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Null Semester, aber viel gelernt

Wegweiser zu Einrichtungen einer Universität.
Studieren? Ja! Aber welcher der vielen möglichen Wege ist der richtige für mich? Patrick Kunz fand das über ein Orientierunssemster in Aachen heraus.
Foto: Hans-Martin Issler

„Guter Studienstart“

Null Semester, aber viel gelernt

Fachhochschule oder Uni, Maschinenbau oder doch lieber Wirtschaftsingenieurwesen? Diese Fragen konnte Patrick Kunz (22) dank eines Orientierungssemesters in Aachen für sich beantworten.

Ein Oberstufenleiter unserer Schule hatte uns das Projekt „Guter Studienstart“ vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der RWTH und der FH Aachen. Rund 200 Studieninteressierte können in sechs Monaten – immer im Sommersemester – die Bereiche Elektrotechnik, Maschinenbau, Luft- und Raumfahrttechnik sowie Bauingenieurwesen kennenlernen und währenddessen sowohl an der Fachhochschule als auch an der Universität studieren. Mich hat das angesprochen, weil ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, ob ich an einer Fachhochschule oder an einer Universität studieren sollte und ich außerdem noch zwischen Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Maschinenbau schwankte. Auch wenn Wirtschaftsingenieurwesen nicht explizit im Programm aufgeführt war, gab es genug Möglichkeiten, diesen Bereich kennenzulernen.

Volles Programm

Ein Porträt-Foto von Patrick Kunz

Patrick Kunz

Foto: Sebastian Dreher

Es gibt zwei Starttermine für das Projekt, einen im März und einen im Mai. Wenn man schon die Hochschulreife hat, kann man den Studierendenstatus erhalten. Wer Schüler ist, weil er etwa noch in den Abiturprüfungen steckt, ist Gasthörer. In beiden Fällen ist das Semester ein „Semester Null“.

Das Grundlagenprogramm umfasst die Bereiche Mathematik, Physik, Informatik, Mechanik und auch Praktika. Mathematik und die Teilnahme am studentischen Mentoring, einer wöchentlichen Veranstaltung, in der wir von Studierenden begleitet werden, sind verpflichtend. Zudem ist eine Projektwoche „pro8“ Pflicht, in der Achterteams an einer von einer Firma gestellten ingenieurwissenschaftlichen Entwickleraufgabe arbeiten. Dann gibt es noch ein Wahlprogramm, aus dem ich mir weitere Veranstaltungen raussuchen konnte.

Mit 14 Credit Points ins erste Semester

Im Orientierungssemester darf man auch Klausuren mitschreiben – egal, ob als Gasthörer oder mit Studierendenstatus. Wenn man sie besteht, kann man sich die Punkte später anrechnen lassen. Daher konnte ich bereits mit 14 Credit Points in mein erstes Semester starten. Das ist auf das gesamte Studium bezogen nicht viel, hat mir aber gerade am Anfang meines Studiums einen kleinen zeitlichen Puffer verschafft.

Für mich war das Projekt in vielerlei Hinsicht hilfreich: Ich bekam eine realistische Vorstellung davon, was es heißt, an einer Universität zu studieren und wie in etwa die Leistungsanforderungen sind. Nach dem Orientierungssemester wusste ich, Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Maschinenbau an der RWTH ist das Richtige für mich. In meinem ersten richtigen Semester kannte ich dann schon einige Kommilitonen und konnte insgesamt entspannter ins Studium starten.

abi>> 18.06.2018