Hilfe in allen Lebenslagen

Beratungsbroschüren für die Berufsplanung und den Berufseinsteig
Wie finanziere ich mein Studium? Welche rechtlichen Aspekte muss ich beachten? Und wie gehe ich mit Prüfungsstress um? Die Hochschulen bieten die Beratungen zu diesen und ähnlichen Fragen an.
Foto: Martina Striegl

Beratungsangebote an der Hochschule

Hilfe in allen Lebenslagen

Das Studium kann viele Fragen aufwerfen: Wie finanziere ich die nächsten Semester? Was tun, wenn ich an meiner Studienwahl zweifele? An wen wende ich mich für eine berufliche Orientierung? Zum Glück gibt es für alles die passende Beratung – direkt an oder im Umfeld der Hochschule.

Der Abiturient, der an einem Sommertag in der Sprechstunde des Studentenwerks Oldenburg erschien, hatte klare Ziele: „Er wollte ab dem kommenden Wintersemester an der Universität studieren und hatte sich für den Zwei-Fach-Bachelor Sonderpädagogik und Sport beworben“, erinnert sich Frank Stoffers, Berater bei der Förderungsabteilung. „Er wollte wissen, ob er BAföG bekommen würde, hatte aber keine weiteren Unterlagen dabei. Ob und in welcher Höhe diese Förderung Studierenden zusteht, hängt aber von den Einkünften der Eltern ab.“ Ebenso müsse berücksichtigt werden, ob weitere Geschwister von den Eltern unterhalten werden. Der Abiturient in seiner Sprechstunde hatte einen älteren Bruder, der bereits studiert, und eine kleine Schwester, die noch in die Grundschule geht. Der Tipp vom Experten: „Die Immatrikulationsbescheinigung seines Bruders für das kommende Semester sollte er mit einreichen. Das erhöht die Möglichkeit der Förderung, weil es dafür Freibeträge gibt.“

Frank Stoffers empfahl, einen Antrag zu stellen und gab dem Schüler die notwendigen Formblätter mit, die er und seine Eltern möglichst bald ausfüllen sollten. „BAföG wird nicht rückwirkend gewährt, sondern erst vom Monat der Antragstellung an“, betont er. Auch ein weiteres Angebot kann der Berater machen: „Auf Wunsch und wenn die Zeit es zulässt, führen wir bei Abgabe des Antrags eine unverbindliche Berechnung durch. So wissen die Antragsteller ungefähr, was finanziell auf sie zukommt.“

Angebote für alle Lebenslagen

Ein Porträt-Foto von Stefan Grob

Stefan Grob

Foto: Kay Herschelmann

Für Studieninteressierte und Studierende halten die Hochschulen Beratungsangebote zu vielen Lebenslagen bereit. Einen großen Teil davon decken die Studierendenwerke ab. „Die größte Nachfrage besteht bei der Sozialberatung“, erzählt Stefan Grob, Referatsleiter Presse/Verbandskommunikation und Stellvertreter des Generalsekretärs des Deutschen Studentenwerks in Berlin. „Die Studierenden erhalten eine umfassende Unterstützung zu den Themen Jobben, Studienfinanzierung, Krankenversicherung, Unterhalt, Wohngeld und Rundfunkgebührenbefreiung.“

Ebenso werde häufig die psychologische Beratung aufgesucht. „Enge Zeit- und Prüfungsstrukturen, aber auch externe Faktoren wie die Finanzierung des Studiums belasten viele Studierende. Ihre häufigsten Probleme sind Prüfungsängste, Schwierigkeiten beim Studienabschluss und Arbeitsstörungen, aber auch Selbstzweifel und Identitätskrisen“, sagt Stefan Grob. (Wie eine solche Beratung ablaufen kann, erfährst du in „Schritt für Schritt raus aus der Überforderung“.) Darüber hinaus bieten einige Studierendenwerke weitere spezialisierte Beratungsangebote, etwa für Studierende und Studieninteressierte mit Behinderungen und chronischen Krankheiten, für studierende Eltern oder Studierende mit Migrationshintergrund.

