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Einstieg in eine internationale Karriere

Flagge der Vereinten Nationen vor dem UNO-Gebäude
Mit einem internationalen Praktikum lässt sich die Zeit zwischen Bachelor und Master sinnvoll nutzen.
Foto: Martin Rehm

Gap Year - Praktikant bei den Vereinten Nationen

Einstieg in eine internationale Karriere

Zwischen seinem Bachelor- und Masterstudium verbrachte Markus Rafael Paffhausen (23) ein sechsmonatiges Praktikum in einem Büro der Vereinten Nationen in New York, um sich beruflich weiter zu orientieren. Organisiert und finanziert wurde dieser Auslandsaufenthalt über das Carlo-Schmid-Programm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).

Markus Rafael Paffhausen träumte schon lange von einer Zukunft in der Entwicklungszusammenarbeit. Während seines Bachelorstudiums der Regionalstudien Lateinamerika mit Volkswirtschaftslehre an der Universität Köln absolvierte er daher ein einmonatiges Praktikum bei einer NGO in Kolumbien. Doch das reichte ihm nicht. „Ich wollte gerne für eine längere Zeit bei einer Institution wie der giz arbeiten, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Aber solche Praktika setzen in der Regel einen Bachelorabschluss voraus“, erinnert er sich.

Über seine Schwester erfuhr der Student schließlich vom Carlo-Schmid-Programm für Praktika bei internationalen Organisationen und EU-Institutionen. Dieses Programm wird vom DAAD in Zusammenarbeit mit der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Stiftung Mercator durchgeführt und fördert Praktikumsaufenthalte bei EU-Institutionen, internationalen Organisationen und NGOs. Voraussetzung für die Teilnahme an dem Programm sind mindestens zwei Semester Studienerfahrung im Bachelor. Ein Bachelor- oder Masterabschluss darf bei der Bewerbung nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.

Erfahrungen für die Karriere sammeln

Markus Rafael Paffhausen beschloss, sich zu bewerben, um nach dem Bachelorabschluss eine Studienpause für ein längeres Praktikum einzulegen. Sein Ziel: Erfahrungen sammeln, die für den Berufseinstieg nach dem Master nützlich sind.

Porträtfoto von Markus Rafael Paffhausen

Markus Rafael Paffhausen

Foto: Markus Rafael Paffhausen

Er interessierte sich für eine Stelle im Büro für Lateinamerika und Karibik des International Trade Centers in Genf und lud seine Unterlagen auf dem Bewerberportal des DAAD hoch. Nach einem telefonischen Vorstellungsgespräch und einem Auswahltag in Bonn teilte man ihm allerdings mit, dass er die Stelle nicht bekommen habe. Er bekam jedoch die Möglichkeit, sich auf eine andere Position zu bewerben.

Praktikum bei der UN

So landete Markus Rafael Paffhausen schließlich nach einem viertägigen Vorbereitungsseminar in Bonn im UN Development Operations Coordination Office (UNDOCO) in New York, wo er ein halbes Jahr lang in einem dreiköpfigen Team als Praktikant für vielfältige Aufgaben zuständig war. „Ich bereitete zahlreiche Meetings vor und nach, schrieb E-Mails und hielt meinen Chef auf dem aktuellen Informationsstand, wenn sich die Planung mancher Themen über mehrere Wochen erstreckte“, erzählt er.

Darüber hinaus bearbeitete der Praktikant eigenständig ein kleines Projekt, bei dem er viel über die Organisationskultur und das Arbeiten im interkulturellen Kontext lernte. Schließlich arbeitete der 23-Jährige auch am Abschluss eines gemeinsamen Projekts von UN und Weltbank mit, in dem es um die Verteilung von Geldern in fragilen Staaten ging.

Weiteres Praktikum in Aussicht

Inzwischen absolviert Markus Rafael Paffhausen an der Universität Göttingen seinen Master in International Economics. Ein Gap Year zwischen Bachelor- und Masterstudium empfiehlt er absolut weiter. Das nächste längere Praktikum möchte er noch vor Abschluss seines Masterstudiums machen – diesmal vielleicht bei einer Organisation in Deutschland.

abi>> 29.03.2019

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