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Mit dem Abi ins Germanistikstudium

Ein Buch mit einer Lupe
Ein Germanistikstudium ist nur an einer Universtität möglich.
Foto: Swen Reichhold

Schulabschlüsse – Abitur

Mit dem Abi ins Germanistikstudium

Mit ihrem Abiturzeugnis standen Nadine Bohland grundsätzlich alle Hochschultüren offen. Ihren Studienplatz in Germanistik fand die 24-Jährige an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Ihre Leidenschaft für das Lesen und Schreiben erleichterte Nadine Bohland die Entscheidung für das Studium der Germanistik – mit dem Schwerpunkt Literatur im Hauptfach und dem Schwerpunkt Sprache im Nebenfach. Als weiteres Nebenfach belegte sie Soziologie. „Die vielfältigen beruflichen Möglichkeiten, etwa im Bereich Journalismus, in Redaktionen oder Verlagen, reizen mich“, nennt sie einen weiteren Grund für ihre Wahl.
Mit der allgemeinen Hochschulreife standen ihr etliche Möglichkeiten offen, wobei sie in ihrer Heimatregion bleiben wollte. „Ich hätte mich zum Beispiel auch für den Studiengang ‚Onlinejournalismus‘ an der Fachhochschule in Darmstadt bewerben können, der sehr spezialisiert ist“, erzählt sie. Überzeugt hat sie letztlich aber das Studium an der Universität.

Theorie im Vordergrund

Ein Porträt-Foto von Nadine Bohland

Nadine Bohland

Foto: Carina Bohland

Unter anderem wegen eines Auslandssemesters an der Universitat de Barcelona steht Nadine Bohland derzeit im achten Semester des regulär sechssemestrigen Bachelorstudiengangs. Er beinhaltet neben Modulen wie „Einführung in die Literatur“ oder „Literatur- und Kulturtheorie“ zahlreiche Sprachmodule, die von grammatikgeprägten Vorlesungen bis hin zu Seminaren zu Sprachtheorien und Modellen reichen. „Insgesamt ist das Studium sehr theoretisch angelegt“, berichtet die Studentin, „abgesehen von zwei Modulen mit Praxisbezug. Ich habe an Exkursionen teilgenommen und zum Beispiel die Arbeit beim Hessischen Rundfunk näher kennengelernt.“ Außerdem bereichern zahlreiche kostenfreie Zusatzangebote wie Sprachkurse, außerfachliche Kompetenzen oder Sport ihren Studienalltag.
In der vorlesungsfreien Zeit stehen meist zwei bis drei Hausarbeiten an. Um die geringen Praxisanteile des Studiums auszugleichen, absolvierte sie nebenher noch freiwillige Praktika. „Das ist unbedingt notwendig, wenn man sich später gegen andere Bewerber durchsetzen möchte“, ist sie überzeugt. Hinzu kommt ein Job als studentische Hilfskraft an der Universität, mit dem sie sich etwas dazuverdient.

Eigenverantwortung und Selbstorganisation

„Das Studium verläuft hauptsächlich eigenverantwortlich und in Selbstorganisation“, beschreibt Nadine Bohland ihren Lernalltag an der Universität. Studierende können im Rahmen der jeweils gültigen Studien- und Prüfungsordnung selbst entscheiden, welche Seminare sie belegen möchten. „Aufgrund der Vielzahl der Bewerber und des eingesetzten Losverfahrens kommt es allerdings vor, dass man nicht an seinen Wunschkursen teilnehmen kann.“

Auch wenn sie sich mehr Praxisbezug innerhalb des Studiums wünscht, konnte sie viele Erfahrungen sammeln und sieht das Studium als gute Grundlage für ihre berufliche Zukunft: „Ich möchte mir verschiedene Möglichkeiten offenhalten. Auch einen anschließenden Master im Bereich Digitale Medien und Journalismus kann ich mir vorstellen.“

abi>> 17.05.2017