Stefan Grob ist von dem Angebot überzeugt: „Die Beratung der Studenten- und Studierendenwerke ist in aller Regel unentgeltlich. Sie ist niedrigschwellig, vertraulich und für viele Studierende entscheidend dafür, ihr Studium zu schaffen.“

Vertraulich und kostenlos

Ein Porträt-Foto von Sophia Rossig

Sophia Rossig

Foto: privat

Auch die Hochschulen selbst unterstützen durch vielseitige und freiwillige Beratung. So etwa die Universität Heidelberg: „Sie werden erstaunt sein, welche Vielfalt an guten Unterstützungsmöglichkeiten, Initiativen und Anlaufpunkten es gibt“, sagt Sophia Rossig, aus der Zentralen Studienberatung der Uni. „Studieninteressierten bieten wir bei Unsicherheiten eine Studienorientierung in Einzelberatung sowie in Intensivkursen an. Dabei beraten wir auch über Angebote außerhalb der Universität Heidelberg. Für Studierende organisieren wir beispielsweise Kurse gegen ‚Aufschieberitis‘ für Zeitmanagement oder zum Wissenschaftlichen Schreiben. Zweifler können in einem weiteren Workshop ihre eigenen Motive überprüfen.“

Wie geht es nach dem Studium weiter?

Zur Zentralen Studienberatung von Hochschulen gehört auch der Career Service, der Studierenden bei ihrer beruflichen Orientierung und in der Bewerbungsphase hilft. (Über mögliche Angebote des Career Service liest du in „Feilen an der internationalen Karriere“.) „Die Fachstudienberatung wiederum ist für die inhaltlichen Fragen zum jeweiligen Studiengang da und bietet eine erste Anlaufstelle für Fragen rund um die Prüfungsmodalitäten“, erklärt die Studienberaterin. (Wie die Studienfachberatung helfen kann, erfährst du in „Die Fachberatung hat mir den Weg aufgezeigt“.)

Ob nun im bereits begonnenen Studium Zweifel an der Wahl aufkommen, sich jemand über ein mögliches Urlaubssemester informieren möchte oder erwägt, parallel ein zweites Studium zu beginnen: Bei der Zentralen Studienberatung lassen sich solche und viele andere Fragen klären, weiß Sophia Rossing: „Wir schauen gemeinsam, inwieweit sich das Studium an die individuellen Lebenssituationen anpassen lässt und zeigen Optionen auf.“

Wer in welchen Fragen weiterhilft, kannst du in „Für jede Frage der richtige Ansprechpartner“ nachlesen >>

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild.

www.berufenet.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Stiftung für Hochschulzulassung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen.
www.studienwahl.de

Deutsches Studentenwerk

www.studentenwerke.de

Hochschulkompass

Informationen über deutsche Hochschulen, deren Studien- und Promotionsmöglichkeiten sowie internationale Kooperationen

www.hochschulkompass.de

Die Nightline, das Zuhör- und Informationstelefon von Studierenden für Studierende

www.nightlines.eu

Broschüre „Arbeitsgewohnheiten im Studium – Anregungen für Problemlöser“ des Studentenwerks Oldenburg (PDF)

www.studentenwerk-oldenburg.de/de/documents/psychologische-beratung/540-arbeitsgewohnheiten-im-studium/file.html

 

 

Beratungsangebote an der Hochschule – Beratungsprotokoll

Schritt für Schritt raus aus der Überforderung

Wenn Belastungen während des Studiums überhandnehmen, helfen die Studierendenwerke weiter. Wie die Unterstützung aussehen kann, schildert Wilfried Schumann, Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut sowie Leiter des Psychologischen Beratungs-Service der Universität und des Studentenwerks Oldenburg an einem Beispiel.

Ein 21-jähriger Student der Physik, der erstmals zu mir in die Beratung kam, war sichtlich gestresst und überfordert. Das Lernpensum im Studium und die bald anstehende Bachelorarbeit setzten ihm zu, er stand offenbar kurz vor dem Burn-out. Er sei oft gereizt und niedergeschlagen, berichtete er, hätte Schlafstörungen und fühlte sich ständig müde und kraftlos. Er hätte Angst zu versagen und den Anforderungen nicht gewachsen zu sein, obwohl er sich von Anfang an ins Zeug gelegt hätte. Neben seinen Kommilitonen glaubte er, wie ein Depp da zu stehen, weil es ihnen scheinbar leichter fiele.

