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„Das erste Mal alleine leben ist cool“

Das Wohnzimmer einer Studenten-WG
Zum Semesterbeginn bewerben sich viele Studierende für eine Wohnung - man sollte also frühzeitig mit der Zimmersuche beginnen. Außerdem ist es sinnvoll, sich Zeit zur Eingewöhnung zu nehmen.
Foto: Verena Westermacher

Erste Tage an der Hochschule – Erfahrungsbericht Wohnungssuche

„Das erste Mal alleine leben ist cool“

Neele Abt studiert im zweiten Semester Politics Administration & International Relations an der privaten Zeppelin Universität in Friedrichshafen. Für ihr Studium ist sie von Ravensburg an den Bodensee gezogen. Für abi>> berichtet die 21-Jährige von ihrer Wohnungssuche und dem Einleben.

Nach dem Abi war ich für mehrere Monate in Indien, wo ich in einer Behinderteneinrichtung gearbeitet habe. Danach bin ich durch Sri Lanka, Nepal, Vietnam, China, die Mongolei, Russland und Israel gereist. Da ich mich schon vorab für das Wintersemester 2018/19 an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen beworben und die Zusage bekommen hatte, begann meine Suche nach einem WG-Zimmer vom Ausland aus per Internet. Besonders hilfreich bei der Suche waren verschiedene Facebook-Gruppen und Webseiten wie wg-gesucht.de.

Insgesamt habe ich zwei bis drei Monate für die Suche gebraucht. Zunächst hatte ich mehrere, leider erfolglose Skype-Interviews mit potenziellen Vermietern oder Mitbewohnern. Doch dann klappte es: Nachdem ich vorab Bilder und Videos von einer Wohnung erhalten und mehrmals mit den Mitbewohnern geschrieben hatte, besuchte ich im Sommer das erste Mal die WG. Alles war sehr unkompliziert und wir verstanden uns gut.

WG-Leben genießen

Ein Porträt-Foto von Neele Abt

Neele Abt

Foto: privat

Der Umzug selbst fand in der Woche vor Studienbeginn mit tatkräftiger Unterstützung meiner Freunde statt. Viele Dinge für mein Zimmer habe ich mir zusammengesammelt, einiges habe ich neu gekauft. Zu Beginn der WG-Suche hatten meine Eltern und ich die Abmachung, dass wir uns die Miete teilen. Da das Zimmer dann aber doch günstiger war als gedacht, erklärten sie sich bereit, die gesamte Miete zu übernehmen.

Das erste Mal alleine zu leben, ist ziemlich cool. Meine Mitbewohner und ich veranstalteten viele gemeinsame Kartenspielabende. Mittlerweile bin ich noch mal umgezogen, da das Wohnhaus, in dem sich unsere alte WG befand, abgerissen wurde. In meiner neuen WG ist es sogar noch besser: Wir verbringen fast jeden Abend zusammen, kochen viel und essen gemeinsam. Das gefällt mir sehr.

Zeit zum Eingewöhnen einplanen

Studienanfängern, die nach einer Wohnung suchen, rate ich, rechtzeitig mit der Suche zu beginnen und sich auch von mehreren Absagen nicht abschrecken zu lassen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich genau diese WGs manchmal Monate später melden und fragen, ob man nicht doch einziehen möchte. Außerdem sollte der Studienbeginn vielleicht nicht unmittelbar auf den Umzug folgen, sodass etwas Zeit zum Ein- und Umgewöhnen bleibt.

Meinen Start an der Zeppelin Uni haben mir zwei selbst gewählte Betreuer sehr erleichtert, indem sie mich bei akademischen und persönlichen Entscheidungen beraten haben – dieses und andere Betreuungsangebote hatten mich auf der Suche nach einer Hochschule von der Zeppelin Uni überzeugt. Bei diesen sogenannten Coaches handelt es sich um einen Dozenten und einen Praxiscoach, der aus der Wirtschaft, der Politik oder einem anderen persönlichen Interessensfeld stammen kann.

Am meisten Spaß im Studium machen mir die ausgiebigen Diskussionen in den Kursen. Weil wir immer kleine Gruppen sind, kennen die Dozenten uns mit Namen und diskutieren sehr angeregt mit uns. Es gibt außerdem viele Möglichkeiten, sich an der Hochschule zu engagieren. Ich bin hier in einem Rhetorik- und Debattierclub, im Chor, in der MUN-Society (Model United Nations) und stellvertretende Vorsitzende des Club of international Politics. Außerdem bin ich Sprecherin meines Jahrgangs. Kurzum: Ich bin voll angekommen in meinem Studi-Leben!

abi>> 26.02.2019