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So funktioniert die Mensa

Ein Teller Gemüseeintopf
Vegetarische und vegane Gerichte zusätzlich zur Kost mit Fleisch sind mittlerweile Standard in den Mensen der deutschen Hochschulen - und das zu einem erschwinglichen Preis.
Foto: Lohnes

Treffpunkt Mensa – FAQ

So funktioniert die Mensa

Wie viel kostet ein Essen in der Mensa und was kommt dort überhaupt auf den Tisch? abi>> hat beim Deutschen Studentenwerk nachgehakt, das den Großteil der gastronomischen Einrichtungen der staatlichen Hochschulen in Deutschland betreibt.

Was ist überhaupt eine Mensa?

Der Begriff Mensa stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Tisch“ oder „Tafel“. Heute wird damit die Kantine einer Hochschule bezeichnet. Dort können Studierende und Mitarbeiter ein (warmes) Mittagessen, zum Teil auch ein Abendessen zu sich nehmen.

Die Einrichtung dient jedoch nicht nur dem leiblichen Wohl – die Mensa soll auch ein Ort der Zusammenkunft sein, ein Ort der Kommunikation, des gemeinsamen Lernens und Arbeitens, aber auch der Regeneration.

Wer nutzt die Mensa?

Laut der aktuellen 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks gehen 73 Prozent der Studierenden mindestens drei Mal pro Woche in die Mensa – Männer etwas häufiger als Frauen, jüngere eher als ältere. Jeder Dritte ist sogar täglicher Stammgast. Übrigens: Am intensivsten nutzen Studierende der Ingenieurwissenschaften (76 Prozent) die Mensa, dicht gefolgt von den angehenden Medizinern (74 Prozent).

Wer betreibt sie?

In Deutschland werden die meisten Mensen, bundesweit 875 gastronomische Einrichtungen mit 236.000 Tischplätzen, von den öffentlich-rechtlichen Studentenwerken betrieben. Dort werden pro Jahr rund 90 Millionen Mahlzeiten an Studierende ausgegeben.

Wie finanziert sie sich?

Alle Mensen erhalten finanzielle Unterstützung durch die Bundesländer und durch einen Teil des sogenannten Sozialbeitrags, den jeder Studierende jedes Semester zahlen muss. Essen außerhalb der Menüs wie Salate, Desserts und Süßigkeiten sowie Getränke werden weniger oder gar nicht subventioniert, ebenso wenig die oft angegliederten Cafeterias. Die Studentenwerke betreiben auch Mensen an kleinen Hochschulstandorten mit zum Teil sehr geringer Studierendenzahl. Die hier entstehenden Defizite können nur durch die höheren Umsätze in größeren Mensen aufgefangen werden.

Was kostet ein Essen?

Dank der Subventionierung müssen Studierende für ein Mensaessen in der Regel unter 4 Euro zahlen. Zum Vergleich: Beim Studentenwerk Leipzig kosten die Tagesmenüs zwischen 1,95 und 3,20 Euro, beim Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim besteht ein Festpreis von 3,10 Euro, ebenso beim Studierendenwerk Düsseldorf und dort sogar nur 1,30 Euro.

Was wird dort in der Regel angeboten?

Vom Schnitzel und der Currywurst bis hin zu Pastagerichten und Salatbuffets gibt es nahezu alles. An Beliebtheit gewonnen haben in den vergangenen Jahren vegetarische und vegane Gerichte. Sie machen inzwischen 20 bis 30 Prozent des Angebots aus.

Wie steht es um Regionalität und Nachhaltigkeit?

Die Studentenwerke möchten eigenen Angaben zufolge ihre soziale und gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen und bemühen sich deshalb darum, Produkte aus ökologischer Erzeugung, möglichst aus der Region und gemäß der Saison einzusetzen. Fleisch kommt in der Regel aus artgerechter Tierhaltung und Fisch aus bestandsschonender Fischerei. Produkte aus fairem Handel werden bevorzugt. Kennzeichnungspflichtige und gentechnisch veränderte Produkte werden nicht eingesetzt. Die Speisen enthalten keine deklarationspflichtigen Zusatzstoffe und wo immer es geht erhalten pflanzenbasierte Produkte den Vorzug vor Lebensmitteln tierischen Ursprungs. Bei der Auftragsvergabe wird auf Mehrwegverpackungen/Mehrwegsysteme beziehungsweise sortenreine Verpackungen sowie ressourcenschonende Ge- und Verbrauchsmaterialien geachtet.

abi>> 14.02.2019