Solche Einschätzungen höre ich häufiger von Studierenden – quer durch alle Fachbereiche. Die meisten von ihnen sind oft sogar besonders fleißig. Sie haben aber nie gelernt, die Grenzen der eigenen Leistungsfähigkeit wahrzunehmen und zu respektieren. Auch auf diesen Studenten traf diese Einschätzung zu. Er atmete sichtlich auf, als ich ihm erklärte, dass es anderen ähnlich ginge, bei vielen aber die Scham überwiege und sie ihre Sorgen für sich behalten würden.

Gemeinsam Lösungen erarbeiten

Ein Porträt-Foto von Wilfired Schumann

Wilfried Schumann

Foto: Uni Oldenburg

Tritt eine Überforderung ein, gibt es zwei Stellschrauben: Belastung reduzieren und neue Energie tanken. Für beide kann unsere Beratung unterstützen. Ich bot dem 21-Jährigen an, in mehreren Sitzungsterminen eine gemeinsame Lösung zu finden. Die Anzahl variiert je nach Situation, in der Regel reichen fünf Sitzungen mit einer Dauer von jeweils circa 50 Minuten, die zeitlich auf ungefähr zwei bis drei Monate verteilt werden, damit die Ratsuchenden ihre Erfahrungen machen können.

In der nächsten Sitzung stellte sich heraus, dass der Student mehr freiwillige Angebote nutzte, als ihm guttat. Zusätzlich beschäftigten ihn finanzielle Probleme, weshalb er einen Nebenjob angenommen hatte. Gemeinsam schauten wir, worauf er zeitweise verzichten kann. Er identifizierte einen begonnenen Italienischkurs an der Volkshochschule, der auch bis nach dem Bachelorabschluss warten kann. Auch andere Vorhaben legte er für eine Weile auf Eis.

Anschließend widmeten wir uns der zweiten Stellschraube: Was kann ich tun, um neue Energien zu tanken? Wie lassen sich Lern- und Arbeitszeiten begrenzen? Ich gab dem Studenten Tipps für ein effektives Zeitmanagement, weitere Handlungshilfen und einen Rat, den ich immer gern erteile: Nutze den Hochschulsport! Körperliche Bewegung hilft beim Stressabbau. Wer geistig arbeitet, muss auch körperlich gut für sich sorgen.

Weitere Hilfe vermitteln

Bei Bedarf verweise ich Ratsuchende an andere hochschulintere oder externe Anlaufstellen. In Einzelfällen, wenn die Probleme sehr schwer wiegen, kann es auch sinnvoll sein, eine langfristige Psychotherapie anzuschließen. Im aktuellen Fall empfahl ich dem Studenten, sich bezüglich der finanziellen Probleme beim BAföG-Amt beraten zu lassen – wo ihm dann auch geholfen wurde.

Nach jeder Sitzung zogen wir eine Zwischenbilanz und vereinbarten das weitere Vorgehen. In der vierten Sitzung stellte der Physikstudent fest, dass es ihm deutlich besser ging und er unseren Plan gut einhalten konnte. Wir schlossen unsere Beratung ab. Ich empfahl ihm den Kontakt zu einer Gruppe Studierender, denen es ähnlich ging, um sich weiter zu stabilisieren. Sie treffen sich einmal pro Woche, berichten sich gegenseitig von ihren Erfahrungen und planen die kommende Arbeitswoche. Natürlich verabschiedete ich mich mit dem Hinweis, dass er bei Bedarf jederzeit gerne wieder zu mir in die Beratung kommen kann.

 

Beratungsangebote an der Hochschule – Career Service

Feilen an der internationalen Karriere

Bei Fragen rund um den Berufseinstieg hilft der Career Service der Hochschule mit Beratung und Kursen weiter. Daniel Volkmann (23) ist im zweiten Semester des Masterstudiengangs „Finanzen, Rechnungswesen und Steuern“ und nutzte dieses Angebot an der Georg-August-Universität Göttingen, wie er abi>> berichtet.

