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Ein Händchen für Handstand

Eine Frau und ein Mann machen Liegestützen.
Mit Übungen wie diesen stählen Sportler ihren Körper - eine wichtige Voraussetzung, um Street Workout oder Calisthenics auszuüben.
Foto: Schwab

Hochschulsporttrainer

Ein Händchen für Handstand

Akrobatische Übungen fielen Sam Bürsner (26) von klein auf erstaunlich leicht. So entschied er sich, dem Turnen einen wichtigen Platz in seinem Leben einzuräumen. Heute ist er Spitzensportler, Personal Trainer, Sportstudent – und Trainer beim Hochschulsport der Uni Konstanz.

Mit 26 Jahren hat Sam Bürsner es im Sport schon so weit gebracht, wie viele andere in ihrem ganzen Leben nicht. „Bereits als Kind konnte ich einfach so den Handstand halten“, erinnert er sich. „Übungen wie Radschlagen und Salto schienen mir natürlich und haben mir immer viel Spaß gemacht.“ Mit sechs Jahren fing er das Turnen an – und wurde schnell sehr gut darin. Bald nahm er an Wettkämpfen teil und trat später in der 2. Deutschen Turnliga an.

Vor zwei Jahren wechselte er dann zum Street Workout, also das Turnen im Freien, etwa in Parks: „Ich wollte etwas Neues ausprobieren – und beim Street Workout gefiel mir, dass es so vielseitig ist.“ 2016 und 2017 wurde er jeweils Vizemeister im Street Workout – auch Calisthenics genannt – und bei der vergangenen Weltmeisterschaft belegte er in dieser Disziplin den sechsten Platz.

Durch einen Tipp zum Hochschulsport

Auch akademisch bleibt sich Sam Bürsner durch sein Sportstudium an der Uni Konstanz treu. Er wollte sich noch besser mit der Physiologie auskennen – und dieses Studienfach „lag einfach nahe“, schließlich hatte er sein ganzes bisheriges Leben mit Sport verbracht.

Sam Bürsner

Sam Bürsner

Foto: privat

Ein Freund von ihm war bereits Trainer beim Hochschulsport und schlug ihm vor, ebenfalls Kurse anzubieten. Der Kontakt war schnell hergestellt und den dazugehörigen Trainerschein machte der Student direkt an der Uni. „Es hat mir schon immer Spaß gemacht, meine Kenntnisse an andere weiterzugeben“, sagt er. Vergütet werde seine Tätigkeit als Street-Workout-Trainer auch angemessen, dies habe für ihn aber nicht im Vordergrund gestanden. Heute ist Sam Bürsner im elften Semester. „Das Studium zieht sich etwas in die Länge wegen meiner Wettkämpfe und weil ich seit fünf Jahren selbstständig als Personal Trainer arbeite“, erklärt er.

Spaß ist die größte Motivation

Auf seinen Unterricht als Hochschultrainer muss sich Sam Bürsner kaum vorbereiten: „Meist gibt es ein kurzes Aufwärmtraining und dann üben die Teilnehmer frei am Boden und den Geräten. Wir Trainer sind lediglich anwesend, um ihnen Tipps zu geben und sie zu unterstützen.“ Wenn Anfänger dabei sind, erkläre er meist die Basics: Rad, Rolle vorwärts und später den Handstand sowie Übungen an Barren, Reck oder den Balken. „Durch die Trainertätigkeit habe ich schon ein paar Dinge dazugelernt – vor allem hinsichtlich des Umgangs mit Gruppen“, sagt er. Aber der Spaß an der Sache sei für ihn immer die größte Motivation gewesen.

Langweilig wird es jedenfalls so gut wie nie: „Es ist spannend, immer wieder mit neuen Menschen zu trainieren – von Anfängern bis Profisportlern. Manchmal kann es zugegebenermaßen auch etwas nervig sein, das Gleiche immer wieder von neuem zu erklären. Aber es gibt auch schöne Erlebnisse und das Gruppengefühl ist gut“, berichtet er. Besonders die lockere Atmosphäre bei den Trainings gefällt dem 26-Jährigen.

Wissen für Online-Kurse nutzen

Für die Zukunft plant Sam Bürsner, ein Online-Calisthenics-Programm ins Leben zu rufen, mit dazugehörigen Videos, Trainingsplänen und Webinars für interessierte Sportler. Seine Erfahrungen als Hochschulsporttrainer werden ihm hierbei sicher weiterhelfen.

abi>> 19.10.2017