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Schritt für Schritt den Umzug meistern

Junge Frau trägt einen Sessel
Fürs Studium umzuziehen, ist neu und aufregend - der Umzug sollte aber gut geplant sein.
Foto: Lisa Zirkelbach

Wie wohnst du im Studium? Checkliste

Schritt für Schritt den Umzug meistern

Für das Studium in eine fremde Stadt zu ziehen, ist neu und aufregend. Den Umzug und alles, was dazu gehört, solltest du im Vorfeld genau planen. abi>> gibt Tipps, worauf du achten solltest.

Vor dem Umzug

Art des Wohnens

In Studentenwohnheimen und in Wohngemeinschaften bist du automatisch sozial eingebunden. Willst du lieber alleine oder mit dem Partner zusammen leben, musst du dich auf dem freien Wohnungsmarkt umschauen. Bedenke, dass du gerade in Ballungsgebieten oder Städten mit überdurchschnittlich vielen Studierenden womöglich viel Geduld brauchst, um eine Wohnung zu finden, und dann mit teils hohen Mietpreisen rechnen musst.

Zimmer- und Wohnungssuche

Am besten funktioniert die Suche vor Ort, weil du dich kurzfristig beim Vermieter oder in einer Wohngemeinschaft vorstellen kannst. Im Idealfall kannst du in der Zeit bei Freunden oder Verwandten wohnen. Viele Studienanfänger nutzen für diese Phase auch Angebote wie Jugendherbergen oder Couchsurfing.

Für Wohnungsangebote, Zimmer in Wohngemeinschaften, Wohnen zur Untermiete oder auch Wohnformen wie „Wohnen für Hilfe“ gibt es jeweils eigene Internetportale. Auch lokale Zeitungen, schwarze Bretter an der Uni oder ein Besuch im örtlichen Studentenwerk können hilfreich sein.

Mietvertrag

Für eine eigene Wohnung – egal ob alleine oder mit deinem Partner – brauchst du in der Regel einen Einkommensbeleg oder eine Bürgschaft deiner Eltern sowie eventuell eine Schufa-Erklärung, die über mögliche Schulden Auskunft gibt. Eine Kaution solltest du ebenfalls einplanen – oft in Höhe von zwei Monatskaltmieten. Sie wird bei Beendigung des Mietverhältnisses zurückgezahlt, wenn du die Wohnung schadenfrei hinterlässt.

Die Bewerbung für ein Studentenwohnheim ist unkompliziert: Für ein Zimmer in den Wohnheimen der Studentenwerke genügt das Vorweisen der Studienzulassung als Ergänzung zum ausgefüllten Bewerbungsformular. Die Bedingungen für die Bewerbung bei einem privaten Studentenwohnheim musst du jeweils erfragen.

Finanzielle Unterstützung

Bei niedrigem Einkommen können Studierende unter Umständen einen Wohnberechtigungsschein beantragen, der das Wohnen in einer günstigen Sozialwohnung ermöglicht. Eine weitere Möglichkeit ist das Wohngeld. Darauf haben nicht nur BAföG-berechtigte Studierende Anspruch, jedoch muss in jedem Falle zunächst Förderung nach dem BAföG beantragt werden. Informationen hierzu bieten Sozialberatungsstellen der Studentenwerke, Wohngeldstellen der Stadt- und Kreisverwaltungen oder Wohnbaugenossenschaften.

Den Umzug planen

Adressänderungen und Kündigungen

Ändert sich deine Adresse, musst du das vielen Stellen mitteilen. Zu den wichtigsten zählen die Bank, Versicherungen (Krankenversicherung, KFZ und ähnliches), dein Mobilfunk- und/oder Rundfunkanbieter, die Hochschule und gegebenenfalls das BAföG-Amt. Um zu vermeiden, dass wichtige Post an dich verloren geht, kannst du bei der Post einen Nachsendeauftrag aufsetzen.

Außerdem solltest du laufende Verträge, die an deinen Heimatort geknüpft sind, überprüfen und gegebenenfalls rechtzeitig kündigen, etwa fürs Fitness-Studio oder für Vereinsmitgliedschaften.

Möbeltransport

In möblierten Zimmern, etwa im Studentenwohnheim, ist der Umzug recht unkompliziert. Ziehst du aber in eine eigene Wohnung oder eine WG, solltest du rechtzeitig Umzugskartons besorgen und füllen. Kennst du jemanden mit einem großen Auto, der dir beim Transport helfen könnte? Wenn nicht, kannst du auch einen Umzugswagen mieten. Autovermietungen bieten häufig sogar Rabatte für Studierende an.

Am neuen Wohnort

Übergabe der Wohnung vom Vermieter

Beziehst du eine eigene Wohnung, solltest auf ein Übergabeprotokoll bestehen. Darin dokumentiert der Vermieter bestehende Wohnungsmängel, zum Beispiel Schäden am Laminat oder ähnliches. Das Protokoll wird dann von beiden Parteien, dem Vermieter und dir selbst, durch eine Unterschrift bestätigt. So vermeidest du Unannehmlichkeiten beim Auszug, etwa bei der Rückzahlung der Kaution.

Lass dir zudem die Übergabe der Schlüssel quittieren und notiere die Zählerstände für Gas, Strom und Wasser. Außerdem brauchst du eine Hausratversicherung und eine Haftpflichtversicherung. Beachte auch, dass die Rundfunkgebühr an den Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio pro Wohnung zu entrichten ist. Studierende, die BAföG erhalten, können sich von der Gebühr befreien lassen.

Strom- und Internetanschluss

In Studentenwohnheimen und in bereits bestehenden Wohngemeinschaften ist meist ein Internetanschluss vorhanden. Wer eine eigene Wohnung bezieht, sollte nach günstigen Tarifen für Studierende recherchieren. Um einen Stromanbieter (gegebenenfalls auch Gas) auszuwählen, lohnt sich ein Blick in Online-Vergleichsportale.

Am neuen Wohnort ummelden

Das Ummelden beim Bürger- oder Einwohnermeldeamt muss innerhalb einer kurzen Frist erfolgen, sonst drohen Geldbußen. Am besten meldest du deinen neuen Wohnort als Erstwohnsitz an, da manche Städte und Gemeinden eine Zweitwohnsitzsteuer verlangen. Das Meldeformular kannst du meist online herunterladen.

abi>> 10.09.2018