Das Masterstudium habe ich zur Hälfte geschafft und bin mir noch unsicher, wie meine berufliche Zukunft aussehen soll. Verschiedene Pläne schwirren in meinem Kopf herum, aber ein Muster ist nicht erkennbar.

Allerdings möchte ich auf jeden Fall ein Praktikum in einem mir bisher unbekannten Berufsfeld absolvieren und habe mich außerdem beim Career Service über Bewerbungen im Ausland informiert. Zufällig wurde ich dadurch auf das Programm „Building International Careers“ aufmerksam. Ich meldete mich kurzerhand an und erhielt eine Zusage.

Mit Success-Teams zur erfolgreichen Bewerbung

Vom Kurs erhoffe ich mir, Informationen für eine Bewerbung im Ausland zu erhalten sowie allgemeine Strategien zur Jobsuche und Bewerbung. Das Programm besteht aus festen Terminen, die von Mitarbeitern des Career Service und je einem externen Coach geleitet werden. Sie bieten Tipps, zum Beispiel zu interkulturellen Unterschieden im Arbeitsleben oder verschiedenen Anforderungen an Bewerbungen, und geben auch Anknüpfungspunkte, wie man sich selbstständig weiter in die Materie einarbeiten kann.

Mit drei Kommilitoninnen bilde ich außerdem ein „Success Team“, das den zweiten Teil dieses Kurses ausmacht: Wir treffen uns regelmäßig und sprechen über Probleme und Ideen. Da wir fast alle Praktikumsstellen suchen oder zum Teil gerade gefunden haben, drehte sich unsere Arbeit vor allem um diesen Themenkomplex. Wir diskutierten Vor- und Nachteile von Praktika im Aus- oder Inland, überlegten, welche Unternehmen sich in Deutschland für Praktika eignen und wie sich Lebensläufe in verschiedenen Ländern unterscheiden sollten. Zudem bereiteten wir uns gemeinsam auf Auswahlgespräche vor.

Eigene Stärken erarbeiten

Zusätzlich besuchte ich den Kurs „Der Job, der zu mir passt“. Hauptsächlich ging es darum, eigene Interessen sowie Stärken zu erkennen und mit einem Berufsbild zu verknüpfen. In einem Persönlichkeitstest musste ich mich anhand verschiedener Aufgaben mit meinen Fähigkeiten und Wünschen befassen. Den Abschluss bildete eine Gruppenarbeit, in der wir konkret über einen passenden Beruf nachgedacht haben. Es fiel mir vorher schwer zu definieren, was ich will und was ich kann. Durch das strukturierte Arbeiten sowie die Tipps und Übungen des Coaches wurde mir das bewusster. Ich glaube, dies wird mich in meinem Entscheidungsprozess und bei den Bewerbungen sehr weiterbringen.

Insgesamt haben mir beide Kurse des Career Service geholfen, meine Ideen zu strukturieren und einen Plan zu entwickeln. Ich lasse neue Aspekte in meine Überlegungen einfließen und fühle mich darin gestärkt, auch über „ungewöhnliche“ Berufswege nachzudenken. Ich halte auf jeden Fall meine Augen nach weiteren spannenden Programmen des Career Service offen und kann es nicht erwarten, das Gelernte für meine Praktikumsbewerbung zu nutzen. 

 

Studienfachberatung an der Hochschule

„Die Fachberatung hat mir den Weg aufgezeigt“

Spitzensport und Studium sind zwei Dinge, die nicht leicht miteinander in Einklang zu bringen sind. Diese Erkenntnis machte auch Pauline Liebig (24), die im Segeln unter anderem schon Deutsche Meisterin wurde. Für abi>> berichtet sie, wie ihr die Studienfachberatung weiterhalf.

Für internationale Wettkämpfe bin ich mindestens 60 Tage im Jahr unterwegs. Hinzu kommen von montags bis samstags mindestens zwei Stunden Training pro Tag. Während des Bachelorstudiums der Elektro- und Informationstechnik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) konnte ich das zunächst problemlos unterbringen und die ersten drei Semester habe ich noch nach Studienverlaufsplan studiert.

