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„Viele positive Erfahrungen"

Eine Solarstromanlage
Alexandra Döppner erforschte die Auswirkungen von Infrarotkameras auf Photovoltaikanlagen - und gewann den BundesUmweltWettbewerb.
Foto: Gerhard Blank

BundesUmweltWettbewerb

„Viele positive Erfahrungen"

Mädchen und Technik? Dass das eine super Kombination ist, hat Alexandra Döppner (18) aus Brandis bei Leipzig im vergangenen Jahr bei der 22. Internationalen Umwelt-Projekt Olympiade (INEPO) in Istanbul bewiesen. Mit ihrem Projekt „Erkennung von Defekten an Photovoltaikanlagen mittels Infrarotthermografie“ räumte sie die Goldmedaille ab. Zuvor hatte die Abiturientin mit Erfolg am BundesUmweltWettbewerb (BUW) teilgenommen.

„M eine Teilnahme am BundesUmweltWettbewerb hat sich ganz zufällig ergeben. In der zehnten Klasse am Gymnasium sollte ich eine Facharbeit über ein naturwissenschaftliches Thema schreiben. Zuvor hatte ich ein Praktikum bei einer Firma gemacht, die Infrarotkameras herstellt. Dort hatte ich erkannt, dass sich mittels Infrarotkameras Defekte an Photovoltaikanlagen feststellen lassen. Darüber habe ich schließlich meine Arbeit geschrieben. Ich hatte damals einen sehr engagierten Betreuungslehrer, der mir sofort vorgeschlagen hat, mich mit diesem Projekt beim BundesUmweltWettbewerb zu bewerben. Davon hatte ich zwar noch nie etwas gehört, aber mir gefiel die Idee auf Anhieb.

Ein Porträt-Foto von Alexandra Döppner

Alexandra Döppner

Foto: Babett Döppner

Große Erwartungen an meine Teilnahme hatte ich nicht. Deshalb war ich sehr überrascht, dass ich nach Kiel eingeladen wurde, um dort mein Projekt vorzustellen. Das war dann erstmal viel Arbeit, weil ich dafür einen Vortrag ausarbeiten und detailliert die Problemstellung, den Projektablauf und die Ergebnisse darstellen musste. Den Vortrag habe ich vor zehn Professoren gehalten. Ich war wahnsinnig aufgeregt und habe daheim schon wie verrückt geübt. Aber ich habe festgestellt, dass die Aufregung abnimmt, wenn man anfängt zu reden.

Ein paar Wochen später habe ich erfahren, dass ich mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wurde. Gleichzeitig wurde ich eingeladen, Deutschland bei der Internationalen Umwelt-Projekt-Olympiade in Istanbul zu vertreten. Jedes Jahr nehmen daran ungefähr 50 verschiedene Länder teil. Da war ich schon wirklich stolz! Meinen Vortrag musste ich dort gleich mehrmals vor verschiedenen Jurys halten, und das natürlich auf Englisch. Und dann hieß es, dass ich die Goldmedaille gewonnen habe. Das war ein unvergesslicher Moment!

Aus den beiden Wettbewerben habe ich sehr viele Erfahrungen und sehr viel Positives mitgenommen. Ich habe mich selbst viel besser kennengelernt und weiß, was ich leisten kann und womit ich vielleicht nicht so gut zurechtkomme. Auch für meine Berufswahl war die Teilnahme sehr wertvoll. Mein Interesse an Naturwissenschaft ist dadurch gestiegen. Vorher wusste ich gar nicht so recht, in welche Richtung es zukünftig gehen soll, aber jetzt weiß ich, dass ich etwas in diesem Bereich machen möchte. Auch bei der Studienplatzsuche habe ich nun Vorteile, denn einige Unis berücksichtigen die Teilnahme und vergeben hier im Auswahlverfahren noch Punkte. Diese können dann zusätzlich zur Abinote oder zu weiteren Fachnoten einen Einfluss haben.

Für mich hat sich der BundesUmweltWettbewerb in jedem Fall gelohnt, und ich kann nur jedem raten, es einfach zu probieren. Ich würde jederzeit wieder mitmachen!“

Weitere Informationen

Arbeitsgemeinschaft bundesweiter Schülerwettbewerbe

Die Arbeitsgemeinschaft bundesweiter Schülerwettbewerbe bietet umfangreiche Informationen über staatlich anerkannte und geförderte Schülerwettbewerbe in Deutschland.
www.bundeswettbewerbe.de

BundesUmweltWettbewerb

Beim BundesUmweltWettbewerb stehen Themen im Vordergrund, die sich mit der Lösung von Umweltproblemen beschäftigen. Wer hier weiterkommt, hat die Chance, an der internationalen Umweltprojektolympiade in Istanbul teilzunehmen.
www.buw-home.de

abi>> 06.08.2015