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Die eigenen vier Wände

Student frühstückt
Eigener Haushalt, Privatsphäre, keine Regeln: Die eigene Wohnung verspricht einige Vorteile.
Foto: Sonja Trabandt

Studentische Wohnformen: Eigene Wohnung

Die eigenen vier Wände

Hanns-Philip Wurster (23) studiert International Business an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Villingen-Schwenningen. Mittlerweile ist er im sechsten Semester. Für ihn kam nur eine eigene Wohnung in Frage. Warum, erzählt er hier.

Im Internat habe ich jahrelang in Gruppenzimmern gewohnt. Für das Studium wollte ich daher gerne eine eigene Ein- oder Zweizimmerwohnung anmieten. WG-Zimmer sind sicherlich leichter zu finden – und trotz der hohen Nachfrage auch etwas günstiger. Dennoch schätze ich es, dass ich meine Privatsphäre habe.

Ich studiere dual, das heißt, ich musste mir vor Studienbeginn erst einmal ein Unternehmen suchen, in dem ich die Praxisphasen absolvieren kann. Ein Vertrag mit einem Partnerunternehmen ist Voraussetzung, um sich an der Hochschule einschreiben zu können. Da die Unternehmen die Verträge frühzeitig abschließen, konnte ich mich in aller Ruhe auf die Suche nach einer Wohnung machen.

Hohe Nachfrage

Ein Porträt-Foto von Hanns-Philip Wurster

Hanns-Philip Wurster

Foto: privat

Villingen-Schwenningen ist eine Kleinstadt mit rund 5.000 Studierenden. Auch die Fachhochschule Furtwangen hat hier einen Campus. Eigentlich sollte man meinen, dass eine Kleinstadt im Schwarzwald moderate Mietpreise hat. Aber durch die vielen Studierenden ist die Nachfrage hoch. Ich habe lange gesucht und zunächst nur ältere, wenig ansprechende Wohnungen besichtigen können. Da ich nicht vor Ort war, habe ich die Inserate über das Internet gefunden. Ich wusste damals nicht, dass viele Angebote über das Schwarze Brett auf dem Campus laufen.

Irgendwann bin ich übers Internet auf eine Wohnanlage mit Ein- und Zweizimmerappartements aufmerksam geworden, teilweise mit großen Dachterrassen. Als ich zum Besichtigungstermin angereist kam, war der Bau noch nicht ganz fertiggestellt. Aber pünktlich zum Semesterbeginn konnte ich dann einziehen.

Organisatorisches erledigen

Der Umzug war schnell erledigt. Ich komme aus Freiburg – nach Villingen-Schwenningen sind es etwa 100 Kilometer. Ich habe vorab das Nötigste an Möbeln und Haushaltswaren besorgt. Dann habe ich einen Sprinter gemietet, vier Leute organisiert und alles in einem Tag aufgebaut. Generell war das Organisatorische schnell erledigt. Wichtig war vor allem, den neuen Wohnsitz innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug beim Bürgerservice der Stadt anzumelden. Am Anfang hatte ich noch ein Konto bei einer regionalen Bank in Freiburg. Aber das hat sich als ungünstig herausgestellt, weil bestimmte Dienstleistungen vor Ort nicht angeboten wurden.

Kontakte in der Nachbarschaft

In der Wohnanlage zahlt man für eine Zweizimmerwohnung, die man alleine bewohnt, 450 Euro. Internet und Kabelanschluss sind vorhanden, die Nebenkosten belaufen sich auf über 80 Euro. Als dual Studierender verdiene ich auch Geld, sodass ich das Appartement finanzieren kann.
Das Unternehmen, in dem ich meine Praxisphasen absolviere, liegt in der Region und ist mit dem Auto gut zu erreichen. Ich muss nicht, wie manch andere, alle drei Monate für die Praxisphasen umziehen und eventuell zwischenvermieten. Das ist ein großer Vorteil.

Auch wenn ich alleine wohne, habe ich sehr viele Kontakte zu anderen Studierenden. Das ergibt sich einfach. In der Nachbarschaft leben fast nur Studierende – eine Kommilitonin wohnt gleich nebenan.

abi>> 08.08.2016