Doch im Laufe des vierten Semesters wurde mir klar, dass das nicht mehr lange funktionieren würde. Mir blieb zu wenig Zeit zum Lernen und für alle Lehrveranstaltungen. Zum Glück hatte ich mich bereits im ersten Semester umfassend über die Beratungsangebote und Ansprechpartner an der CAU informiert. Daher kannte ich die Sprechzeiten der Studienfachberatung und machte einen Termin aus, als es problematisch wurde.

Welche Kurse bauen aufeinander auf?

Ein Porträt-Foto von Pauline Liebig

Pauline Liebig

Foto: Studioline Photography / Anja

Mich beschäftigte vor allem die Frage, wie ich weiter studieren kann, wenn ich in einem Semester nicht alle Kurse schaffe, denn viele Module bauen aufeinander auf. Bei einigen ist das einfach zu erkennen, weil sie beispielsweise Teil 1 und Teil 2 heißen. Aber dass der aufbauende Teil für „Leitungstheorie“ „Hochfrequenztechnik“ heißt, zeigt sich erst, wenn man es studiert. Außerdem hat der Studienfachberater natürlich den Überblick und weiß, was sich hinter den Modulnamen verbirgt.

Mit ihm habe ich mir den Studienverlaufsplan angesehen und geprüft, welches Modul für welches Semester vorgesehen ist. Er kreiste die Module ein, die ich zuerst machen musste. Letztendlich habe ich die Lehrinhalte des fünften und sechsten Semesters auf insgesamt vier Semester aufgeteilt. Auf diese Weise konnte ich mein Ziel erreichen, das Studium mit einer Regelstudienzeit von sieben Semestern in neun Semestern abzuschließen.

Die Studienfachberatung hat mich beruhigt

Dank dieser Beratung konnte ich alles unter einen Hut bringen und organisieren. Sie hat mich beruhigt und mir den richtigen Weg aufgezeigt. Auch wenn ein Fall wie meiner eher selten vorkommt, einen Bonus als Spitzensportlerin hatte ich bestimmt nicht. Sicherlich würden andere Studierende genauso beraten werden, die zum Beispiel alleinerziehend oder aus anderen Gründen zeitlich stark ausgelastet sind.

Zurzeit befinde ich mich im dritten Mastersemester. Und auch wenn meine Leidenschaft Segeln weiterhin meinen Alltag prägt – ich möchte gerne bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio starten – ist es jetzt etwas einfacher geworden, Sport und Studium zu vereinbaren. Ich kann nun alle Module unabhängig voneinander belegen, da die Grundlagen bereits vorhanden sind. Mit meinem Studienabschluss stehen mir beruflich viele Möglichkeiten offen. Aktuell tendiere ich zum Bereich Satellitenkommunikation.

 

Beratungsangebote an der Hochschule – Übersicht

Für jede Frage der richtige Ansprechpartner

An wen kann ich mich bei welcher Fragestellung wenden? abi>> stellt dir die wichtigsten Beratungsangebote an und rund um die Hochschule vor.

Wer hilft mir, wenn ...

... ich Fragen zur Studienfinanzierung habe?

Bei der Sozialberatung der Studierendenwerke, zu der etwa auch die BAföG-Beratungsstellen gehören, erhalten Studierende eine umfassende Beratung und Unterstützung zu den Themen Jobben, Studienfinanzierung, Krankenversicherung, Unterhalt, Wohngeld und Rundfunkgebührenbefreiung.

Sozialberatungsstellen der Studierendenwerke

www.studentenwerke.de/de/ansprechpersonen-sozialberatung

 

... ich das Gefühl habe, den falschen Studiengang gewählt zu haben, oder gar abbrechen möchte?

Ob es um Zulassungsvoraussetzungen, Prüfungs- und Studienordnungen, den Abbruch oder Wechsel eines Studiums geht – hier hilft die Zentrale Studienberatung der jeweiligen Hochschule weiter. Bei speziellen Fragen zum jeweiligen Studiengang ist die Studienfachberatung des jeweiligen Fachbereichs die richtige Anlaufstelle.

