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Konsequent auf das Ziel hinarbeiten

Der Industriebetriebswirt in der Bibliothek der Hochschule. Hier widmet er sich seines Studiums, liest Fachliteratur in Fachbüchern und in Artikeln am Laptop.
Der Umgang mit Wirtschaftsthemen liegt Katrin Arizanova. Im Anschluss an ihre Fachhochschulreife hat die 21-Jährige daher ein BWL-Studium an einer Fachhochschule aufgenommen.
Foto: Frank Pieth

Studieren mit Fachhochschulreife

Konsequent auf das Ziel hinarbeiten

Nach dem zweijährigen Besuch der Fachoberschule hat Katrin Arizanova (21) die Fachhochschulreife in der Tasche und studiert nun an einer Fachhochschule Betriebswirtschaftslehre (BWL).

Ab dem siebten Schuljahr belegte Katrin Arizanova an der Realschule den wirtschaftlichen Zweig. „Ich habe gemerkt, dass mir Wirtschaftsthemen Spaß machen. Ein Studium der Betriebswirtschaftslehre konnte ich mir daher gut vorstellen“, erinnert sie sich. Um dieses Ziel zu erreichen und ermutigt durch ihre Eltern meldete sich die heute 21-Jährige an der Fachoberschule in Wasserburg im Landkreis Rosenheim an. Dort wählte sie ebenfalls den Wirtschaftszweig. Zusammen mit den Mitschülern aus dem mathematischen und dem sozialen Zweig hatte sie Grundfächer wie Deutsch, Mathematik, Englisch, Geschichte und Ethik. Der Schwerpunkt des Unterrichts lag für Katrin Arizanova jedoch auf wirtschaftlichen Themen – von Betriebswirtschaft über Volkswirtschaft bis Wirtschaftsinformatik.

Theorie und Praxis im Wechsel

Ein Porträt-Foto von Katrin Arizanova

Katrin Arizanova

Foto: Alica Burlein

Das erste Jahr an der Fachoberschule setzte sich aus Theorie und Praxis zusammen. „Alle drei bis vier Wochen wechselten wir zwischen Blockunterricht und der Arbeit in einem Betrieb“, berichtet die heutige BWL-Studentin. Praktische Erfahrungen sammelte sie in einer Anwaltskanzlei und in der Kreisklinik ihrer Heimatstadt Ebersberg. „In der Kanzlei habe ich anfangs leichte Aufgaben übernommen: Ablage, Anschreiben vorbereiten, Diktate abtippen“, erzählt Katrin Arizanova. Nach und nach erweiterte sie ihren Aufgabenbereich, wurde in das Steuerprogramm der Kanzlei eingeführt, verschickte E-Mails an Mandanten und bearbeitete den Postein- und -ausgang.

In der Kreisklinik unterstützte die Fachoberschülerin im Einkauf, an der Information, im Archiv, im Lager, im Qualitätsmanagement und in der Geschäftsführung. „So habe ich einen guten Einblick in die Arbeitsprozesse einer Klinik bekommen“, sagt die Studentin, die mittlerweile im sechsten Semester studiert und im nächsten ihre Bachelorarbeit schreibt. Gerade hat sie ihr Praxissemester in einer Steuerberatungsgesellschaft absolviert, in der sie schon seit Studienbeginn als Werkstudentin tätig ist. „Dass ich nach der Fachoberschule schon Praxiserfahrung vorweisen konnte, hat mir bei der Bewerbung um eine Werkstudententätigkeit sehr geholfen“, betont Katrin Arizanova.

Leichterer Studieneinstieg dank Vorwissen

Auch die ersten Vorlesungen in Betriebswirtschaftslehre fielen ihr durch ihr wirtschaftliches Vorwissen aus der Fachoberschule und der Realschule leichter als manch einem Kommilitonen. Die Praxisnähe des Fachhochschulstudiums kommt ihr ebenfalls entgegen: „Deshalb reichte mir die Fachhochschulreife auch aus – ich wollte nicht an einer Universität studieren.“

Nach dem Bachelor möchte die BWL-Studentin gern ein Masterstudium aufnehmen – ob in Vollzeit oder berufsbegleitend ist noch offen. Allen, die ebenfalls ein Studium mit Fachhochschulreife anstreben, rät sie: „Nicht aufgeben! Es hilft, konsequent auf sein Ziel hinzuarbeiten.“ Außerdem sei es gut, früh zu wissen, wohin man beruflich möchte, denn so könne man sich gezielt auf den Weg machen.

abi>> 23.04.2019