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Rund um den Nebenjob

Münzstapel mit Eurogeld.
Kindergeld, Krankenversicherung, Mindestlohn: Bei einem Job neben dem Studium gibt es einiges zu beachten.
Foto: Martin Rehm

Jobben neben dem (Bachelor-)Studium: Glossar

Rund um den Nebenjob

BAföG-Förderung, Mindestlohn, Sozialversicherung: Wenn man sich im Studium einen Nebenjob sucht, gibt es einige Dinge, die es zu beachten gilt. abi» stellt eine Auswahl der wichtigsten vor.

BAföG-Förderung

Dein Einkommen aus Nebenjobs wird grundsätzlich auf das BAföG angerechnet. Es gibt aber einen Freibetrag von 4.880 Euro pro Jahr, was einem durchschnittlichen Monatsverdienst von etwa 406 Euro entspricht, wenn du angestellt arbeitest. Ab dem 01.08.2016 steigt der Freibetrag auf 5.400 Euro jährlich beziehungsweise 450 Euro im Monat. Ist der Bewilligungszeitraum für das BAföG kürzer als ein Jahr, wird das Einkommen anteilig berechnet.

Weitere Infos: http://jugend.dgb.de/studium/dein-geld/studienfinanzierung/++co++15ad8786-909c-11e2-aa12-525400808b5c/#bafoeg-und-dazuverdienen

Befristet beschäftigt

Dauert ein Aushilfsjob nicht mehr als drei Monate oder 70 Arbeitstage pro Kalenderjahr, handelt es sich um eine befristete Beschäftigung. Dann fallen, unabhängig von der Höhe des Verdienstes, keine Sozialversicherungsabgaben an. Bei den Steuern gilt der Grundfreibetrag von 8.472 Euro (2015) beziehungsweise 8.652 Euro (2016). Der Arbeitgeber führt die Lohnsteuer ab – die kannst du über eine Steuererklärung zurückholen.

Achtung: Wenn du mit mehreren Aushilfsjobs auf mehr als drei Monate oder 70 Arbeitstage kommst und so die Befristung überschreitest, fallen Sozialversicherungsbeiträge an.

Weitere Infos: www.deutsche-rentenversicherung.de/tipps_fuer_studenten.pdf

Kindergeld

Solange du weder eine Berufsausbildung noch ein Studium abgeschlossen hast, bekommst du beziehungsweise deine Eltern bis zu deinem 25. Geburtstag Kindergeld – unabhängig von deinen Studentenjobs.

Weitere Infos: www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Merkblatt-Sammlung/MB-Kindergeld.pdf

Krankenkasse

Studierende können sich bis zum Alter von 25 Jahren kostenlos über die Eltern in einer gesetzlichen Krankenkasse mitversichern. Wer familienversichert ist, darf aber monatlich nicht mehr 415 Euro dazu verdienen oder mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten.

Weitere Infos: www.studentenwerke.de/de/node/1731

Midijob

Das sind Jobs, bei denen man im Monat mehr als 450 Euro, aber weniger als 850 Euro verdient. Wie beim Minijob werden Beiträge zur Rentenversicherung fällig. Die berechnen sich nach der Höhe des Einkommens und liegen maximal bei 9,35 Prozent.

Weitere Infos: http://jugend.dgb.de/studium/dein-job/jobarten/++co++cef21ebc-76a9-11e2-b4fa-5254004678b5

Mindestlohn

Studierende haben Anspruch auf den Mindestlohn von 8,50 Euro. Ob es sich um einen Minijob, einen Semesterferienjob, einem klassischen Nebenjob oder um eine Werkstudierendentätigkeit handelt, ist dabei egal. Ausnahme: Bei einem Praktikum, das fest auf deinem Studienplan steht, oder einem freiwilligen Praktikum zur Berufsorientierung, das nicht länger als drei Monate dauert, greift der Mindestlohn nicht.

Weitere Infos: www.studentenwerke.de/de/mindestlohn

Minijob/450-Euro-Job

Eine Dauerbeschäftigung mit nicht mehr als 450 Euro Verdienst im Monat gilt als Minijob. Der Arbeitgeber zahlt einen pauschalen Sozialversicherungsbeitrag. Du musst lediglich einen geringen Anteil in die Rentenversicherung einzahlen (3,7 Prozent bei Minijobs im gewerblichen Bereich). Auf Antrag kannst du dich davon befreien lassen.

Weitere Infos: www.minijob-zentrale.de

Sozialversicherung

Hierzu gehören die Kranken-, Renten- Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Ob und wann Beiträge fällig werden, hängt von der Art und Dauer der Beschäftigung ab.

Weitere Infos: www.studentenwerke.de/de/content/geringf%C3%BCgig-entlohnte-und-kurzfristige-besch%C3%A4ftigungen

Steuern

In Deutschland gilt ein Grundfreibetrag von 8.472 Euro (2015) beziehungsweise 8652 Euro (2016). Erst danach werden Steuern fällig. Ob und wie viel Lohnsteuer dein Arbeitgeber abgeführt hat, steht auf deiner Lohnabrechnung. Die gesamte Lohnsteuer oder einen Teil davon kannst du dir über eine Steuererklärung vom Finanzamt zurückholen.

Weitere Infos: http://jugend.dgb.de/studium/dein-job/steuern/++co++e56135d4-76a9-11e2-b4fa-5254004678b5

Werkstudenten

Wer während der Vorlesungszeit nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet, gilt als Werkstudent. Überschritten werden darf diese Grenze in Ausnahmefällen, etwa wenn du an den Wochenenden oder in der Nacht arbeitest. In der vorlesungsfreien Zeit gilt diese Einschränkung nicht. Wenn dein Monatseinkommen 450 Euro übersteigt, werden zwar Beiträge zur Rentenversicherung fällig, aber nicht zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung – und bei den Steuern gilt der Grundfreibetrag.

Weitere Infos: www.studentenwerke.de/de/werkstudentenprivileg

abi>> 11.04.2016