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An alles gedacht für den Hochschulwechsel?

Umzugskarton gefüllt mit einem Bild, Büchern, Filmen, einer Pflanze, Klamotten, einer Lampe und einem Ordner.
Alles erledigt und gepackt? Vor einem Hochschulwechsel stellt sich nicht nur die Frage nach einer neuen Unterkunft.
Foto: Julien Fertl

Hochschulwechsel – Checkliste

An alles gedacht für den Hochschulwechsel?

Ein Hochschulwechsel muss gründlich vorbereitet werden – das gilt sowohl für fachliche, als auch für organisatorische und finanzielle Aspekte. abi>> gibt eine Übersicht, um was sich Bachelor- und Masterabsolventen rechtzeitig kümmern sollten.

Wechsel nach dem Bachelor

Fachliches:

Weiß ich genau, welche Leistungen ich nachholen muss?

Viele Hochschulen schneiden ihre Studiengänge sehr individuell zu. Daher ist es möglich, dass du im Masterstudium an einer anderen Hochschule noch Scheine nachholen und Credit Points zusätzlich sammeln musst, um dich an die Anforderungen des Masterstudiums anzupassen.

Organisatorisches:

Was macht meine Wunschhochschule, wenn die Bachelornote bei Ablauf der Zulassungsfrist noch nicht vorliegt?

Es ist wichtig, sich früh genug darüber zu informieren, wie die Hochschule in diesem Fall vorgeht. Meistens erteilen Hochschulen die Zulassung zum Masterstudium unter Vorbehalt, wenn es noch keine Abschlussnote für die Bachelorarbeit gibt. Das Bachelorzeugnis musst du dann nachreichen.

Muss ich für den Hochschulwechsel umziehen?

Wenn ja, solltest du am besten gleich nach der Zusage mit der Wohnungssuche anfangen. Denn gerade vor Semesterbeginn kann es sehr schwierig sein, bezahlbaren Wohnraum zu finden.

Finanzen:

Was mache ich, wenn das BAföG unterbrochen wird?

Ob du weiterhin eine BAföG-Förderung erhältst, kannst du am besten mit deinem zuständigen BAföG-Amt klären. Wenn die Zahlung unterbrochen wird, beispielsweise weil du noch keine feste Zusage von deiner Wunschhochschule hast, musst du überlegen, wie du diese Hängepartie finanziell überbrückst, zum Beispiel mit einem Nebenjob.

Wechsel nach dem Master

Fachliches:

Finde ich an meiner Wunschhochschule einen passenden Doktorvater?

An welcher Hochschule du promovierst, kann oft vom Doktorvater abhängen. Meistens bleiben Promovenden nach ihrem Masterstudium am gleichen Lehrstuhl und haben bereits im Vorfeld geklärt, welcher Professor mit der Betreuung der Dissertation einverstanden ist. Bei einem Hochschulwechsel musst du aber erst noch neue Kontakte knüpfen und klären, welche Professoren für deine Dissertation infrage kämen – und ob sie dein vorgeschlagenes Thema akzeptieren.

Organisatorisches:

Habe ich eine verbindliche Betreuungszusage von meinem Doktorvater?

Die Suche nach einem Doktorvater kann sehr aufwendig sein. Da Professoren oft viele Anfragen auch von externen Bewerbern erhalten, sollten angehende Promovenden frühzeitig mit der Suche nach einem passenden Doktorvater beginnen. Wichtig ist dann, nach ersten Gesprächen eine verbindliche Zusage einzuholen.

Kommt auch ein Graduiertenkolleg infrage?

Wenn du eine Zusage von einem Graduiertenkolleg erhältst, musst du nicht selbstständig einen Doktorvater suchen. In diesem Fall suchen sich Dozierende oft die Doktoranden nach den Themen aus, mit denen sie sich beworben haben.

Finanzen:

Wie finanziere ich die Promotion?

Bietet deine Wunschhochschule eine bezahlte Promotionsstelle? Oder kannst du vielleicht an einem Graduiertenkolleg teilnehmen? Oder musst du dir einen Teilzeitjob suchen? All diese Optionen solltest du frühzeitig klären, um nicht in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.

Besteht die Chance, Fördermöglichkeiten wie ein Stipendium zu erhalten?

Auch hier gilt: früh genug informieren. Es gibt mittlerweile viele Stiftungen, Begabtenförderungswerke und Vereine, die Stipendien anbieten. Bei einer Zusage dauert es aber oft einige Monate, bis Promovenden das erste Geld erhalten, daher ist es wichtig, sich möglichst früh zu bewerben.

abi>> 20.11.2017