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Einen Nebenjob mit Milch und Zucker, bitte!

Auf einem Tisch stehen ein Kaffee und ein Glas Orangensaft.
Beim Jobben im Café verdient sich Studentin Paula Snigula nicht nur etwas dazu, sondern lernt, zu organisieren und selbstständiger zu sein.
Foto: Julien Fertl

Nebenjob

Einen Nebenjob mit Milch und Zucker, bitte!

Wie viele anderer ihrer Kommilitonen verdient sich Paula Snigula (19) neben dem Studium etwas dazu. Und obwohl ihr Nebenjob fachlich nichts mit ihrem Studiengang zu tun hat, ist er dennoch eine Bereicherung für ihren Lebenslauf.

Paula Snigula studiert im ersten Semester Archäologie in München. Als sich die 19-Jährige nach einem passenden Nebenjob umsah, fiel ihr die Wahl nicht schwer. „Ich habe mich schon immer für den Gastronomiebereich interessiert und bereits mit 16 Jahren damit angefangen, regelmäßig in einem Café zu arbeiten“, erzählt sie. Seit Beginn der 12. Klasse arbeitet sie nun schon in einem Lokal im Münchner Uni-Viertel. „Ich kenne die Chefin über meinen jüngeren Bruder, der mit ihrem Sohn in den Hort der Grundschule ging. Als ich sie im Herbst 2017 auf einen Job bei ihr im Café ansprach, sagte sie sofort zu.“

Seit Semesterbeginn ist die Studentin an zwei festen Schichten an Wochentagen, manchmal auch am Wochenende im Einsatz. „Mir macht der Job großen Spaß, weil ich bereits viele nette Menschen kennengelernt habe. Auch kümmere ich mich gerne um andere. Ich möchte, dass es meinen Gästen gut geht – und das ist ja schließlich meine Aufgabe.“

Teamgeist und Organisationstalent gefragt

Im Schnitt 14 bis 20 Wochenstunden arbeitet Paula Snigula in dem Café. Zu ihren Hauptaufgaben zählen das Servieren und Abkassieren von Getränken und Gerichten, die sie mitunter selbst zubereitet. Auch ein netter Plausch mit den Gästen und die eigenverantwortliche Organisation des Cafés gehören dazu.

Ein Porträtbild von Paula Snigula

Paula Snigula

Foto: privat

Selbstständiges Arbeiten wird deshalb ebenso von ihr erwartet wie freundliches Auftreten und Zuverlässigkeit. „Ich bin mir sicher, dass ich durch die Erfahrungen im Gastronomiebereich auch in anderen Berufen viele Vorteile habe“, findet die Studentin. „Man lernt zum Beispiel sehr gut, im Team zu arbeiten. Und durch den ständigen Kontakt mit fremden Menschen wird man viel offener.“ Paula Snigula lernte zudem, sich schnell auf neue Situationen einzustellen und mit ihnen umzugehen. Da sie gerne organisiert, kommt ihr das bei der freien Einteilung ihrer Aufgaben zugute. „Außerdem habe ich hier gelernt, einen richtig guten Kaffee zuzubereiten“, erzählt die Studentin lächelnd.

Studium und Nebenjob? Kein Problem

Ein Nebenjob ist natürlich auch in finanzieller Hinsicht eine tolle Sache. In dem Café ist Paula Snigula auf 450-Euro-Basis beschäftigt. Zwar erhält sie finanzielle Unterstützung von ihren Eltern, „aber einen eigenen Job zu haben, gibt mir ein sehr gutes Gefühl, ich bin viel eigenständiger.“

Nebenjob und Studium ließen sich übrigens wunderbar miteinander vereinbaren: „Ich habe eine verständnisvolle Chefin und meine Arbeitsschichten sind immer an den Tagen, an denen ich kaum oder gar nicht zur Uni muss.“ Die perfekte Kombination also für die 19-jährige Studentin.

abi>> 18.01.2019