

 

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abi>> 12.03.2018