Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Wie kann ich meine Chancen auf einen Studienplatz erhöhen?

Mann vor der Universität
Auch wenn der Andrang groß ist, kann es trotzdem mit dem Wunschstudiengang klappen.
Foto: Swen Reichhold

Doppelte Abiturjahrgänge: Checkliste

Wie kann ich meine Chancen auf einen Studienplatz erhöhen?

Wie klappt es trotz des hohen Andrangs mit dem Studium an der Wunschhochschule? Joachim Zak, Berufsberater für akademische Berufe bei der Arbeitsagentur Stuttgart, hat einige Tipps parat.

Gute Abiturnoten

Großer Studierendenandrang bedeutet striktere Zulassungsvoraussetzungen zu den Studiengängen – vor allem zu besonders begehrten. Ein guter Abischnitt kann die Chancen meist erhöhen. Ein genauer Blick in die Auswahlsatzung des Wunschstudiengangs zeigt oft Möglichkeiten auf, wie sich beispielsweise mit Eignungstests, Praktika oder einer zuvor abgeschlossenen Berufsausbildung die Chancen auf eine Zulassung verbessern lassen.

Gute Recherche

Über den Hochschulkompass kann in der erweiterten Suche nach zulassungsfreien Studiengängen gesucht werden. Außerdem werden hier kurz vor Semesterstart auch in örtlich zulassungsbeschränkten Fächern Restplätze, die nach der Bewerbungsfrist noch unbesetzt sind, angeboten.

Örtlich flexibel sein

Wer nicht auf seinen Heimatort beschränkt ist und sich bundesweit bewirbt, hat bessere Chancen auf einen Studienplatz. Oft gibt es bei kleineren und weniger bekannten Universitäten und Fachhochschulen – die gleichfalls hochwertige Studienangebote vorhalten – weniger Bewerber.

Studieren im Ausland

Es lohnt sich auch ein Blick ins (vor allem europäische) Ausland. Im Lebenslauf wird Auslandserfahrung gerne gesehen und man hat die Möglichkeit, eine andere Kultur kennenzulernen. So ein Auslandsstudium erfordert aber Mut und sehr gute Vorbereitung. Wichtig ist dabei insbesondere, sich über sprachliche Voraussetzungen, die Anerkennung in Deutschland und Finanzierungsmöglichkeiten zu informieren.

Alternativen prüfen

Zu vielen Studiengängen gibt es Alternativen, die vergleichbare Inhalte bieten. Wer beispielsweise eigentlich gerne Medizin studieren möchte, aber wenig Chancen sieht, findet eventuell in einem verwandten Studienfeld, zum Beispiel Gesundheitswissenschaften oder Medizintechnik, eine Alternative. Wichtig dabei ist, sich über Inhalte, Anforderungen und berufliche Perspektiven ausführlich zu informieren. Eine weitere Alternative könnte eine Berufsausbildung in einem verwandten Bereich sein; auf eine Ausbildung etwa im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege kann gegebenenfalls später auch noch ein Studium folgen (siehe auch „Wartesemester“).

Fernstudium

Die FernUniversität Hagen hat keine Zulassungsbeschränkungen. Alle Bewerber mit Hochschulreife bekommen einen Studienplatz. Wer sich also gut organisieren, effektiv selbstständig arbeiten und auf das typische Studentenleben verzichten kann, für den ist das Fernstudium vielleicht eine gute Möglichkeit.

Zeit gut nutzen

Es hat dieses Mal nicht geklappt mit dem Wunschstudium? Dann besteht die Option, sich im nächsten Semester erneut zu bewerben. Die Zeit bis dahin sollte man jedoch sinnvoll nutzen: in Form von Praktika, Bundesfreiwilligendienst oder FSJ im Ausland. Das sieht im Lebenslauf gut aus und kann die Chancen auf einen Studienplatz gegebenenfalls verbessern.

Wartesemester

Wichtig zu wissen: jedes Semester, das man nicht an einer deutschen Hochschule eingeschrieben ist, zählt als Wartesemester. Mit einer Berufsausbildung etwa in einem verwandten Bereich kann man sich so seinem Studienwunsch nähern und gleichzeitig schon Qualifikationen und einen Berufsabschluss erwerben.

abi>> 11.11.2015