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Aus Liebe zur Kunst

Ausstellung von Bildern von Andy Warhol
Inga Dreesen studiert Kunstgeschichte und erhielt einen Stipendiumplatz bei der Claussen-Simon-Stiftung.
Foto: Martin Rehm

Stipendium der privaten Claussen-Simon-Stiftung

Aus Liebe zur Kunst

Inga Dreesen studiert Kunstgeschichte, möchte später in einem Kunstmuseum arbeiten – und ist Stipendiatin im Master-Plus-Förderprogramm der Claussen-Simon-Stiftung. Da sich die Stiftung auch im kulturellen und künstlerischen Bereich stark engagiert, „passt sie einfach perfekt zu mir“, sagt die 26-Jährige.

„Die Liebe zu Kunst und Kultur wurde mir in die Wiege gelegt: Meine Mutter ist Vergoldermeisterin und Galeriebesitzerin“, erzählt Inga Dreesen. Mit einem sehr guten Abitur in der Tasche schrieb sie sich für den Bachelor „Kultur der Metropole“ an der HafenCity Universität Hamburg ein. Spätestens nach ihrem Praxissemester in der Hamburger Kunsthalle stand für sie fest: „Ich möchte später in einem Kunstmuseum arbeiten.“ Daher studiert sie nun im Master Kunstgeschichte an der Universität Hamburg.

Zielstrebig war Inga Dreesen schon immer – und vielfältig engagiert. Bereits zu Schulzeiten war sie Klassen- und Schulsprecherin und leitete die Fotolabor-AG, während des Studiums engagierte sie sich im Fachschaftsrat der Kunstgeschichte. Neben Studium und Ehrenamt blieb wenig Zeit für anderes, doch die Studentin jobbte noch nebenher, um erste berufliche Erfahrungen zu sammeln.

Bereits für das Bachelorstudium hatte sie versucht, ein Stipendium zu ergattern. „Ich habe mich zweimal beim Deutschlandstipendium beworben – erfolglos“, erinnert sich die 26-Jährige.

Motivation und Engagement entscheidend

Ein Porträt-Foto von Inga Elsbeth Dreesen.

Inga Elsbeth Dreesen

Foto: privat

Über einen Newsletter der Universität wurde sie schließlich auf die Claussen-Simon-Stiftung aufmerksam, die über ihr Master-Plus-Förderprogramm begabte Studierende aller Fachrichtungen fördert. Die Stiftung wurde 1981 vom damaligen Vorstandsvorsitzenden der Beiersdorfer AG, Georg Wilhelm Claussen, gegründet und später durch das Erbe seine Cousine Ebba Simon bereichert. „Ich habe mich auf der Homepage informiert und fand besonders das Engagement der Stiftung im kulturellen und künstlerischen Bereich sehr interessant. Was ich dort gelesen hatte, passt einfach perfekt zu mir“, sagt Inga Dreesen.

Die Stiftung fördert – unter anderem – Master-Studierende, die an einer deutschen Hochschule in Vollzeit studieren und ihren Bachelor mit einem Schnitt von 1,7 oder besser abgeschlossen haben. Das sind die „harten“ Voraussetzungen. „Es ist also kein Stipendium, das sich nur an absolute Überflieger richtet“, stellt die Stipendiatin klar. Viel wichtiger sind Motivation und Engagement der jungen Menschen – auch über das Studium hinaus.

Bewerben erst online, dann vor Ort

„Der erste Schritt der Bewerbung ist unkompliziert“, erklärt Inga Dreesen. „Über das Onlineformular habe ich meinen Lebenslauf, ein Motivationsschreiben, Zeugnisse, Bescheinigungen über das ehrenamtliche Engagement und zwei Empfehlungsschreiben von Professorinnen hochgeladen.“ Daneben musste sie einen Finanzierungsplan aufstellen, in dem sie darstellte, welche Ausgaben sie hat und was sie braucht, um ihr Studium zu finanzieren.

Im nächsten Schritt wurde sie in die Stiftung nach Hamburg eingeladen. Dort fand ein Bewerbungsgespräch mit den Programmverantwortlichen statt, außerdem musste sie einen Essay zu einem vorgegebenen Thema verfassen. „Dabei geht es nicht darum, einen fachlich möglichst fundierten Text zu schreiben, sondern darum, wie man argumentiert und die eigene Meinung vertritt“, erklärt die Studentin.

Starke ideelle Förderung

Nur wenig später bekam sie die Zusage. Finanziell wird sie nun mit dem Betrag gefördert, den sie selbst in ihrem Finanzierungsplan festgeschrieben hat. Dieser Betrag wird individuell festgelegt, orientiert sich aber an der BAföG-Unterstützung.

„Das Besondere an der Claussen-Simon-Stiftung ist aber die ideelle Förderung“, sagt die 26-Jährige. Jedes Jahr treffen sich alle Stipendiaten sowie Alumni, also Ehemalige, in schleswig-holsteinischen Ratzeburg. An drei Tagen lernen und diskutieren sie miteinander und werfen so einen Blick über den Tellerrand und knüpfen Kontakte. Über das ganze Jahr verteilt werden Workshops und Seminare zur Persönlichkeitsentwicklung angeboten – und man kann auch eigene Veranstaltungen organisieren.

Sich persönlich weiterentwickeln

Inga Dreesen ist sehr dankbar für die Unterstützung der Claussen-Simon-Stiftung. „Sie ermöglicht mir, mich ganz auf mein Studium und das, was mir wichtig ist, zu konzentrieren. Durch die ideelle Förderung kann ich mich zudem persönlich weiterentwickeln und viele tolle Leute kennenlernen.“

Info

Claussen-Simon-Stiftung

www.claussen-simon-stiftung.de

abi>> 30.04.2018