... ich einen Auslandsaufenthalt organisieren möchte?

Wer überlegt, während des Studiums ins Ausland zu gehen oder schon konkrete Pläne hat, kann sich an das Akademische Auslandsamt (auch International Office) seiner Hochschule wenden. Auch der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat viele Informationen zum Thema zu bieten.

 

 ... ich einen Praktikumsplatz suche?

Über Praktikumsmöglichkeiten informieren die Fachstudienberatung und der Career Service. Die Hochschulinformationsbüros beziehungsweise Campus Offices der DGB Jugend können bei rechtlichen Fragen, etwa zu Arbeitszeiten und Verträgen, weiterhelfen.

Beratungsangebote der DGB Jugend

www.jugend.dgb.de/studium/beratung/students-at-work

 

 ... ich ein Kind habe oder erwarte?

Beratung für studierende (werdende) Eltern gibt es an vielen Hochschulen bei den Familienbüros (auch Familien-Servicestellen). Auch die Studierendenvertretungen und die Studierendenwerke haben häufig Beratungsangebote für Studierende mit Kind.

Deutsches Studentenwerk - Studieren mit Kind

www.studentenwerke.de/de/content/studieren-mit-kind

 

... ich Angst habe, eine Prüfung oder gar das Studium nicht zu schaffen?

Seien es enge Zeit- und Prüfungsstrukturen, Selbstzweifel und Identitätskrisen oder externe Faktoren wie die Finanzierung des Studiums – bei unterschiedlichen Belastungen stehen die psychologischen Beratungsstellen der Studierendenwerke zur Seite.

... ich einfach mal jemanden brauche, der mich versteht?

Wer könnte die eigenen Sorgen besser verstehen als andere Studierende? Einfach mal das Herz ausschütten und mit jemandem reden: Das geht über die Nightlines, dem Zuhörtelefon von Studierenden für Studierende. Die Gespräche unterliegen der Schweigepflicht und werden daher streng vertraulich behandelt.

Nightlines

www.nightlines.eu

 

... ich Unterstützung bei der beruflichen Orientierung benötige?

Hierfür stehen das Team akademische Berufe/Hochschulteam der Agenturen für Arbeit sowie der Career Service der jeweiligen Hochschule zur Verfügung.

Bundesagentur für Arbeit

Finde die Agentur für Arbeit in deiner Nähe unter „Finden Sie Ihre Dienststelle“.
www.arbeitsagentur.de

 

... ich mich aufgrund meines Geschlechts benachteiligt oder belästigt fühle?

Wer sich an der Hochschule aufgrund seines Geschlechts in irgendeiner Form benachteiligt oder sexuell belästigt fühlt, kann sich an die Frauen- oder Gleichstellungsbeauftragten der Hochschule oder des Fachbereichs wenden.

… ich als Erster in meiner Familie studiere und deswegen Probleme habe?

Die Initiative „Arbeiterkind“ unterstützt mit lokalen Gruppen jene, die als Erste in ihrer Familie studieren und sich zum Beispiel schwer damit tun, sich im Universum Hochschule einzuleben oder ihr Studium zu finanzieren.

Arbeiterkind

www.arbeiterkind.de

 

... ich eine Behinderung oder chronische Erkrankung habe?

Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung finden Unterstützung bei den Sozialberatungsstellen der Studentenwerke sowie bei den Beratungsstellen für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung der jeweiligen Hochschule.

Deutsches Studentenwerk – Studieren mit Behinderung

www.studentenwerke.de/de/behinderung

 

... ich Ausländer/in bin und deswegen Fragen habe?

Um ausländische Studierende kümmern sich die Studierendenschaften/Fachschaften, die Akademischen Auslandsämter (auch International Offices) sowie an manchen Hochschulen eigene Beratungsstellen für ausländische Studierende.

... ich eine Rechtsberatung benötige?

Eine Rechtsberatung zu unterschiedlichen Anliegen rund ums Studium wird oftmals von den Studierendenvertretungen/Fachschaften, dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA), den Studentenwerken oder von den Hochschulen selbst durchgeführt.


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Stand: 21.09.2019