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Vorteile auf allen Wegen

Eine junge Frau sitzt an einem Schreibtisch voller Bücher.
Welcher Weg ist nur der beste für mich? Prüfe mit der abi>> Übersicht, welcher Berufsweg zu dir passt.
Foto: Katharina Kemme

Studium oder Ausbildung – Übersicht

Vorteile auf allen Wegen

Das Abitur ist geschafft. Nun eröffnen sich verschiedene Möglichkeiten für den Start ins Berufsleben: Ausbildung, Studium oder vielleicht ein duales Studium? abi>> hat Argumente für alle drei Wege gesammelt.

Ausbildung

Praktisches Arbeiten: Wer genug vom langen Lernen in der Schule hat und endlich selbst arbeiten möchte, für den ist eine Ausbildung das Richtige. Die praktische Arbeit steht im Vordergrund und Hintergrundwissen aus der Berufsschule kann gleich angewendet werden.

Geld: Auszubildende in Betrieben oder im öffentlichen Dienst bekommen für die Arbeit, die sie leisten, ein Gehalt. Für viele ist dies der erste wichtige Schritt für mehr Selbstständigkeit und Unabhängigkeit vom Elternhaus.

Übernahme: Mit einer Ausbildung ist man schon mal „drin“ im Unternehmen und hat meist gute Chancen für eine Übernahme. Durch die Arbeit während der Lehrzeit hat man auch die Möglichkeit, gute Kontakte zu weiteren Arbeitgebern in der Branche zu knüpfen.

Karriere: Mit einem Ausbildungsabschluss hat man viele Möglichkeiten, sich weiterzuqualifizieren. Weiterbildungen, etwa zum Meister oder Techniker, eröffnen die Möglichkeit, in gehobeneren Positionen zu arbeiten oder sogar einen eigenen Betrieb zu führen.

Grundlage fürs Studium: Die praktische Qualifikation bietet eine gute Grundlage für ein Studium, in dem die Theorie vertieft wird. Studierende mit einer Ausbildung wissen dann schon, wo dieses theoretische Wissen zur Anwendung kommt. Häufig besteht auch die Möglichkeit, ein berufsbegleitendes Studium aufzunehmen.

Studium

Intensives Lieblingsfach: Bis zum Abitur sind Kenntnisse in vielen Fächern gefragt. Im Studium kann man sich auf das Fach konzentrieren, das einen wirklich interessiert und sich intensiv damit auseinandersetzen.

Bestimmtes Berufsziel: Wer Arzt, Rechtsanwalt oder Architekt werden möchte, kann dieses Berufsziel nur über ein Studium erreichen. Einige Berufe setzen einen Hochschulabschluss als Qualifikationsgrundlage voraus.

Geld: Akademiker verdienen im Schnitt im Laufe ihres Berufslebens im Schnitt mehr als Fachkräfte mit einem Ausbildungsabschluss. Auch wenn es während des Studiums noch kein Geld gibt, so sind die Aussichten auf mehr Gehalt mit dem Berufseinstieg höher. Der Verdienst ist allerdings auch immer von der jeweiligen Branche abhängig.

Entfaltungsmöglichkeiten: Viele Studierende ziehen aus dem Elternhaus aus, um in einer anderen Stadt ein Studium aufzunehmen und lernen so, auf eigenen Beinen zu stehen und ihren Studienalltag selbst zu organisieren.

Karriere: Verantwortungsvolle Führungspositionen werden meist mit Hochschulabsolventen besetzt. Das Studium stellt somit eine wichtige Qualifikation auf dem Weg nach oben dar.

Eigene Richtung: Da es im Studium mehr Wahlbereiche gibt und die Inhalte nicht so strikt vorgegeben sind, hat man mehr Möglichkeiten, sich selbst auszutesten – und dann die Richtung zu finden, die zu einem passt.

Duales Studium

Theorie und Praxis: Wer gerne praktisch arbeitet, aber trotzdem auf eine intensive theoretische Grundlage nicht verzichten möchte, für den ist das duale Studium eine Alternative. Es bietet die Kombination aus Studium und Praxisphasen, in denen das Wissen gleich zur Anwendung kommt.

Zwei Abschlüsse: Bei ausbildungsintegrierenden Varianten des dualen Studiums können sogar zwei Abschlüsse erlangt werden: der Bachelor an der Hochschule und der Ausbildungsabschluss im Betrieb.

Geld: Während des Studiums erhält man für die praktischen Tätigkeiten im Betrieb ein Gehalt. Nach dem Abschluss sind die Absolventen des dualen Studiums wie Vollzeitstudierende in gehobeneren Positionen gefragt und werden entsprechend gut bezahlt.

Übernahme: Dual Studierende haben durch ihre praktische Ausbildung einen engen Bezug zu ihrem Unternehmen – das sie meist übernimmt. Außerdem können durch die Praxis und die Verbindungen an der Hochschule wertvolle Kontakte zur Branche geknüpft werden.

Allerdings: Die doppelte Ausbildung erfordert auch einen erhöhten Arbeitsaufwand. Das Studium muss in kürzerer Zeit absolviert werden und in den Semesterferien stehen weitere Praxisphasen im Betrieb an. Bis zum Bachelor ist somit ein straffer Zeitplan angesagt.

Die abi>> Übersicht „Studium oder Ausbildung“ gibt es hier als PDF zum Download.

abi>> 22.01.2018