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Hilfe zur Selbsthilfe bei der Studienwahl

Valentin Dreher arbeitet an seinem Schreibtisch.
Valentin Dreher (17) weiß schon lange, dass er Journalist werden möchte. Das Selbsterkundungstool der Bundesagentur für Arbeit half ihm, den passenden Weg zu finden.
Foto: Swantje Petersen

Selbsterkundungstool der Bundesagentur für Arbeit (SET)

Hilfe zur Selbsthilfe bei der Studienwahl

Viele Wege führen zu Valentin Drehers Wunschberuf Journalist. Um herauszufinden, welcher der passende für ihn ist, hat der 17-Jährige das Selbsterkundungstool der Bundesagentur für Arbeit genutzt und die Ergebnisse mit einer Berufsberaterin besprochen. abi>> berichtet der angehende Abiturient aus Hannover, wie ihm beides weitergeholfen hat.

Ich weiß schon lange, dass ich Journalist werden will. Es ist das große Ziel am Horizont – aber noch habe ich mich nicht für den Weg entschieden. Sicher ist nur, dass ich studieren will. Um herauszufinden, welche Optionen es gibt und wie gut diese zu meinen Interessen und Fähigkeiten passen, habe ich das Selbsterkundungstool (SET) der Bundesagentur für Arbeit absolviert, das sich speziell an Studieninteressierte richtet.

Detaillierte Ergebnisse

Ein Porträt-Foto von Valentin Dreher

Valentin Dreher

Foto: Swantje Petersen

Der Test besteht aus vier Modulen, in denen man sich mit seinen Fähigkeiten, sozialen Kompetenzen, Interessen und beruflichen Vorlieben auseinandersetzt. Dafür braucht man etwa zwei Stunden. Ich habe mir mehr Zeit genommen – der Test ermöglicht es, zwischendurch Pause zu machen. Das fand ich angenehm, denn manche Aufgaben erfordern eine sehr hohe Konzentration, etwa, wenn es im Modul Fähigkeiten um räumliches Sehen und mathematische Fragestellungen geht.

Sehr leicht ist es mir gefallen, mich im Modul zu den beruflichen Vorlieben in die geschilderten Situationen hineinzuversetzen und zu entscheiden, welche der vorgeschlagenen Tätigkeiten ich interessanter finde. Auch meine Interessen konnte ich gut einschätzen und schnell beurteilen, wie sehr mich zum Beispiel der Bereich „Politik und Gesellschaft“ interessiert. Im Modul zu den sozialen Kompetenzen ging es wiederum darum, Bilder von Menschen in verschiedenen Situationen zu beurteilen und eine Aussage zu treffen, wie ich mich in der jeweiligen Situation verhalten würde.

Am Schluss erhielt ich ein detailliertes Ergebnis mit Auswertungen der einzelnen Module und acht Studienfeld-Empfehlungen (seit April 2019 werden auch acht passende Ausbildungsberufe vorgeschlagen). Politikwissenschaft steht bei mir an erster Stelle – das freut mich, weil ich darüber bereits nachgedacht und mich bei einem Hochschulinformationstag über das Fach informiert habe. Auch den Hinweis auf Sozialwissenschaften finde ich interessant; ich werde mich auf jeden Fall noch mit den Inhalten auseinandersetzen.

Bestätigung für meinen Berufswunsch gibt mir zudem die Auswertung meiner Fähigkeiten. Unter anderem wird mir bescheinigt, dass ich gut mit Texten und Sprache umgehen kann. Überrascht bin ich, dass ich auch beim mathematischen Verständnis volle Punktzahl habe. Ein gutes Gefühl, schließlich gehört Statistik auch zum Studium der Politikwissenschaft.

Grundlage für Beratung

Das SET hat mir geholfen, mich selbst zu positionieren und mir über einige Fragen klarzuwerden. Außerdem waren die Ergebnisse eine gute Grundlage für das anschließende Gespräch mit einer Berufsberaterin der Agentur für Arbeit. Sie gaben ihr Hinweise darüber, welche Interessen und Kompetenzen ich habe, was ich mir vorstellen kann – und was nicht. Gesundheits- und Kulturwissenschaften, zwei weitere Vorschläge des Tests, habe ich beispielsweise direkt ausgeschlossen.

Das Gespräch ist eine gute Hilfe zur Selbsthilfe, wie auch das SET selbst. Ich habe viel Handwerkszeug an die Hand bekommen, um weiter zu recherchieren und mich zielgerichteter zu informieren. Das Portal BERUFENET informiert beispielsweise sowohl über das Berufsbild des Journalisten wie auch über das Studienfeld Politikwissenschaften mit all seinen Ausdifferenzierungen und Perspektiven. Ein weiterer Tipp war das Portal studienwahl.de mit Infos zu konkreten Studienmöglichkeiten an deutschen Hochschulen.

Weiter informieren

Nach dem Abi mache ich ein Gap Year an einem College in den USA. Eine gute Gelegenheit, um mir verschiedene Kurse und Fachgebiete anzuschauen und zu testen, ob sie mich interessieren und mir Spaß machen. Es ist gut, dass mir bis zur endgültigen Entscheidung noch Zeit bleibt. So kann ich mich noch weiter über Studienangebote informieren. Das hat mir nämlich das SET ebenfalls nahegelegt. Ich musste schmunzeln, als ich las: ,Deine Fähigkeiten deuten darauf hin, dass du weniger zum sorgfältigen Arbeiten und zur systematischen Planung neigst.' Das kann ich bestätigen ... Und ich werde den Ratschlag, mich bereits vor Studienbeginn sorgfältig mit den Inhalten des angestrebten Studiengangs auseinanderzusetzen, auf jeden Fall beherzigen.

abi>> 03.06.2019