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„Kleinster gemeinsamer Nenner: das Schwitzen“

Eine Basketballspielerin und ein Volleyballspieler sitzen in einer Turnhalle nebeneinander.
Basketball, Volleyball oder doch etwas Exotisches? Im Hochschulsport an deiner Hochschule hast du die Möglichkeit, zu günstigen Preisen verschiedene Sportarten auszuprobieren oder deine auszuüben.
Foto: Julien Fertl

Fit auf dem Campus – Interview

„Kleinster gemeinsamer Nenner: das Schwitzen“

Jörg Förster ist Vorstandsmitglied des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands (ADH) und dort für den Bereich Finanzen verantwortlich. Im Interview mit abi>> spricht er darüber, was den Hochschulsport so besonders macht und welche Funktionen er erfüllt.

abi>> Herr Förster, inwiefern bereichern Sportangebote das Campusleben der Hochschulen?

Jörg Förster: Zunächst einmal ermöglicht die Einrichtung des Hochschulsports den Zugang zu Sport und Kultur. Neben der Gesunderhaltung kommt dem Hochschulsport aber noch eine gesellschaftliche Bedeutung zu: Die Kurse sind ein Kulminationspunkt studentischen Lebens und erlauben, dass sich Studierende aus unterschiedlichen Fachbereichen und Ländern – Stichwort Erasmus – über den kleinsten gemeinsamen Nenner begegnen: das Schwitzen. Hier können sie sich besser kennenlernen und auch mal über andere Themen jenseits der Studieninhalte sprechen. Zahlreiche Events werden hier zudem von Studierenden organisiert, die das Campusleben bereichern.

abi>> Welche Sportarten sind besonders beliebt, welche eher exotisch?

Porträtbild von Jörg Förster

Jörg Förster

Foto: Malin Hoster

Jörg Förster: Neben Klassikern wie etwa Fußball oder Basketball erfreuen sich Fitnesskurse mit Musik wie Aerobic oder Zumba großer Beliebtheit. Dabei spielt sicher eine Rolle, dass man hier spontan mitmachen kann und nicht jede Woche am Training teilnehmen muss. Aber auch Angebote, die eher als exotisch gelten, haben oft viele Teilnehmer – zum Beispiel Bauchtanz oder Headis, eine Sportart ähnlich dem Tischtennis, nur dass man statt mit der Hand mit dem Kopf spielt. Besonders schön ist, wenn Studierende aus anderen Ländern eine neue Sportart zu uns tragen.

abi>> An wen richten sich die Angebote und wo kann ich mich in der Regel darüber informieren?

Jörg Förster: Die Kernzielgruppe sind Studierende und Mitarbeiter der Hochschule. Dazu kommen immer mehr Alumni. Jede Universität hat eine zentrale Einrichtung für Hochschulsport, die meist eine Website besitzt. Bei der Immatrikulation oder bei Infoveranstaltungen wird zudem über die Angebote des Hochschulsports informiert. Die Anmeldung läuft heute mehr und mehr online ab.

abi>> Wie können sich Studierende am Hochschulsport beteiligen?

Jörg Förster: Studierende mit besonderen Fähigkeiten können sich im Hochschulsport engagieren – als Trainer, indem sie organisatorische Aufgaben übernehmen oder Events durchführen. Der Hochschulsport ist in der Regel ein sehr offenes System: Events entstehen, indem Studierende Initiative ergreifen und etwas vorschlagen. Auch einige Breiten- und Profisportler nutzen den Hochschulsport als Trainingsplattform.

abi>> Welche Kosten können auf Teilnehmer zukommen?

Jörg Förster: Für die Finanzierung gibt es ganz unterschiedliche Modelle, von Monats- über Semesterbeiträgen bis hin zu einem fixen Betrag für einen Kurs mit einer bestimmten Anzahl an Terminen. Je nach Standort sind die Kosten unterschiedlich, aber generell gilt: Der Hochschulsport sollte der günstigste Anbieter am jeweiligen Standort sein und über die größte Angebotsvielfalt verfügen.

abi>> Muss man gegebenenfalls in einen Verein eintreten?

Jörg Förster: Dies ist nur an wenigen Hochschulen wie Göttingen und Jena der Fall. Dort zahlen die Teilnehmer einen Jahresmitgliedsbeitrag. Häufiger zu finden sind Doppelkonstruktionen, bei denen es einen gesonderten Förderverein für den Hochschulsport gibt.

abi>> Wie finanzieren Hochschulen die Angebote?

Jörg Förster: In den meisten Fällen gibt es eine Mischkalkulation durch Mitgliedsbeiträge und staatliche Förderung. Aber dies ist nicht überall der Fall. In Hamburg etwa bestreitet die Hochschule die Finanzierung zum größten Teil über Mitgliedsbeiträge.

abi>> Welche Möglichkeiten gibt es, sich mit Studierenden anderer Hochschulen zu messen?

Jörg Förster: In mehr als 30 Sportarten finden hochschulübergreifende Wettbewerbe unterschiedlicher Niveaustufen statt – von den ADH-Open bis hin zur europäischen Hochschulmeisterschaft. Für die Spitzensportler gibt es die Studierenden-Weltmeisterschaften und die Universiade. Meist sind es dann dieselben Sportler, die auch bei der Olympiade teilnehmen.

Mehr Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Suchwort: Sport)
www.berufenet.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Stiftung für Hochschulzulassung in

Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen. (Suchwort: Sport)
www.studienwahl.de

Allgemeiner Deutscher Hochschulverband

Dachverband des Hochschulsports in Deutschland, trägt die Deutschen Hochschulmeisterschaften aus
www.adh.de

Fédération Internationale du Sport Univseitaire (FISU)

Internationaler Hochschulsportverband und Organisator der Universiade
www.fisu.net

abi>> 19.10.2017